Kalter Schweiß – ein Zeichen für Krankheit?

Kalter Schweiß: Was passiert mit meinem Körper?

Kalter Schweiß ist unangenehm und anders als normaler Schweiß. Was sind die Ursachen dafür und was kann ich dagegen unternehmen? 

© iStock Wie gefährlich ist kalter Schweiß für unseren Körper und was sind die Symptome?

Wer kalten Schweiß am Körper spürt, sollte es als ernsthaftes Signal wahrnehmen. In der Regel produziert unser Körper Schweiß, um die eigene Körpertemperatur zu regulieren. Doch warum gibt es Unterschiede zwischen normalem und kalten Schweiß? Wir erklären es euch!

Darum schwitzt unser Körper

Es gibt verschiedene Gründe, warum unser Körper Schweiß absorbiert. Einer ist aber ganz klar: Der Körper produziert Schweiß, um die eigene Temperatur zu regulieren. Doch es gibt noch andere Ursachen dafür:

Sport und Bewegung

Wer sich schnell bewegt und sich anstrengt, hat automatisch eine erhöhte Körpertemperatur. Wenn unser Körper warm wird, kämpft unsere Haut dagegen an und produziert vermehrten Schweiß, um die Körpertemperatur zu regulieren. 

Erhöhte Außentemperatur

Im Sommer schwitzen wir mehr als im Winter. Der Grund dafür ist banal: Durch die erhöhte Außentemperatur im Sommer, arbeitet unser Körper gegen die Hitze an in dem er vermehrten Schweiß produziert, um uns abzukühlen. 

In der Regel ist die Haut dann warm, ein kleiner Feuchtigkeitsfilm bildet sich auf der Haut und verdunstet dann wieder. Durch die Verdunstung, entsteht eine Kälte mit der die Haut dann abgekühlt wird. Wir selber merken diese Kälte im Normalfall nicht. Wenn wir einen Schweißausbruch erleiden, der stressbedingt verursacht wurde, fühlt sich der Schweiß kälter an. Grund dafür ist, dass unsere Körpertemperatur durch den Stress und Adrenalin im Körper, auch abkühlt. In der Regel ist das aber nicht weiter schlimm. 

Wer allerdings feststellt, dass es sich wirklich um kalten Schweiß handelt, der muss wissen, dass die Ursache von Kaltschweiß meist eine Krankheit als Ursache hat. Kaltschweiß wäre in dem Fall nur eines der mehreren Symptome für eine Krankheit. In solchen Fällen ist dann der gesamte Körper vom kalten Schweiß betroffen. Wir erklären euch, welche Krankheiten kalten Schweiß hervorrufen können. 

Diese Krankheiten verursachen kalten Schweiß

Herzinfarkt 

Kalter Schweiß ist eines der Herzinfarkt-Symptome, die ernstgenommen werden müssen. Der Kaltschweiß entsteht, wenn der Körper ein Enge-Gefühl in der Brust spürt. Der Körper wird blass und löst somit panikartige Angst aus. 

Schockreaktion

Bei einem körperlichen oder seelischen Schock, der durch verschiedene Umstände ausgelöst werden kann, produziert der Körper kalten Schweiß. 

Diabetes

Besonders Diabetiker müssen kalten Schweiß als ernstes Signal des Körpers wahrnehmen. Denn sobald der Blutzucker entgleist, der Körper unter einer starken Unterzuckerung leidet, entsteht eiskalter Schweiß auf der Stirn. Meist stellen die Betroffenen auch zusätzlich noch Schwindel und Herzrasen fest. 

Wasser in der Lunge

Wer nicht zuckerkrank ist und dennoch kalten Schweiß auf der Stirn verspürt, der sollte dieses Zeichen unbedingt ernst nehmen. Im schlimmsten Fall ist es ein Zeichen für ein Lungenödems, was eine Wasseransammlung in der Lunge bedeutet.

Menstruation

Vor allem Frauen und jungen Mädchen dürfte das Phänomen bekannt vorkommen. Während der Menstruationsblutung kann es auch zu einem instabilen Kreislauf kommen. Wenn der Kreislauf etwas runter geht, kämpft der Körper mit kalten Schweiß gegen an. Meist sind junge Mädchen im Teenager-Alter davon betroffen. 

Wann muss ich zum Arzt? 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Arzt in jedem der oben genannten Fälle, kontaktiert werden müsste. Wenn der Kreislauf während der Menstruationsblutung etwas labil ist, kann es oft schnell behoben werden. Einfach flach auf den Boden legen und die Beine etwas höher positionieren. Diese Maßnahme dürfte vielen aus dem Erste-Hilfe-Kurs bekannt vorkommen. Wer allerdings unter Diabetes leidet, bereits einen Herzinfarkt hinter sich hat oder schnell in einen Schockzustand verfällt, der sollte in jedem Fall mit seinem Arzt darüber sprechen. Solche Signale des Körpers müssen unbedingt wahrgenommen werden! 

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