Strohige Haare: Die besten Pflegetipps

Strohige Haare: Die besten Pflegetipps, die dagegen helfen

Strohiges Haar lässt sich oft nur schwer bändigen. Was du dagegen tun kannst und welche Tipps und Hausmittel dem Haar wieder Glanz und Geschmeidigkeit verleihen, erfährst du hier.

Hast du manchmal das Gefühl, als hättest du ein Vogelnest auf dem Kopf? Statt geschmeidig und glänzend sind die Haare strohig und kraus und lassen sich einfach nicht richtig bändigen. Grund dafür ist meist, dass die Haare trocken sind und sich nach Pflege sehnen. Hast du das Gefühl, dass du tust und machst und es einfach nicht besser wird, solltest du nun gut aufpassen. Wir verraten dir, was du bei der Pflege trockener, strohiger Haare beachten solltest und welche Hausmittel gut helfen können.

Strohige Haare: Die Ursachen

Kommen wir direkt auf den Punkt: Strohigem Haar mangelt es an Feuchtigkeit. Das Haar ist trocken, die Oberfläche porös und rau und kann schneller abbrechen. Durch den Feuchtigkeitsmangel verliert das Haar zusätzlich an Glanz und wirkt stumpf. Vor allem Personen mit Locken oder Wellen haben oft das Problem, dass ihre Haare strohig wirken. Das liegt daran, dass die Haare nicht so eng am Kopf anliegen und weniger mit dem kopfhauteigenen Talg versorgt werden. Dieser natürliche Ölfilm ist dafür zuständig, das Haar vor dem Austrocknen zu schützen.

Doch dass die Haare stumpf und trocken werden, geschieht nicht einfach über Nacht. Das Austrocknen der Haare ist ein längerer Prozess, der irgendwann auch dazu führen kann, dass die Haare abbrechen. Es gibt verschiedene Faktoren, die strohiges Haar begünstigen. Dazu zählen:

  • Mechanische Ursachen: Reibung kann die Haare aufrauen und zusätzlich austrocknen. Hierzu zählen zum Beispiel die Verwendung der falschen Haargummis oder das Schlafen mit offenen Haaren auf einem Kissen aus groben Textilien.
  • Chemische Ursachen: Nach dem Färben der Haare und besonders nach einer Blondierung können die Haare an Feuchtigkeit verlieren und schnell trocken und strohig wirken. Grund dafür ist, dass bei dem chemischen Prozess die Schuppenschicht der Haare geöffnet wird, um die Farbpigmente ins Haar einzuschleusen oder sie dem Haar zu entziehen. Dabei trocknen die Haare aus und wirken ohne die richtige Pflege kraus und stumpf.
  • Thermische Ursachen: Stylinghitze durch Föhn, Glätteisen, Lockenstab und Co. kann dem Haar ebenfalls Feuchtigkeit entziehen. Und auch ein fehlender Sonnenschutz kann dazu beitragen, dass die Haare austrocknen und strohig werden. Gerade die Kombination aus Meer- oder Chlorwasser und Sonnenstrahlung im Sommer kann den Haaren schaden.

10 Pflegetipps: Das hilft gegen strohiges, stumpfes Haar

Egal ob du bereits trockene, strohige Haare hast oder ihnen vorbeugen willst: Beachtest du diese zehn Tipps, kannst du das Austrocknen der Haare vermeiden und den Haaren dabei helfen, gesund und glänzend zu werden. 

1. Haare richtig waschen

Bei der Haarwäsche gilt: Weniger ist mehr. Du solltest deine Haare also nicht zu oft waschen, denn bei jeder Haarwäsche entfernst du die gesunden, feuchtigkeitsspendenden Öle von Kopfhaut und Haaren. Alle drei bis vier Tage reicht es vollkommen, die Haare zu waschen. Achte bei der Haarwäsche auch darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Die Hitze trocknet die Haare zusätzlich aus.

Beim Haarewaschen solltest du zuerst das Shampoo verwenden. Das gibst du nur auf die Kopfhaut und den Haaransatz. Durch seine reinigende Wirkung kann es die empfindlichen Spitzen schneller austrocknen. Sie werden beim Auswaschen schonend mit dem Shampoo versorgt. Bei jeder Haarwäsche solltest du zusätzlich einen Conditioner verwenden. Die Spülung schließt die Schuppenschicht der Haare nach der Reinigung durch das Shampoo wieder, hält sie geschmeidig und schützt sie vor dem Austrocknen.

Übrigens: Nach dem Waschen die Haare niemals mit einem Handtuch abrubbeln. Drück die Feuchtigkeit vorsichtig mit den Händen aus dem Haar und binde deine Haare dann ganz schonend in ein Baumwollshirt oder ein Mikrofaserhandtuch hoch.

2. Auf Inhaltsstoffe achten

Beim Kauf deiner Haarpflegeprodukte solltest du außerdem immer auf die Inhaltsstoffe achten. Bestimmte Inhaltsstoffe solltest du besser meiden, wenn du das Austrocknen der Haare vermeiden willst. Dazu zählen vor allem diese Wirkstoffe:

  • Aggressive Sulfate
  • Wasserunlösliche Silikone
  • Parabene
  • Alkohol

3. Saure Rinse

Im Leitungswasser ist Kalk enthalten. Dieser setzt sich nicht nur am Wasserhahn oder den Fliesen ab, sondern auch in deinen Haaren. Hier kann er die Haare stumpf und glanzlos machen. Um die Kalkreste aus den Haaren zu entfernen und ihnen wieder mehr Strahlkraft zu geben, kannst du eine sogenannte Saure Rinse anwenden. Diese wird aus zwei Zutaten abgemischt: Apfelessig und destilliertes Wasser. 

Und so geht’s: Koche einen Liter Wasser ab und lass es danach abkühlen. Dann gibst du zwei bis drei Esslöffel Apfelessig hinzu und füllst das Ganze in ein verschließbares Gefäß. Nun kannst du die Saure Rinse nach jeder Haarwäsche über dein gesamtes Haar gießen. Du brauchst die Spülung nicht mehr auswaschen. Der Essiggeruch verflüchtigt sich, sobald deine Haare trocken sind.

Frau in Dusche
Sie ist der wohl natürlichste Conditioner, der die Haare wieder richtig zum Glänzen bringt. Und das Beste: Du kannst sie ganz einfach selber herstellen. Alles über die Saure Rinse hier. Weiterlesen

4. Regelmäßige Haarmaske

Strohige, trockene Haare brauchen viel Pflege. Nur Shampoo und Conditioner reicht da auf Dauer nicht aus. Wichtig ist auch, dass du regelmäßig eine Haarkur anwendest. Sie gibt dem Haar dank reichhaltiger Öle, Proteine und Vitaminen die Extraportion Pflege, die sie braucht.

Es gibt viele Haarmasken auf dem Markt. Weiter unten stellen wir dir unseren Favoriten für strohiges Haar vor und verraten dir außerdem ein einfaches Rezept, mit dem du deine eigene Haarkur herstellen kannst. Du solltest eine Haarmaske etwa einmal die Woche oder mindestens alle zwei Wochen anwenden.

5. Leave-in Pflege

Nach dem Haarewaschen ist auch die Leave-in Pflege der Haare wichtig. Sie sorgt dafür, dass die Haare den Tag über nicht so schnell austrocknen. Besonders bei Locken und Afrohaaren ist die Leave-in Pflege besonders wichtig. Hier werden die Längen nicht so gut vom körpereigenen Talg versorgt, weshalb Leave-in Produkte diese Aufgabe übernehmen.

Das Produkt spendet den Haaren Feuchtigkeit und legt sich wie ein Schutzmantel um sie, damit sie besser vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt sind. Weiter unten findest du unsere Produktempfehlung.

6. Haare richtig trocknen und stylen

Dieser Schritt ist besonders wichtig, um das Austrocknen der Haare zu vermeiden. Generell gilt: Sobald du Hitze auf deinen Haaren anwendest, solltest du immer einen Hitzeschutz verwenden. Versuche dennoch, Stylinghitze so gut es geht zu reduzieren. Glätteisen, Lockenstab und Co. solltest du besser nicht täglich verwenden.

Wenn es zum Föhnen könnt, sind die Meinungen oft verschieden. Während einige sagen, dass man die Haare am besten an der Luft trocknen lassen soll, empfehlen wir (und auch Haarprofi Dejan Garz) dir folgende Methode: Lass deine Haare nach dem Waschen etwas an der Luft antrocknen. Danach kannst du den Föhn auf mittlerer Hitze verwenden, wenn du vorher einen Hitzeschutz verwendet hast. Föhne von oben nach unten, um die Schuppenschicht der Haare zu schließen. So werden die Haare weniger strohig und rau.

7. Haarefärben vermeiden

Chemische Behandlungen können den Haaren schaden, sie austrocknen und brüchiger machen. Deshalb solltest du so gut es geht auf sie verzichten. Besonders Blondierungen gelten als potenziell schädigend für die Haare. Willst du dennoch eine Farbveränderung, geh zu einem guten Friseur bzw. zu einer guten Friseurin und leg niemals selber Hand an. 

8. Haarbruch durch Reibung vermeiden

Sind die Haare trocken, brechen sie umso schneller ab und sorgen für Frizz. Achte deshalb darauf, die Haare schonend zu bürsten. Starte immer an den Spitzen und arbeite dich nach und nach hoch. Besonders gut eignen sich Bürsten, die die Haare schonend entwirren wie der Tangle Teezer. Und auch bei Haargummis ist es wichtig, dass du auf Haargummis mit Metallsteg verzichtest. Diese begünstigen Haarbruch. Besser sind Spiralhaargummis oder Scrunchies aus Satin.

Wichtig ist auch, dass du beim Schlafen die richtige Schlaffrisur trägst, um die Haare nicht aufzurauen. Am besten ist ein locker geflochtener Zopf oder ein hoher, lockerer Dutt. Zusätzlich hilft dir ein Satinkopfkissen oder eine Schlafhaube dabei, weniger Haarbruch in der Nacht zu verursachen.

9. Spitzen regelmäßig schneiden

Um Spliss gar nicht erst entstehen zu lassen, solltest du deine Spitzen regelmäßig schneiden zu lassen. Etwa alle drei Monate wird von vielen Friseuren und Friseurinnen empfohlen. Selber zur Schere zu greifen ist meist keine gute Idee. Es ist wichtig, dass die Haare mit einer speziellen Friseurschere geschnitten werden, da diese besonders scharf ist und die Haare glatt abtrennt.

10. Ernährung und Nahrungsergänzung

Du bist, was du isst. Dieser Spruch gilt auch für die Haare. Achte deshalb auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, um auch die Haargesundheit zu verbessern. Vitamine und Spurenelemente sind sehr wichtig für gesunde Haare. Zusätzlich kannst du auch noch Nahrungsergänzungsmittel verwenden. Besonders Biotin und Gerstengras gelten als wahrer Segen für die Haare.

Unsere Empfehlungen: Pflegeprodukte gegen strohiges, trockenes Haar

SOS: Hausmittel gegen strohige Haare

Auch Hausmittel können dabei helfen, die Haare glänzend und geschmeidig zu halten und Spliss, Frizz und trockene Haare zu vermeiden. Die drei besten Hausmittel gegen strohiges Haar hier:

  • Apfelessig: Diesen Trick haben wir dir bereits weiter oben im Artikel vorgestellt. Die Saure Rinse aus einfachem Apfelessig und destilliertem Wasser reinigt die Haare, entfernt Kalkrückstände aus dem Haar, schließt die Schuppenschicht und der pH-Wert ist sanft zur Kopfhaut und kann sogar gegen Schuppen helfen. Ein Liter destilliertes Wasser mit zwei bis drei Esslöffel Apfelessig mischen und die Spülung nach der Haarwäsche über den ganzen Kopf gießen. Danach nicht mehr auswaschen.
  • Grüner Tee: Grüner Tee wirkt beruhigend und kann dem Haar wieder neuen Glanz schenken. Dafür einfach etwas grünen Tee aufgießen, abkühlen lassen und anschließend als Haarspülung nach der Haarwäsche über den Kopf gießen. Nicht ausspülen und die Haare wie gewohnt trocknen.
  • DIY Haarmaske: Haarmasken spenden den Haaren Feuchtigkeit und halten sie gesund. Statt dir eine teuere Haarkur im Laden zu kaufen, kannst du aber auch deine eigene herstellen. Perfekt für strohige Haare ist diese hier: Mische etwas warmes Olivenöl mit einem Teelöffel Honig und einem Eigelb. Das Ganze dann ins Haar geben und 30 Minuten einwirken lassen. Gut ausspülen.

Fazit

Wir alle wünschen uns gesunde, geschmeidige und glänzende Haare, doch die Realität sieht oft anders aus. Durch Blondierungen, falsche Pflegeprodukte oder das raue Kissen, das nachts an den Haaren reibt, können die Haare nach und nach mehr austrocknen und strohig und stumpf werden. Beachtest du die zehn Pflegetipps und setzt bei der Haarpflege auf hochwertige Produkte mit guten Inhaltsstoffen, steht deiner Traummähne nichts im Wege.

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Verwendete Quellen: instagram.com, dm.de

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