Handmassage: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Handmassage: Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung schenkst du Entspannung

Eine Handmassage ist das beste Mittel zur Entspannung. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären wir dir, was eine gute Handmassage ausmacht und auf welche Punkte du besonders achten solltest.

Eine Handmassage ist Wellness pur. Besonders nach einem langen Arbeitstag gibt es nichts Schöneres, als von deinem Schatz eine wohltuende Handmassage zu bekommen. Sie löst Verspannungen, lindert Schmerzen und die sanften Berührungen stärken die Bindung zu deinem Partner oder deiner Partnerin. Damit du von nun an den Gefallen erwidern kannst und weißt, wie du am besten die Hände deines Gegenübers verwöhnst, geben wir dir hier eine sechsteilige Anleitung für eine wohltuende, luxuriöse Handmassage. Lege schonmal Massageöl und Handcreme bereit, jetzt wird massiert!

Das Ziel einer Handmassage

Unsere Hände sind tagtäglich im Einsatz und bekommen nur selten eine Pause. Deshalb ist eine regelmäßige Massage dieses Körperteils wichtig für unsere Flexibilität, unser allgemeines Wohlbefinden und unser Mindset. Die Handmassage ist ein traditionsreiches Wellnesskonzept, das auf Grundlage einer fachkundigen Anleitung deine ganzheitliche Vitalität fördern kann. Sie soll dabei helfen, die strapazierte Hand zur Ruhe kommen zu lassen und dortige Disharmonien zu beheben.

Sogar andere Körperteile profitieren von der Handmassage: Das liegt an den reflexogenen Zonen, die sich durch die Hände ziehen. Bei Stimulation von bestimmten Reflexzonen werden über die Leitbahnen auch Körperregionen angesprochen, die sich eigentlich ganz woanders befinden, aber über das Meridiansystem mit den Reizpunkten an der Hautoberfläche verbunden sind. Eine Handmassage wirkt sich also positiv auf den ganzen Körper aus.

Eine Handmassage kann bewirken, dass:

  • Verkrampfungen der überlasteten Muskulatur und Sehnen aufgehoben werden
  • Sich Kopfschmerzen lösen
  • Die Mobilität ausgebaut wird
  • Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich verschwinden
  • Die innere Gelassenheit zunimmt
  • Die Durchblutung angeregt wird

Handmassage: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor du mit der Handmassage beginnst, solltest du für ein angenehmes Ambiente sorgen. Dimme das Licht, zünde schöne Kerzen an und sorge für entspannende Hintergrundmusik. Wähle nun für deine Handmassage ein Massageöl aus, das gut duftet. Wärme ein paar Tropfen in deinen Handflächen auf und nimm eine gemütliche Position ein. Eine Handmassage sollte für den optimalen Erholungs-Effekt nicht unter Zeitdruck stattfinden! Wenn du und dein Gegenüber bereit für die Massage seid, kannst du mit dem ersten Schritt starten.

Schritt 1: Hand ausstreichen

Nimm die Hände deines Partners oder deiner Partnerin in die Hand und fahr mit deinen Fingern über seine oder ihre Haut. Bekomme ein Gefühl dafür, wie sich die Hand anfühlt! Streiche dann mit leichten Berührungen über die Handfläche. Massiert wird immer ruhig und langsam, damit maximale Entspannung entsteht. In diesem ersten Schritt hältst du mit einer Hand die zu massierende Hand deines Gegenübers, mit der anderen führst du streichende Bewegungen aus. Fange bei den Fingerspitzen an und streiche mit leichtem Druck bis hin zum Handgelenk. Das Ausstreichen kannst du so lange wiederholen, bis sowohl dem Handrücken als auch der Handinnenfläche ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt wurde und die gesamte Hand "ausgestrichen" ist.

Schritt 2: Finger massieren

Im zweiten Schritt widmest du dich den einzelnen Fingern. Nutze zum Massieren deinen Daumen, während deine restlichen Finger den zu massierenden Finger halten. Arbeite dich langsam und mit kreisenden Bewegungen von der Fingerkuppe bis zum Fingergrundgelenk vor.

Schritt 3: Finger dehnen

Jetzt sollten Muskeln und Gelenke aufgelockert sein und du kannst dich auf das Dehnen der Finger konzentrieren. Lege dafür die zu massierende Hand locker auf deiner Stützhand ab. Umfasse einen Finger und streiche ihn vom Grundgelenk bis zur Fingerspitze aus. Dehne jeden der zehn Finger mit dieser Technik. Als kleines Extra kannst du die Finger auch leicht rotieren lassen und jeweils zwei Finger überkreuzen, bis dein Gegenüber ein Ziehen spürt, um Gelenke, Muskeln und Sehnen noch mehr zu mobilisieren.

Darf es etwas erotischer sein? Dann solltest du mal bei der Lingam-Massage vorbeischauen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Schritt 4: Handrücken ausstreichen

Umfasse nun mit beiden Händen die Hand deines Partners oder deiner Partnerin und fokussiere deine Massage auf die Gelenkzwischenräume des Handrückens. Kreise mit beiden Daumen zunächst über das Gelenk und streiche dann die Zwischenräume nach oben hin aus.

Schritt 5: Handinnenflächen massieren

Auch die Handinnenfläche darf bei einer Handmassage nicht zu kurz kommen! Massiere im fünften Schritt mit deinem Daumen die Handinnenfläche für etwa eine Minute. Setze hierbei entweder auf kreisende Bewegungen oder auf eine Druckpunktstimulation, indem du sanft für einige Sekunden in die Handinnenfläche drückst.

Schritt 6: Hand ausstreichen

Die Handmassage endet im letzten Schritt genau so, wie sie angefangen hat: Indem du die Hand deines Gegenübers ausstreichst. Du wiederholst also Schritt 1 und streichst die Hand dreimal von den Fingerspitzen, über die Handfläche, bis zum Handgelenk aus. Schließe die Handmassage mit einer pflegenden Handcreme ab, die du behutsam auf der Haut deines Gegenübers verteilst.

Das sind die Reflexpunkte bei einer Handmassage

Wie oben beschrieben, kann laut der Reflexzonentherapie die entspannende Wirkung einer Handmassage auch auf andere Körperbereiche ausstrahlen. Bei der Berührung von bestimmten Reflexpunkten in den Händen werden also Nervenimpulse ausgelöst, die auf andere Körperteile wie den Kopf oder den Nacken einen schmerzlösenden Effekt haben. Obwohl eine professionelle Massage der Reflexzonen immer von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten durchgeführt werden sollte, darfst du dir bei deiner nächsten Handmassage besonders viel Zeit für fünf bestimmte Punkte, die sogenannten Reflexpunkte nehmen.

Das sind die wichtigsten Verbindungen zwischen Reflexzonen der Hand und anderen Körperbereichen und Organen:

  • Handballen + Magen
  • Fingerkuppen + Kopf
  • Obere Handinnenfläche + Brust
  • Bereich zwischen dem ersten und zweiten Knöchel + Hals
  • Bereich zwischen dem zweiten und dritten Fingerknöchel + Augen und Ohren

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Verwendete Quellen: weleda.de, praxisvita.de, wellnessinperfektion.de

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