Leinsamengel: Richtige Anwendung der Haarpflege

Leinsamengel: Richtige Anwendung der Haarpflege

Das Leinsamengel kann als natürliche Alternative zur Haarpflege verwendet werden. Wie du das Leinsamengel selber herstellen kannst und wieso das für deine Haare gut ist, erfährst du hier. 

Leinsamengel
© iStock
Weißt du welche positive Wirkung ein selbstgemachtes Leinsamengel auf deine Haare hat?

Die Leinsamen können als ein alternatives Haar-Styling und Haarpflegeprodukt verwendet werden. Wie die richtige Anwendung des Leinsamengel funktioniert, welche Zutaten du für das Rezept benötigst und wieso es so gut für die Haare ist, erklären wir dir im Folgenden. 

Die Leinsamen sind reich an Nährstoffen, die wir nicht nur durch leckere Speisen zu uns nehmen können. Die Leinsamen haben eine pflegende Wirkung auf unsere Haare. Was das Haargel aus Leinsamen so besonders macht? Die kleinen Samen quellen schnell im Wasser auf und besitzen viele Schleimstoffe. Diese Konsistenz erinnert an ein Haargel. Doch im Gegensatz zum Haargel aus der Tube hat das selbstgemachte Leinsamengel als Haarpflegeprodukt viele Vorteile, die du unbedingt für deine Haare nutzen solltest. 

Darum ist Leinsamengel als Haarkur gut für deine Haare

  • Leinsamen sind feuchtigkeitsspendend
  • Sie sind reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren
  • Leinsamen sind vollständig biologisch abbaubar
  • Leinsamen sind günstig
  • Leinsamen lassen sich schnell und problemlos verarbeiten
  • Das selbstgemachte Leinsamengel ist frei von Duftstoffen und synthetischen Polymeren
  • Geben Locken mehr Definition und Halt
  • Haben also keine bedenklichen Zusatzstoffe wie Parabene, Sulfate und Silikone

Leinsamengel für die Haare: Warum soll es gut sein?

Das Leinsamengel pflegt die Haare und frischt sie durch die selbstgemachte Haarkur auf. Vor allem eignet sich das Gel für Locken, die davon am meisten profitieren. Die Locken wirken definierter und haben mehr Halt. Außerdem ist das Naturprodukt reich an B-Vitaminen, die nicht nur durch das Essen zu uns genommen werden sollten. Denn unsere Haare benötigen auch wichtige Vitamine, um gesund glänzen zu können. Die gelartige Konsistenz der Leinsamen hat genau die Nährstoffe, die wir einfach ins Haar kneten können, ohne dabei bedenken zu haben

Leinsamengel selber machen: Die Zutaten für das Rezept 

Um das wertvolle Leinsamengel selber herzustellen benötigst du folgende Zutaten: 

  1. 30 g ganze Leinsamen 
  2. 250 ml Wasser
  3. ein feines Küchensieb
  4. Topf 
  5. optional: ätherische Öle wie Lavendelöl oder Aloe Vera 

Das Rezept für Leinsamengel

  1. Die Leinsamen werden mit dem Wasser zusammen in einen Topf gegeben.
  2. Bei starker Hitze aufkochen und anschließend etwas herunter drehen.
  3. Die Mischung sollte etwa vier Minuten köcheln, bis eine gelartige Konsistenz entsteht. Das Rühren nicht vergessen! 
  4. Anschließend das Sieb schnappen und die dickflüssige Mischung durch das Sieb drücken. Das Sieb wird über eine Schüssel gehalten, damit das Gel direkt dort aufgefangen wird. 
  5. Um möglichst viel Flüssigkeit aus den Leinsamen durch das Sieb zu drücken, empfehlen wir einen Löffel. 
  6. Die Konsistenz sollte ähnlich sein wie Eiweiß. 
  7. Nun das Leinsamengel in ein verschließbares Glas abfühlen und auskühlen lassen. 
  8. Das Leinsamengel sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Da das Leinsamengel völlig geruchsneutral ist, kannst du gerne ein bis zwei Tropfen eines ätherischen Öles hinzugucken. Das hat nicht nur eine zusätzlich positive Auswirkung auf deine Haarpflege, sondern riecht auch sehr angenehm in deinen Haaren. Ätherische Öle wie Lavendelöl wirken nicht nur auf der Haut! Alternativ kannst du auch pflanzliche Öle oder ein wenig vom Aloe Vera Gel hinzugeben. Zitronensaft ist auch zu empfehlen! 

Wie lange ist das Leinsamengel haltbar?

Das Leinsamengel hält sich etwa ein bis zwei Wochen, wenn du es im Kühlschrank aufbewahrst. Du kannst das Gel auch ganz einfach in einem Eiswürfelbehälter aufteilen. Eine Portion reicht je nach Haarlänge und Bedarf vollkommen aus. So ist das Leinsamengel tiefgefroren auch länger haltbar. 

Richtige Anwendung der Haarkur aus Leinsamengel

Das Leinsamengel eignet sich für alle Haartypen. Locken, glatte Haare, trockene Haare, feine Haare: Jede Struktur profitiert von dem nährstoffreichen Leinsamengel. Du kannst das Leinsamengel nach der Haarwäsche einfach im feuchten Haar verteilen. Welche Menge des Leinsamengels du benötigst, hängt von deiner Haarlänge und Struktur ab. Wenn deine Haare sehr trocken sind, solltest du ein wenig mehr von dem Haargel verwenden. Anfangs ist es ein wenig ungewohnt, schau also, wie sich die Konsistenz auf deine Haare auswirkt und wie viel du vom Leinsamengel benötigst.  Das Gel lässt du einfach einwirken, ohne deine Haare danach auswaschen zu müssen. 

  1. Leinsamengel in die Haare kneten und gleichmäßig verteilen
  2. Haare durchkämmen. 
  3. Haare vollständig trocknen, kein Auswaschen nötig. 

Leinsamengel ist nur für Locken gut, stimmt das?

Für glatte Haare eignet sich das Leinsamengel genauso gut wie für lockiges oder welliges Haar. Wenn du dünne Haare hast, solltest du das Gel als Leinsamenspülung verwenden. Lass es am besten nachts als Haarkur einwirken und wasche es am nächsten Morgen vor der Haarwäsche mit lauwarmen Wasser aus. Deine Haare werden glatt und glänzen gesund. Trockene Spitzen waren gestern!

Zu viel Leinsamengel in den Haaren: Was tun?

Du hast ein wenig zu viel vom Leinsamengel in deine Haare gegeben und deine Haare haben sich etwas verhärtet beim Trocknen? Das ist kein Problem. Versuche, deine Haare vorsichtig durchzukämmen, auch wenn sie etwas steif wirken. Deine Haare profitieren von dem Leinsamengel, das du wie eine Haarkur mit einer Extra-Portion Feuchtigkeit versorgst. Wenn es für dich zu viel Leinsamengel in den Haaren ist, kannst du auch mit etwas Haaröl oder Pflanzenöl wie Olivenöl nachhelfen. Gebe einfach ein bis zwei Tropfen des Öls in deine Hand und massiere das Öl gleichmäßig in deine Haarspitzen ein. So wird das Gel etwas sanfter auf deinen Haaren und verhärtet nicht mehr so schnell. Ganz nebenbei bekommen deine Haare einen besonderen Glanz durch das Öl. 

Leinsamengel pflegt nicht nur die Haare schön

Das Leinsamengel hat durch seine Inhaltsstoffe natürlich nicht nur einen positiven Effekt auf die Haare. 

Als Gesichtsmaske verwenden: Die feuchtigkeitsspendenen Eigenschaften tun deiner Haut sehr gut. Lasse die Gesichtsmaske etwa 15 Minuten einwirken und spüle sie mit warmen Wasser ab. 

Das Gel hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden: Die im Leinsamengel enthaltenen Schleimstoffe haben eine heilende Wirkung, die deiner Verdauung helfen. Das Gel kann über den Tag verteilt getrunken werden und hilft besonders gut gegen Durchfall und Verstopfungen. Achte nur unbedingt dabei, dass du ausreichend Wasser trinkst. 

Leinsamengel ist ein veganer Eiweiß-Ersatz: In der Küche kannst du das Leinsamengel ganz einfach als Eiweiß-Ersatz verwenden. Durch den Handmixer kannst du es ähnlich wie das Eiweiß einfach auf höchster Stufe schaumig schlagen, bis eine feste Masse entsteht. 

Du möchtest mehr über Haare und die richtige Haarpflege wissen? Wir verraten dir wann du deine Haarbürste reinigen solltest, welche Eigenschaften das Olivenöl für die Haare hat und was du gegen juckende Kopfhaut unternehmen kannst. 

Verwendete Quellen: lockenpflege.de, praxisvita.de

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