Corona aktuell: So schlecht geht es Kindern durch Corona

Studie zum Lockdown: Fast jedes dritte Kind psychisch auffällig

Eine neue Studie zum Lockdown verrät, wie sich die aktuelle Corona-Situation auf Kinder auswirkt. Das Ergebnis ist erschreckend.

Kind malt
© Pexels/Pixabay
Der Lockdown wirkt sich auch negativ auf die Psyche der Kinder aus. Eine Studie hat das Thema genauer unter die Lupe genommen.

Mittlerweile befinden wir uns seit knapp einem Jahr im Lockdown. Die angehende Corona-Krise hat für viele das Leben von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt. Während für einige der Büro-Alltag in das Homeoffice umgezogen ist, müssen andere komplett auf ihren Job verzichten und warten, bis die Infektionszahlen endlich wieder so weit sinken, dass das normale Leben wieder starten kann. Doch zwischen all dem Job-Hin und Her scheint ein wichtiges Thema eher in den Hintergrund geraten zu sein: die Psyche und die mentale Gesundheit. Doch wir meinen nicht nur die von Erwachsenen, sondern auch die von Kindern, die aktuell mit dem Virus aufwachsen. TV-Moderatorin Marlene Lufen hat ihre Sorgen diesbezüglich bereits via Instagram geteilt. Mediziner aus Hamburg haben sich nun ebenfalls erneut mit dem Thema beschäftigt. Laut ihrer Studie heißt es, dass fast jedes dritte Kind momentan psychisch auffällig ist.

Studie verrät: So schlecht geht es Kindern im Lockdown

Im Rahmen der sogenannten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wurden mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 17 und mehr als 1.600 Eltern von Mitte Dezember bis Mitte Januar online per Fragebogen befragt. In der Umfrage ging es darum, die aktuelle Situation der Kids zu erfassen und diese lautet, dass bei fast jedem dritten Kind psychische Auffälligkeiten aufgetaucht sind. Vor dem Lockdown und der Verbreitung des Virus war jedes fünfte Kind davon betroffen.

Die Studie, die zum ersten Mal im Sommer 2020 dazu durchgeführt wurde, kam zum Ergebnis, dass mehr als 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen sich durch die angehende Krise seelisch belastet fühlen. In der aktuellen und zweiten Runde ist der Wert auf ganze 85 Prozent gestiegen.

Die Leiterin der Untersuchung Ulrike Ravens-Sieber sagt, dass sich sogar depressive Symptome bei den Befragten verstärkt haben, sodass Angstzustände und Sorgen mittlerweile vermehrt vorkommen. Warum sich die Situation noch mal verschlechtert hat, daran wäre wohl die ungesunde Ernährung und wenig Bewegung schuld.

Diese Kinder leiden besonders

Ulrike Ravens-Sieber konnte durch die Untersuchung ebenfalls feststellen, welche Kinder am meisten unter dem Lockdown leiden. Es wären die Minderjährigen, die aus einem sozial schwachen Haushalt kommen. Die Expertin sagt:

Wer also schon vor der Pandemie Schwierigkeiten hatte und auch von den Eltern nicht gut unterstützt wird, der hat jetzt als Kind und Jugendlicher noch mehr Probleme.

Im Vergleich dazu sollen Familien und Kindern, die einen guten Zusammenhalt beweisen und viel Zeit miteinander verbringen, die aktuelle Phase auch besser überstehen. Ravens-Sieber sagt, dass das Ergebnis erneut zeige, dass Menschen, die bereits vor der Krise in guten Verhältnissen lebten und sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, besser durch die Pandemie kämen.

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