Dank neuer Therapieform: Migräne raubt Jana nicht mehr Zeit und Energie

Dank neuer Therapieform: Migräne raubt Jana nicht mehr Zeit und Energie

Migräne gehört für viele Menschen zum Alltag. Dank neuer Therapieform können Betroffene endlich wieder ein normales Leben führen.

Frau sitzt auf Sessel

Migräne – das sind nicht einfach bloß heftige Kopfschmerzen. Migräne ist eine nicht heilbare Krankheit, die den Alltag der Betroffenen lahmlegt. Auch die 20-jährige Jana Alex aus Greifswald litt jahrelang unter den Attacken, die sie völlig ausgeknockt haben. Seit sie ein neues Medikament nimmt, kommen die Migräne-Anfälle deutlich seltener.

Rund zwei Wochen Migräne im Monat

Acht Millionen Migräne-Patienten gibt es in Deutschland. Jana leidet wie 1,6 Millionen von ihnen an einer schwer belastenden Migräne, sie tritt besonders häufig und intensiv auf. Das Problem: „Ich weiß nie, wann ein Anfall kommt und wie lange er dauert“, erzählt die Biologie-Studentin. An ein normales Studentenleben ist nicht zu denken. 

Zehn bis 15 Anfälle zählte Jana im Monat. Zehn bis 15 Tage, an denen sie alle Pläne über Bord werfen muss. An denen sie empfindlich auf Licht und Geräusche reagiert, sich nur noch in ein dunkles Zimmer legen kann und mit Kühlpack am Kopf abwartet, dass Schmerzen und Übelkeit vorübergehen. 

Frau sticht sich eine Spritze in den Bauch

Zahlreiche Therapien erfolglos

Als Jana neun Jahre alt war, litt sie zum ersten Mal an starken Kopfschmerzen. Sie griff zu Ibuprofen, probierte Akupunktur, Homöopathie und Entspannungstechniken – ohne Erfolg. Mit 13 erhielt sie dann die Diagnose Migräne. Sie nahm noch mehr Ibuprofen und geriet in einen Teufelskreis: Die hohe Medikamentenkonzentration löste einen weiteren Migräne-Anfall aus, weitere Tabletten machten das Pochen im Kopf nur noch schlimmer. Jana musste wegen der Migräne sogar ins Krankenhaus.

Trotz der vielen Fehltage schaffte sie ihr Abitur. Sie begann zu studieren, und weil sie mittlerweile volljährig war, durfte Jana auch andere Medikamente nehmen. Allerdings: Betablocker gehen mit starker Müdigkeit und Konzentrationsstörungen einher und kamen deshalb für die ehrgeizige Studentin nicht infrage. Die Triptane, die bei akuter Migräne eingesetzt werden, wirkten bei ihr nicht zuverlässig. Jana fing an, ein Migräne-Tagebuch zu führen, um mögliche Auslöser rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden. 

Mehr Lebensqualität dank Antikörper-Therapie 

Neue Hoffnung schöpft Jana dank der sogenannten Migräne-Spritze. Dieses neue Medikament enthält den Antikörper Erenumab, der speziell für die Vorbeugung von Migräne entwickelt wurde. Studien zufolge reduziert sich dadurch die Anzahl der Migräne-Anfälle bei einem Großteil der Patienten nach einem Jahr Behandlung um die Hälfte. Bei einem Fünftel der Betroffenen mit episodischer Migräne, wie Jana sie hat, geht die Migräne sogar ganz zurück. 

Im Januar 2019 hat Jana zum ersten Mal die Migräne-Spritze verabreicht bekommen, bei ihr wirkt das Mittel sehr gut. Sie hat im Durchschnitt nur noch halb so viele Migräne-Anfälle wie vorher, fühlt sich fröhlicher und ausgeglichener. „Die Antikörper-Spritze schenkt mir eine ganz neue Lebensqualität“, freut sich Jana: „Ich habe auf einmal wieder so viel mehr Energie und Zeit, die mir früher die Migräne raubte.“

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