Zahnpflege: Vorsorgen ist besser als Restaurieren

Vorsorgen ist besser als Restaurieren

Ohne routinierte Zahnpflege kann es schnell teuer werden. Zahnfleischentzündungen, Löcher, Karies, Parodontose – so mancher wird ungern Dauergast auf dem Zahnarztstuhl. Reichen Füllungen nicht mehr aus und muss ein Zahn ersetzt werden, kann das zudem schnell über 1.000 Euro Eigenanteil kosten. Wer sich jedoch an seine Putzroutine hält, spart sich teure Zahnarztbesuche.

Die richtige Zahnpflege-Routine ist auch bei Erwachsenen unerlässlich

Viele Erwachsene sind von Karies und Zahnfleischerkrankungen betroffen. Bleiben diese unbehandelt, kann es zu ernsten Problemen mit der Mundgesundheit kommen; schlimmstenfalls fallen die Zähne sogar aus. Damit dies nicht geschieht, sollten die Zähne mindestens zweimal pro Tag (am besten morgens und abends) geputzt werden.

Sind sie im Tagesverlauf besonders stark durch Speiserückstände verschmutzt, ist eine Reinigung zwischendurch empfehlenswert.

Zahnseide anwenden

In den Zwischenräumen setzen sich bevorzugt Speiserückstände fest. Werden diese nicht entfernt, können sie (schmerzhafte) Entzündungen hervorrufen. Für eine intensivere Reinigung sorgt Zahnseide, denn diese schmiegt sich gekonnt in jede noch so kleine Lücke und nimmt bei den Bewegungen alle Rückstände mit. Mindestens eine professionelle Zahnreinigung sollte zusätzlich bei jedem am jährlichen Vorsorgeplan für die Zahngesundheit stehen. Untersuchungen zeigen, dass deutschlandweit ca. 80 % aller Bürger unter parodontalen Problemen leiden. Viele denken, sie brauchen die Zahnreinigung gar nicht, da sie sich täglich zweimal die Zähne putzen. Weit gefehlt, denn die Profi-Zahnreinigung ist sinnvoll und wird auch von vielen Krankenkassen (anteilig) übernommen.

Neigt die Mundflora trotz intensiver Reinigung zu einer verstärkten Kariesbildung, ist die Zahnreinigung sogar zwei- oder dreimal jährlich empfehlenswert. Ziel ist es, den Belag so schnell wie möglich zu entfernen, damit er keine Entzündungen am Zahnfleisch oder den empfindlichen Zahnhälsen hervorrufen kann.

Zahnbürste regelmäßig wechseln

Einen entscheidenden Einfluss auf die Mundgesundheit hat nicht nur die Putzhäufigkeit, sondern auch die Bürste. Wer sie zu lange nutzt, erzielt kein optimales Ergebnis. Deshalb sollte der Zahnbürstenwechsel regelmäßig geschehen. Experten empfehlen einen Tausch alle drei Monate. Gab es zwischenzeitlich Erkrankungen (beispielsweise durch Infektionen im Mundraum oder Grippe), sollte die Bürste nach deren Abklingen gewechselt werden.

Zucker schadet den (geputzten) Zähnen

Einer der größten Feinde gesunder Mundflora ist Zucker. Er setzt sich nicht nur in den Zwischenräumen der Zähne oder in den Zahnfleischtaschen ab, sondern kann richtig aggressiv werden. Schon beim Essen der zuckerhaltigen Nahrung erfolgt die Bildung von Plaquesäuren, die den Zahnschmelz empfindsam angreifen können. Deshalb ist der Verzehr von zuckerreduzierten Speisen und Getränken empfehlenswert. Das tut nicht nur der Mundflora gut, sondern dem gesamten Wohlbefinden, denn zu viel Zucker macht den Stoffwechsel träger und sorgt für ein Müdigkeitsgefühl.

Vor oder nach dem Frühstück Zähne putzen?

Sollen die Zähne vor oder nach dem Frühstück gesäubert werden? Auch die Experten sind sich hierüber nicht einig. Einige sind klar dafür, die Zähne vor dem Frühstück zu putzen, andere plädieren für das Putzen danach. Da die Bakterien im Mundraum durch die Nahrung überleben, sollte das Putzen nach dem Frühstück erfolgen. So wird ihnen der Lebensraum genommen. Doch einige fühlen sich nach dem Aufstehen unwohl im Mundraum und wollen dieses Gefühl beseitigen. Sie greifen deshalb vor dem Frühstück zur Zahnbürste. Das ist vor allem eine kosmetische Angelegenheit, wie viele Zahnpflegeexperten konstatieren. Eine Möglichkeit, um den Mundraum zu erfrischen und gleichzeitig vor dem Frühstück zu säubern, ist das sogenannte Ölziehen. Damit werden die Rückstände im Mundraum, die sich in der Nacht gebildet haben, sanft entfernt. Aber Vorsicht: Das Öl sollte niemals heruntergeschluckt, sondern immer nach der Einwirkzeit ausgespuckt werden.

Die richtige Putztechnik entscheidet über Mundgesundheit

Trotz zweimaligem Putzen täglich ist die Mundflora nicht in Ordnung? Ein Grund hierfür könnte die falsche Putztechnik sein. Manchmal werden die Zähne viel zu kurz und nicht gleichmäßig gereinigt. Vor allem die Flächen im vorderen Bereich sind immer besonders sauber, die Innenseiten oder die Backenzähne aber nicht. Ein Fehler, denn auch hier kann es zu Bakterienansammlungen kommen. Deshalb sollten sämtliche Flächen gleichermaßen mit der Zahnbürste bearbeitet werden.

Mit Druck werden die Zähne noch sauberer. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum, denn das Putzen mit zu viel Druck kann das Zahnfleisch schädigen. Deshalb kommt es auf das richtige Gefühl an. Leichter Druck ist gut, um auch hartnäckige Rückstände zu entfernen. Geht es jedoch um die Reinigung des Zahnfleisches und der Zwischenräume, sollte der Druck deutlich geringer sein.

Zahnbürste mit Zahnpasta
© Pixabay
Zahnpasta und die richtige Putztechnik helfen, auch hartnäckige Rückstände zu entfernen.

Kreisende Bewegungen helfen, größere Flächen gut zu bearbeiten. Um den hinteren Mundraum besser erreichen zu können, empfiehlt sich das Schrägstellen der Bürste. Viele nutzen mittlerweile Zahnbürsten mit einem kleinen, runden Kopf. Sie sind ideal, wenn der Mundraum etwas enger ist, denn durch die geringere Größe passen sie auch in den hintersten Bereich.

Tipp: Nach dem Putzen gibt die Mundspülung nicht nur einen Frischekick, sondern pflegt auch das Zahnfleisch und beugt Entzündungen vor. Beim Geschmack darf gern jeder variieren, denn es gibt die Mundspülungen mit Minzgeschmack, mit Orange und in vielen anderen Nuancen.

Ein strahlendes Lächeln: So lassen sich Zähne schonend aufhellen

Gepflegte Zähne sehen nicht nur sauber aus, sie strahlen auch. Doch nicht jeder hat von Natur aus weiße Zähne, denn die natürliche Zahnfarbe kann einige Nuancen dunkler ausfallen. Der Verzehr von Kaffee, Rotwein oder Rauchen verändert die Zahnfarbe zusätzlich, denn häufig setzen sich unschöne Verfärbungen ab.

Mit bloßem Putzen sind diese irgendwann nicht mehr zu entfernen, sodass viele gar nicht mehr herzhaft lachen und Zähne zeigen wollen.

Viele Zahnärzte bieten die Profi-Aufhellung, um mithilfe von UV-Gel und anderen Präparaten schon bald wieder strahlend weiße Zähne zu haben. Doch es geht auch deutlich natürlicher und im eigenen Badezimmer. Kurkuma ist ein echter Geheimtipp, trotz seiner intensiven gelb-orangen Farbe.

Wird es gemeinsam mit etwas Kokosöl auf die Zähne aufgetragen, lösen sich die Verfärbungen langsam. Ursächlich dafür ist das entscheidende Curcumin. Um hartnäckige Rückstände von den Zähnen zu entfernen, muss die Prozedur jedoch mehrmals wiederholt werden. Am besten alle zwei Tage die Kurkuma-Kokosöl-Paste auftragen, kurz einwirken lassen und dann abspülen. Ganz nebenbei wird dadurch auch das Zahnfleisch gepflegt, denn das Curcumin wirkt ebenso entzündungshemmend.

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