Vagina-Formen: DAS sind die 5 gängigsten Vulva-Typen

Vagina-Formen: Gewusst? DAS sind die 5 gängigsten Vulva-Typen

Vaginas sehen alle gleich aus? Von wegen! Es gibt viele verschiedene Vagina-Formen und alle sind auf ihre Art einzigartig. Welche das sind und warum das so ist, erfährst du hier.

Diese 5 Vagina-Formen gibt es
© Cliff Booth / Pexels
Wir zeigen dir, welche Vagina-Formen es gibt!

Die Vulva sieht bei jeder Frau anders aus – das ist auch gut so! Schließlich ist jeder Körper ein wunderschönes Unikat. Trotzdem sind sich viele Frauen über die Form ihrer Vulva unsicher. Sie denken, dass ihr Geschlechtsorgan nicht dem Schönheitsideal entspricht und schämen sich dafür. Dabei gibt es viele unterschiedliche Formen, die in der Gesellschaft verbreiteter sind, als man denken mag.

Was ist die Vulva?

Fälschlicherweise wird die Vagina oft als umfassender Begriff für das gesamte weibliche Geschlechtsorgan genannt. Die Vagina bezeichnet tatsächlich nur das innere, schlauchartige Geschlechtsorgan. Unter Vulva versteht man den sichtbaren Teil der Scheide, zu dem der Scheidenvorhof, der Schamhügel (Venushügel), die äußeren Schamlippen (Labia majora), die inneren Schamlippen (Labia minora) und die Klitoris samt Klitorisvorhaut und Klitorismantel gehört. Die Schamlippen werden auch als Labien oder Vulvalippen bezeichnet. Der Scheidenvorhof wird von den großen und kleinen Vulvalippen bedeckt und geschützt.

Warum wird die Vulva in der Gesellschaft tabuisiert?

Die Vulva gilt mit der Klitoris als sexuelles Erregungszentrum die wichtigste erogene Zone der Frau. Doch im Gegensatz zu den männlichen Genitalien blieb sie von Medizin und Wissenschaft lange unerforscht. Trotz ihrer Bedeutung wird die Vulva noch bis heute tabuisiert. Nicht zuletzt, weil sich viele Frauen unwohl mit ihrem Körper und der Form ihres Geschlechtsorgans fühlen.

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Manche wollen die Vulva nicht einmal beim Namen nennen und bezeichnen sie beschämt mit den Worten “da unten”. Das hat die bis dato größte Vulva-Studie weltweit herausgefunden, die im Jahr 2018 veröffentlicht wurde. Die Leipziger Gynäkologin Anne Kreklau und der Leiter der Klinik für Frauenheilkunde in Luzern, Andreas Günthert, waren an ihr beteiligt. 

Welche Vulva-Formen gibt es?

Welche Vagina-Formen bzw. Vulva-Formen “normal” sind, kann man so nicht pauschalisieren. In der Studie von Anne Kreklau und Andreas Günthert wurden mehr 650 Vulven vermessen. Dabei wurden Breite und Länge der äußeren und inneren Vulvalippen bzw. Labien gemessen sowie die Abstände zwischen Klitoris, Harnröhre, Scheideneingang und Anus. Das Ergebnis: So gut wie alles kam raus. Die äußeren Lippen können zwischen einem und 18 Zentimetern breit sein, bei den inneren Lippen gibt es teilweise Unterschiede von sieben Zentimetern.

Grundsätzlich kann man zwischen fünf Vagina-Formen bzw. Vulva-Formen unterscheiden: 

  1. Vulva-Form Ms. Barbie: Der Name Barbie kommt bei dieser Vulva-Form nicht von ungefähr: Tatsächlich sieht sie so aus wie die einer Barbiepuppe. Die großen äußeren Schamlippen umschließen die inneren komplett. Sie gilt aufgrund ihrer Symmetrie als die “Idealform”, kommt aber am seltensten vor. 
  2. Vulva-Form Ms. Puffs: Die Ms. Puffs-Vulva ähnelt der Ms. Barbie, jedoch sind die äußeren Vulvalippen etwas dicker und größer und stehen am Schambein weiter hervor.
  3. Vulva-Form Ms. Curtains: Die Curtain-Form ist die häufigste. Die inneren Schamlippen sind länger als die großen äußeren und sind dementsprechend deutlich sichtbar. Der Klitorismantel, also die Haut, die die Klitoris umgibt, ist ebenfalls oft zu sehen.
  4. Vulva-Form Ms. Tulip: Bei diesem Typ sind die großen äußeren Vulvalippen leicht geöffnet. Die inneren Schamlippen sind daher wie bei einer Blüte zu sehen. Auch der Bereich der Klitoris ist sichtbar.
  5. Vulva-Form Ms. Horseshoe: Diese Vulva-Form erinnert optisch an ein Hufeisen. Die großen Vulvalippen berühren sich jeweils im oberen und unteren Bereich. Dadurch geben sie den Blick auf die kleinen Schamlippen frei.

Warum schämen sich viele Frauen für ihre Vulva?

Wie wir den unterschiedlichen Vagina- und Vulva-Typen entnehmen können, ist Diversität das Schlüsselwort. Trotzdem denken viele Frauen, nur die Barbie-Form ist die Norm. Warum ist das so? Das liegt vor allem an der Pornoindustrie. Dort sehen die großen Vulvalippen immer perfekt aus, haben keine Falten, umschließen stets die kleinen, haben keine Schamhaare und sowieso immer die perfekte Farbe. Auch in Biologiebüchern werden die Lippen bzw. Labien meist sehr einseitig dargestellt. Nicht umsonst denken viele Frauen über eine OP nach, um ihr Geschlechtsorgan dem vermeintlichen Idealbild anzupassen, wie Gynäkologin Anne Kreklau häufig in ihren Sprechstunden erlebt. 

Fazit: Jede Vulva ist schön! 

Entgegen der Vorstellung vieler Frauen und Männer gibt also keine “normale” Vulva-Form. Außerdem: Das Aussehen der Vulva kann sich im Laufe des Lebens verändern, sieht also sowieso je nach Alter anders aus. Jeder Körper ist auf seine eigene Art einzigartig und sollte so akzeptiert werden, wie er ist! Das gilt eben auch für die Vulva.

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Verwendete Quellen: lifeline.de, netdoktor.de, mdr.de

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