Saure Rinse für die Haare

Saure Rinse: Die beste natürliche Spülung für die Haare

Sie ist der wohl natürlichste Conditioner, der die Haare wieder richtig zum Glänzen bringt. Und das Beste: Du kannst sie ganz einfach selber herstellen. Alles über die Saure Rinse hier.

Frau in Dusche
© FreshSplash
Saure Rinse für die Haare

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Saure Rinse wirkt wie eine Spülung für die Haare und besteht nur aus zwei Zutaten.
  • Mit Wasser und Essig kannst du dir deine eigene Saure Rinse selber herstellen.
  • Die Saure Rinse tut nicht nur den Haaren, sondern auch der Umwelt gut.

Saure Rinse: Was ist das?

Bist du schon mal über den Begriff „Saure Rinse“ gestolpert und hast keine Ahnung, was es genau damit auf sich hat? Keine Sorge. Wir verraten dir alles, was du über die Haarpflege wissen musst.

Eine Saure Rinse ist die wohl natürlichste Haarspülung. Sie verzichtet, anders als viele herkömmliche Conditioner, komplett auf synthetische Inhaltsstoffe und kann ganz einfach selber hergestellt werden. Dafür brauchst du nur zwei Zutaten: Wasser und Apfelessig. Wie genau das Ganze funktioniert und wie die Saure Rinse wirkt, erfährst du nun.

Saure Rinse Rezept: So stellst du die DIY Haarspülung selber her

Die Herstellung einer Sauren Rinse ist so unglaublich einfach, dass du es garantiert auch selber hinbekommst. So geht das wohl einfachste Rezept.

Das brauchst du:

  • ca. 1 L Wasser
  • 2 - 3 EL Essig, am besten Apfelessig
  • Eine verschließbare Flasche

So funktioniert’s:

Gib etwa einen Liter Wasser in eine verschließbare Flasche. Anschließend kannst du zwei bis drei Esslöffel Essig hinzugeben. Wie viel Apfelessig du wählst, hängt ganz von dem Härtegrad und dem Grad der Verkalkung deines Leitungswassers ab.

So lange hält die Saure Rinse:

In der Flasche kannst du die Saure Rinse nun in deine Dusche stellen und sie bei jeder Haarwäsche anwenden. Je nach Haarlänge hält die Saure Rinse für etwa 3 bis 6 Anwendungen. Aber Nachschub ist ja im Nullkommanix hergestellt.

Wirkung: So wirkt die Saure Rinse im Haar

Eine Haarspülung nur aus Wasser und Essig? Kann das wirklich funktionieren? Und wie! Wir verraten dir nun, wie eine Saure Rinse wirkt. Weiter unten findest du übrigens auch noch unsere Erfahrungen mit der DIY Haarpflege.

Was bringt eine Saure Rinse?

Ist der Wasserkocher durch das Wasser verkalkt, reinigen ihn viele Muttis mit Apfelessig – das Hausmittel gegen Kalkflecken, das für strahlende Armaturen und Küchengeräte sorgt. Und genau so, wie Essig den Wasserkocher reinigt, befreit er auch unsere Haare von Kalk aus dem Wasser. Die Saure Rinse wirkt also quasi wie ein natürlicher Entkalker im Haar und pflegt das Haar nicht nur, sondern reinigt es auch gleichzeitig. So werden die Haare wieder strahlender und glänzender.

Hinzu kommt, dass das kalte Wasser der Sauren Rinse die Schuppenschicht der Haare schließt. Diese ist durch Shampoo oder Haarseife geöffnet worden, damit Produktrückstände, Schmutz und Talg sich lösen können. In der Regel verwendest du nun einen Conditioner, um die Schuppenschicht wieder zu schließen und die Haare vor dem Austrocknen und Haarbruch zu schützen.

Viele Conditioner, Shampoos und Haarseifen enthalten aber auch schädliche Inhaltsstoffe wie wasserunlösliche Silikone, die die Haare nach und nach austrocknen können. Eine Saure Rinse hingegen ist komplett natürlich und enthält keine schädlichen Inhaltsstoffe, die das Haar beschweren oder austrocknen.

Für wen eignet sich die Saure Rinse?

Im Grunde eignet sich eine Saure Rinse für jeden Haartyp. Bei diesen Haarproblemen kann die natürliche Spülung eine sehr gute Lösung sein:

  • Fettige Haare: Hast du einen schnell fettenden Ansatz, kann die Saure Rinse DIE Lösung sein. Während nämlich viele Haarprodukte die Haare durch Ablagerungen beschweren und den fettigen Ansatz begünstigen, befreit die Saure Rinse die Kopfhaut und Haare von den Rückständen und hat eine pH-ausgleichende Wirkung. So kann sich die Talgproduktion wieder regulieren.
  • Trockene Haare: Eine Saure Rinse befreit die Haare von austrocknenden Ablagerungen und ermöglicht es so, dass wertvolle Wirkstoffe wieder ans Haar gelangen. Sie schließt die Schuppenschicht nach der Haarwäsche und trägt so dazu bei, dass die Haare nicht so schnell austrocknen. Hast du trockene Haare, solltest du aber unbedingt darauf achten, regelmäßig eine pflegende Haarkur zu verwenden.
  • Schuppen: Es gibt sowohl trockene als auch fettige Schuppen auf der Kopfhaut. Die Haarpflege mit einer Sauren Rinse kann beide Probleme lösen. Sie gleicht den pH-Wert der Kopfhaut aus und kann so Schuppen vorbeugen und sie wieder loswerden.
  • Haarwuchs: Hast du Haarausfall und willst deinen Haarwuchs wieder anregen, brauchst du vor allem eines: eine gesunde Kopfhaut. Eine Saure Rinse befreit diese von Produktrückständen und befreit so die Poren. Außerdem gleicht sie den pH-Wert aus. All diese Faktoren sind eine sehr gute Voraussetzung für ein gutes Haarwachstum.

Vorteile und Nachteile der Sauren Rinse

Vorteile:

  • Reinigt und entkalkt die Haare
  • Entfernt Produktrückstände und -ablagerungen von der Kopfhaut
  • Schließt die Schuppenschicht der Haare nach dem Waschen
  • Sorgt für mehr Glanz und Geschmeidigkeit
  • Verhindert, dass die Haare weiter austrocknen
  • Ist natürlich und enthält keine synthetischen Inhaltsstoffe
  • Ganz, ganz einfach selber hergestellt werden
  • Ist günstig

Nachteile:

  • Enthält keine pflegenden Inhaltsstoffe
  • Kann geschädigtes Haar nicht reparieren
Frau vor dem Spiegel sprüht in ihre Haare
Das Coronavirus lässt unsere Haare richtig ausfetten. Doch wie können wir unsere Haare pflegen und ausfetten lassen? Wir haben Tipps vom Friseur für euch! Weiterlesen

Anwendung: So verwendest du die Apfelessig-Spülung

  1. Wasche deine Haare wie gewöhnt mit einem Shampoo oder einer Haarseife deiner Wahl und warmem Wasser. Gib das Shampoo dabei nur auf den Haaransatz und massiere es gut ein. Die Längen werden ausgelassen.
  2. Nach dem Ausspülen des Shampoos kannst du die Saure Rinse über das gesamte Haar geben. Sei hierbei nicht geizig mit der DIY Haarspülung.
  3. Lass die Saure Rinse ohne Auswaschen im Haar. Der etwas unangenehme Essiggeruch verschwindet, sobald die Haare trocken sind.

Wie oft darf man eine Saure Rinse machen?

Im Grunde kannst du die Saure Rinse bei jeder Haarwäsche verwenden. Wie oft das ist, hängt ganz von den Bedürfnissen deiner Haare und deinen Gewohnheiten ab. 

Wir empfehlen, die Haare nicht täglich zu waschen. Besser ist es, sie alle zwei bis drei Tage zu waschen. Du kannst mit der Haarwäsche aber auch noch länger warten, wenn du willst.

Saure Rinse versus Haarspülung: Was ist besser?

Im Grunde muss jede und jeder selber entscheiden, welche Haarpflege die Richtige ist – ob Conditioner oder Saure Rinse. Sowohl die Umwelt als auch der Geldbeutel freuen sich aber sicherlich über die natürliche Haarspülung mit Apfelessig, denn sie ist nicht nur günstig, sondern verringert auch den Plastikmüll und verunreinigt nicht die Gewässer.

Der Vorteil einer herkömmlichen Spülung ist: Sie enthält pflegende Wirkstoffe, die das Haar nähren. Die Saure Rinse hingegen hat vorrangig eine reinigende Funktion. In Kombination mit einem pflegenden Öl wie zum Beispiel Arganöl und der regelmäßigen Anwendung einer nährenden Haarkur, ist die Saure Rinse aber eine sehr gute und natürliche Lösung für viele Haarprobleme.

Unsere Erfahrungen: So gut ist die Saure Rinse wirklich

Ich bin schon lange Zeit auf der Suche nach einer natürlichen Haarspülung ohne schädliche Inhaltsstoffe, die meine Haare austrocknen oder beschweren. Gleichzeitig lege ich viel Wert auf Nachhaltigkeit und versuche, den Plastikmüll in meinem Badezimmer so gering wie möglich zu halten. Da liegt die Lösung für all meine Probleme auf der Hand: die Saure Rinse ersetzt von nun an meinen klassischen Conditioner.

Ausgangslage: Meine Haare wurden mehrmals blondiert. Meine Spitzen sind daher relativ trocken. Mein Ansatz hingegen ist sehr fettig und ich habe schon lange Probleme damit, meine fettigen Haare in den Griff zu bekommen. Mal schauen, ob die Saure Rinse das Ganze händeln kann.

Durchführung: Ich bin wirklich begeistert, wie einfach die Herstellung der Sauren Rinse ist. Die Haarspülung mit nur zwei Zutaten ist innerhalb von einer Minute einsatzbereit. Die Anwendung ist auch super unkompliziert. Einfach die Flüssigkeit nach der Haarwäsche über den ganzen Kopf gießen, leicht ausdrücken und nicht mehr auswaschen. Der Essiggeruch ist anfangs etwas unangenehm, verfliegt nach dem Trocknen aber direkt wieder.

Ergebnisse: Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Die Haare lassen sich gut durchkämmen und wirken schon nach der ersten Haarwäsche mit dem Apfelessig etwas glänzender (oder rede ich mir das ein?). Ich verwende die Saure Rinse von nun an bei jeder Haarwäsche, achte aber auch darauf, dass ich mindestens einmal die Woche eine pflegende Haarkur verwende, da die Saure Rinse meine trockenen Spitzen nicht ausreichend pflegt. Nach und nach bekommen meine Haare mehr Glanz, sie sind geschmeidig und auch meine fettige Kopfhaut habe ich bisher sehr gut in den Griff bekommen.

Fazit: Ich kann wirklich jedem empfehlen, die Saure Rinse wenigstens einmal auszuprobieren. Sie ist super easy und günstig und kann ein echter Gamechanger vor allem bei fettigen Haaren sein. Wichtig ist aber, dass die Haare trotzdem mithilfe einer Haarkur genährt werden, denn eine Saure Rinse hat keine intensiv pflegenden Inhaltsstoffe.

Fazit

Sie ist die wohl natürlichste Haarspülung und bringt so einige Vorteile mit sich. Nicht nur deine Haare, sondern auch die Umwelt und dein Geldbeutel profitieren von der Sauren Rinse. Wir haben dir hier verraten, wie du die Sauren Rinse selber herstellen kannst, wie sie wirkt und was du bei der Anwendung beachten solltest.

Verwendete Quellen: oekotest.de

Meghan Markle
Du möchtest deine Haare voluminös und so gestylt haben, wie frisch vom Friseur? Meghan Markles Friseur verrät, wieso du deine Haare zweimal mit Shampoo waschen solltest. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...