Klitorismassage: So funktioniert die orgasmische Meditation

Klitorismassage: So funktioniert die orgasmische Meditation

Nicht immer gewinnt der Schnellste das Rennen. Bei der Klitorismassage zum Beispiel kommt es auf langsame und sanfte Bewegungen an, um ans Ziel zu kommen. Wie sie funktioniert, erfährst du hier.

Schneller, fester, wilder – oft dreht es sich beim Sex alles darum, wie es noch härter geht. Doch bei dieser Methode geht es um Entspannung und Verbundenheit zwischen beiden Partnern oder Partnerinnen. Was es genau mit der sanften Klitorismassage zu tun hat und wie sie sogar meditativ sein kann, erfährst du hier.

Das hat es mit der orgasmischen Meditation auf sich

Die Klitoris zählt zu den empfindsamsten Punkten des weiblichen Körpers. Mehr als 8.000 Nervenenden finden hier zusammen und machen die Klitoris zum Zentrum der weiblichen Lust. Berührungen an dieser Stelle können 1.000 Feuer in ihr entfachen. Doch nur, wenn man(n) es richtig anstellt. Dabei ist schneller, fester, wilder nicht immer gleich besser.

In ihrem Buch "Sanfte Klitorismassage – Orgasmische Meditation“ erklärt die Autorin Yella Cremer in einer Kurzanleitung, wie Frauen mit der richtigen Technik bei der Klitorismassage in ihre Lust eintauchen können. Wir haben uns mal angeschaut, wie die orgasmische Meditation (kurz OM) genau funktioniert und was sie wirklich bringt.

Diesen Effekt hat die Klitorismassage

Bei der Klitorismassage geht es nicht unbedingt darum, dass sie am Ende in Geschlechtsverkehr endet. Sie ist eine Möglichkeit, eine stärkere Verbindung zwischen den Partnern bzw. Partnerinnen aufzubauen und die weibliche Lust neu zu erkunden. Natürlich kann sie auch als Vorspiel eingesetzt werden – muss sie aber nicht.

Mindestens 15 Minuten lang dreht sich während der Klitorismassage alles um die Frau. Die Massage des empfindsamsten Punktes, der Klitoris, soll ihr Entspannung schenken und ihr helfen, loszulassen und den Kopf auszuschalten. 

Sie kann ihren Körper und ihre Lust neu kennenlernen und erlebt ein Gefühl, dass sie so vielleicht noch nicht kannte. So können sogar tief verankerte Emotionen gelöst werden und auch das Vertrauen in den Partner oder die Partnerin wird gestärkt. Das Ziel einer orgasmischen Meditation ist nicht unbedingt der Orgasmus. Er kann aber eine schöne Begleiterscheinung der Massage sein.

Und auch auf den Partner oder die Partnerin hat die OM eine tolle Wirkung. Er (bzw. sie) lernt den Körper der Frau besser kennen und nimmt das Geschenk ihres Vertrauens an. Außerdem ist der Leistungsdruck nicht so hoch wie beim Sex, sodass die orgasmische Meditation auf für ihn (oder sie) entspannend sein kann.

So funktioniert die sanfte Klitorismassage

Die orgasmische Meditation von Yella Cremer hat eine genaue Struktur. Sie soll für mindestens 10 Massagen genau nach Anleitung angewendet werden, ehe Variationen erlaubt sind. Für eine genaue Kurzanleitung und Tipps kannst du dir hier ihr Buch kaufen: Yella Cremer: Sanfte Klitorismassage – Orgasmische Meditation 🛒

Wir verraten dir, wie du die Massage der Klitoris mit deinem Partner oder deiner Partnerin noch angehen kannst:

  • Sucht euch einen Platz für die Massage aus. Das sollte aber nicht das Bett sein. Mit Decken und Kissen könnt ihr es euch überall in der Wohnung bequem machen.
  • Sorgt für eine entspannende Stimmung. Macht Kerzen an, dimmt das Licht, sorgt dafür, dass euch keine Störgeräusche unterbrechen.
  • Die Frau legt sich nun gemütlich auf den Rücken, die Beine fallen locker nach außen. Sie hat nun einzig und allein die Aufgabe, sich zu entspannen und sich auf die Berührungen des Partners oder der Partnerin zu konzentrieren.
  • Der Mann (oder die Frau) trägt nun etwas Gleitgel auf die gewaschenen Finger auf. Die rechte Hand liegt unter dem Po der Frau, der Daumen ruht dabei auf dem Eingang der Vagina, dringt aber nicht ein.
  • Mit der linken Hand legt er (oder sie) nun die Klitoris frei. Dafür die Haube der Klitoris mit dem linken Daumen und Mittelfinger auseinanderziehen.
  • Mit dem linken Zeigefinger kleine Striche auf und ab auf der Klitoris zeichnen. Dabei aber nie den Kontakt zum Kitzler verlieren. Dabei wird kein starker Druck ausgeübt, die Bemühungen sind leicht und sanft wie ein Schmetterling. Die Geschwindigkeit ist langsam und bestimmt. Das Tempo variiert nicht zu stark, sondern bleibt eher monoton.
  • Nach einer Weile kann der Finger auch vorsichtig gekreist werden. Wichtig ist aber, dass eine Bewegung für eine längere Zeit durchgeführt wird und der Rhythmus und die Geschwindigkeit nicht zu stark variiert. Auch der Druck sollte sich nicht erhöhen. Die Berührungen bleiben sanft und zart.
  • Fühlt sich etwas für sie besonders gut an, kann sie das kommunizieren. Ab dann nichts mehr an der Technik verändern, sondern genauso weiter machen.
  • Praktiziert die orgasmische Meditation mehrmals. Mit der Zeit werdet ihr merken, dass sie immer leichter entspannen und loslassen kann und dass sich eure Verbindung und euer Vertrauen zueinander intensiviert.

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Verwendete Quellen: Yella Cremer: Sanfte Klitorismassage Kurzanleitung

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