2. Juli 2020
Laut Forschern: Diese Atemmasken schützen am besten

Laut Forschern: Diese Atemmasken schützen am besten

Atemmasken sind mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags. Aber welcher Mundschutz kann infektiöse Tröpfchen am besten zurückhalten? Forscher haben das getestet.

Frau und Mann mit Atemmaske in der Natur
© Pexels
Forscher haben nun herausgefunden, welche Masken wirklich gut sind. 

Das Haus verlassen ohne Mundschutz? Mittlerweile gar nicht mehr vorstellbar. Genauso wie der Griff zu Schlüssel, Portemonnaie oder Handy, hat sich nun auch die Atemmaske als unabdingbares Utensil beim Verlassen des Hauses etabliert. Selbstgenäht, gekauft oder ein schlichtes Halstuch – es gibt viele Möglichkeiten, den Mund- und Nasen-Bereich vor infektiösen Tröpfchen zu schützen. Doch welche Atemmaske schützt uns wirklich vor Krankheiten? Forscher der "Florida Atlantic University" haben das nun herausgefunden und ihre Ergebnisse in dem Fachblatt "Physics of Fluid" veröffentlicht. 

Diese Atemmasken wurden von den Forschern untersucht

Die Forscher haben im Zuge ihrer Forschungsarbeiten vier unterschiedliche Maskentypen getestet:

  1. Ein Halstuch aus elastischem T-Shirt-Material
  2. Eine Atemmaske, die aus einem gefalteten Stofftaschentuch gefaltet ist
  3. Eine selbstgenähte, zweilagige Maske aus Baumwolle
  4. Eine nach vorne spitz zulaufende Maske aus dem Handel (Material nicht näher beschrieben)

Wie euch vielleicht schon auffällt: Masken, die Mediziner und Pflegepersonal in Kliniken tragen, wurden nicht getestet, da deren Wirkung schon durch andere Untersuchungen belegt wurde. Unter normalen Umständen sollten wir auf diese Masken ohnehin verzichten und sie lieber den Menschen überlassen, die durch ihren Beruf auf sie angewiesen sind, sprich: Ärzte, Pflegepersonal, etc. 

Welche Atemmasken schützen wirklich vor gefährlichen Krankheiten?

Um dies herauszufinden, befestigten die Forscher die unterschiedlichen Maskentypen an Schaufensterpuppen und simulierten mit einer Pumpe Husten und Niesen. Um die Partikel sichtbar zu machen, kam eine Nebelmaschine zum Einsatz. So konnten die Forscher nach einer Weile sehen, wie weit die Tröpfchen jeweils geflogen waren. Klarer Sieger des Tests ist die selbstgenähte, gut sitzende Maske. Dieser Atemmasken-Typ konnte die Testpartikel am effektivsten zurückhalten. Während die Partikel durch die selbstgenähte Maske nur rund 6,6 Zentimeter weit flogen, schossen die Partikel bei einer Maske aus dem Handel rund dreimal so weit durch die Luft. Noch schlechter schnitten die anderen beiden Maskentypen ab. Bei dem Halstuch aus elastischem T-Shirt-Material handelte es sich um fast einen Meter!

Auf was sollte man beim Mundschutz achten?

Wichtig zu merken ist, dass Maske nicht gleich Maske ist. Hier steht und fällt alles mit der Passform. Wenn eure Maske nicht eng genug anliegt, kann auch der beste Stoff nicht mehr viel ausrichten. Zudem solltet ihr darauf achten, eure Maske nach längerem Tragen zu wechseln. Ist sie durchfeuchtet, kann die Schutzwirkung ebenfalls beeinträchtigt werden. 

Wie ihr eure Atemmasken richtig pflegen solltet, könnt ihr hier nachlesen. 

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