Gymondo: Das Workout für Zuhause im Test

Fit werden, egal wo man gerade ist: Das soll mit Gymondo funktionieren. Die Sport-Website, die seit Januar 2013 online gegangen ist und laut eigener Aussage Deutschlands führendes Fitness-Portal ist, bietet für jeden das passende Workout. 

Dabei kommt es nur darauf an, dass man entweder Tablet, Laptop oder Computer in der Nähe hat und schon kann man loslegen. Bei Gymondo kommen Anfänger und fortgeschrittene Sportler mit diversen Workouts auf ihre Kosten und können aus unterschiedlichsten Fitnessprogrammen wählen. Wir haben Gymondo auf Herz und Nieren geprüft und auch das neue Dance Worx Programm ausprobiert und verraten euch hier unser Testergebnis.

© iStock Gymondo ist ein Workout, das jeder überall machen kann

Was ist Gymondo?

Es gibt Freunde des Workouts im Wohnzimmer und es gibt die Feinde, die lieber an der frischen Luft oder im Fitnessstudio trainieren gehen. Gymondo möchte jetzt Freunden noch mehr Möglichkeiten für das Training zuhause bieten und den Feinden das Workout daheim näher bringen – quasi ein Fitnesstudio in den eigenen vier Wänden. Denn auf Gymondo.de wird, dank der großen Bandbreite an Übungsvideos und Intensitätslevels, für jeden etwas geboten, vom Anfänger bis zum Profi. Wir haben Gymondo einem Test unterzogen und finden: Eine Mitgliedschaft lohnt sich – wenn ihr gewisse Dinge beachtet.

Gymondo bei iTunes

Die Fitness-App Gymondo ist nun mit mehr als zahlreichen Fitnessprogrammen und über 270 Workout-Videos im iTunes-Store für Apple TV erhältlich. Die App steht als Download bereit und ermöglicht das Fitnesstraining im Großformat in HD-Qualität.

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Gymondo Dance Worx Erfahrungen

Für Spaß beim Training ist bei Gymondo gesorgt. Im Sommer 2014 startete das Fitness-Portal mit dem sogenannten "Dance Worx"-Programm ein Workout, bei dem Tanzfans auf ihre Kosten kommen. In zwei Wochen werden einem hier Basics aus verschiedenen Tanzstilen nahegelegt. Die Workouts sind in der ersten Woche recht kurz (ca. 20 Minuten pro Tanzeinheit), in der zweiten Woche muss dann schon mal für knapp 40 Minuten getanzt werden.

Während sich die Übungen aus den normalen Sport-Programmen auf Gymondo recht leicht nachmachen lassen, braucht es für das "Dance Worx"-Programm Platz, Rhythmusgefühl und eine gewisse Vorerfahrung, da die Coaches die Übungen doch recht schnell erklären und durchführen. Besonders Spaß machten die Tanzeinheiten, bei denen Elemente aus Ballett und Jazz-Dance vorkamen. Die Hintergrundmusik ist Geschmackssache und passte beim Hip Hop-Workout nicht optimal.

Das Cool Down ist meist innerhalb von einer Minute erledigt, man sollte sich also am besten individuell nach dem Workout ausdehnen. Unserer Meinung nach ist das "Dance Worx"-Programm ein nettes Feature für Zwischendurch, kann aber auch schnell frustrierend werden, wenn Schrittfolgen zu schnell ausgeführt oder unreichend erklärt werden. Vorerfahrung ist hier definitiv von Vorteil!

 

© Gymondo

Gymondo Booty Camp

Neben dem Dance Worx Programm und vielen weiteren Workout Möglichkeiten zum Muskelaufbau bietet Gymondo jetzt das Booty Camp an. Mit einfachen Übungen soll man einen "brasilianischen" Po und schlanke Oberschenkel bekommen. Wir zeigen euch hier schon mal drei der Übungen, die Booty Camp Trainer Dennis Langer als Garant für eine festen Po sieht. Ganz ohne Geräte und überall ausführbar. Los geht's!

Auf dem Bild seht ihr die drei Übungen, um die es geht: Erst Lunges, dann Squats und unten Superman.

 

© Gymondo Lunges, Squats und der Superman sollen zum festen Po verhelfen.

Und so gehen die einzelnen Übungen: Lunges sind quasi große Ausfallschritte. Ihr stellt euch in Schrittstellung auf, wobei beide Fußspitzen nach vorne zeigen. Achtet darauf, dass euer Oberkörper aufrecht ist. Nun beugt die Beine so lange, bis der vordere Oberschenkel sich praktisch parallel zum Boden befindet. Das vordere Knie bleibt, sollte dabei über der Ferse verharren. Achtet darauf, euren Rücken langzuhalten, so dass über den ganzen Bewegungsablauf euer Körpergewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt wird. Während des Senkens einatmen und beim Wiederaufrichten ausatmen.

Squats: Sind im grundsätzlich gute alte Kniebeugen. Achtet darauf, dass eure Füße 20-30 Grad-Winkel nach außen zeigen und stellt euch gerade hin. Bauchmuskeln anspannen und beim den Po wie beim Setzen rausschieben. Je tiefer ihr geht, desto effektiver sind die Squats. Wichtig: Achtet darauf, dass eure Kniegelenke in die gleiche Richtung wie eure Fußspitzen zeigen.

Superman: Sieht leichter aus als es ist. Für den Superman legt ihr euch flach auf den Boden und euer Kopf blickt in Richtung Matte. Jetzt spannt ihr Po und Bauch an und hebt die Knie. Haltet eure Knie für ein paar Sekunden in der Luft und senkt sie dann wieder.

Das sind nur drei Übungen aus dem Gymondo Booty Camp, die euch einen Knackpo verschaffen sollen. Auch hier gilt, dran bleiben.

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Doch Gymondo bietet noch mehr Sportprogramme...

Trainingsprogramm auf Gymondo auswählen

Auf Gymondo kann der Anwender zwischen vorgefertigten Trainingsprogrammen, die über mehrere Wochen gehen, und einzelnen Workout-Videos wählen. Bei den Trainingsprogrammen können die Ziele (zum Beispiel "Abnehmen", "Muskelaufbau") und der eigene Fitnesszustand eingegeben werden, um so das richtige Programm zu finden. In unserem Test haben wir und für das 6-wöchige Programm"Extreme" entschieden, bei der wöchentlich vier Trainingseinheiten anstehen und dass sich für Fortgeschrittene anbietet, die einen guten Fitnesszustand haben.

Gymondo Training im Test

Die erste Woche verlief angenehm: Sonntags die erste Einheit für nur 15 Minuten. Core-Training stand auf dem Programm. Das heißt jede Menge Crunches und Sit-up-Variationen mit Promi-Trainer Steven. Bei jedem Training wird außerdem eine Challenge eingeworfen, bei der man in 60 Sekunden das Maximum aus sich herausholen soll. Dabei kann es sich um Burpees, Squats, Lunges, Planks oder Sit-ups handeln. Gleich nach Ablauf der 60 Sekunden poppt im Video ein Fenster auf, in dem man die erreichte Anzahl der Wiederholungen eintippt. Das Ergebnis wird im eigenen Fitnessprofil gespeichert.

Der zweite Tag war Ruhetag. An den Ruhetagen soll man sich laut Fitnessprofil wiegen und das aktuelle Gewicht eintragen. Diese Funktion ist zwar ein nettes Feature, allerdings erschließt sich der Sinn und Zweck nicht ganz. Schließlich baut man während des Trainings Muskelmasse auf und legt damit auch an Gewicht zu. Erste Erfolge machen sich deshalb sicherlich nicht bereits nach einem oder zwei Trainings auf der Waage bemerkbar. Logischer wäre es, mit einem Maßband zu arbeiten um so die Trainingserfolge anhand der schwindenden Zentimeter sehen zu können.

 

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Am dritten Tag stand wieder ein Training mit Steven an. Diesmal ging es darum, in 20 Minuten durch kurze Pausen und häufige Wiederholungen der Übungen an die Grenzen zu gelangen. Das Workout bestehend aus Sprüngen, Burpees und Side-Planks hatte es in sich - das zeigte auch die hohe Pulsfrequenz gegen Ende des Trainings.

Am vierten Tag war wieder ein Ruhetag angesagt. Charlotte Andreae, Geschäftsführerin von Gymondo, sagte uns, dass es wichtig sei, sich während eines Programmes an die vorgegebenen Workouts und Ruhephasen zu halten. Die Programme seien von Experten so entwickelt worden, dass die Workouts aufeinander aufbauen und der Körper die benötigten Ruhepausen bekomme. Allerdings gibt es die Möglichkeit, vom Programm in den Menüpunkt "Workouts" zu wechseln. Dort kann man trotzdem jedes in der Datenbank hinterlegte Workout auswählen und durchführen. Nötig ist es zumindest beim Programm "Extreme" nicht, da man hier am Ruhetag deutlich das Workout vom Vortag spürt.

Am fünften Tag stand ein Intervall-Training mit Dany an. Sprünge und Kicks in 3er-Sets mit nur kurzen Pausen mussten durchgeführt werden. Auch hier kam man binnen kürzester Zeit ordentlich ins Schwitzen.

 

© iStock

Tag sechs war wieder Ruhetag und Tag sieben stand ein erneutes Training an. Um zu sehen, was Gymondo macht, wenn man mal ein Training ausfallen lässt, ließen wir es ausfallen und siehe da: Am nächsten Tag stand vor dem verpassten Workout ein trauriges Smiley mit dem Hinweis, dass man sein Workout verpasst habe. Es ist allerdings immer möglich, ein verpasstes Training nachzuholen. 

Vorteile von Gymondo

Praktisch ist bei Gymondo, dass man schon bevor man sich für ein Programm entscheidet, den genauen Zeitplan anschauen kann und eine kurze Beschreibung der jeweiligen Workouts geliefert bekommt. So kann man von vorne rein entscheiden, ob das Programm in den eigenen Terminkalender passt, oder ob man sich eher für ein Programm entscheiden sollte, das weniger zeitintensiv ist. Denn manche Programme laufen nur über drei Wochen mit jeweils zwei Trainingseinheiten pro Woche. Und wem das eine zu große Verpflichtung ist, der wählt sich nach Belieben einfach das passende Workout für den Tag aus. Die Fitnessprogramme kann man filtern und dabei Dauer, Schwierigkeitsgrad, Trainer oder die Körperregion auswählen, die trainiert werden soll. Zusätzlich kann man sich über Gymondo Tipps für die eigene Ernährung einholen und sogar einen Ernährungsplan online zusammenstellen. Auch die Kündigung des Fitness-Abos ist unkompliziert.

Was kostet die Mitgliedschaft bei Gymondo?

Doch was kostet der Spaß? Gymondo hat drei unterschiedliche Abo-Pakete, aus denen ihr euren Favoriten wählen könnt. Die Kündigung ist super easy, da ihr kein extra Anschreiben losschicken müsst und euer Abo einfach fix online auf der Website beenden könnt. Besser gehts nichts!

Diese Fitness-Pakete gibt es:

  1. 12 Monate für 6,99 Euro pro Monat - also 89,99 Euro jährlich.
  2. 6 Monate für 9,99 Euro pro Monat - also 59,99 Euro halbjährlich.
  3. 3 Monate 12,99 Euro - also 38,99 Euro quartalsweise.

Wer seine großes Ziel der perfekte Traumfigur erreichen möchte, sollte sich für ein jährliches Abonnement entscheiden, sichtbare Veränderungen am Body erreicht man bereits mit einem halbjährigen Abo und wer lieber flexibel bleiben oder Gymondo erst einmal ausgiebig testen mag, sollte sich für ein Abo für 3 Monate entscheiden – und kann dieses dann anschließend verlängern oder die Kündigung veranlassen. Wir finden, dass 

© iStock

Lohnt sich das Training mit Gymondo?

Gymondo arbeitet mit kompetenten Fitnesstrainern, Physiotherapeuten und Promi-Trainern, die das Training verständlich und motivierend gestalten. Der Trainer hat in jedem Video zwei Sportler, die ihn unterstützen. Jeder der drei Sportler führt die gezeigten Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen durch. So kann man auch daheim vor dem PC die Variante auswählen, die für einen selbst am machbarsten ist. Es werden auch Yoga-Videos angeboten und spezielle Rücken-Workouts. Für die Bikini-Saison stehen Trainings zur Verfügung und in naher Zukunft sollen laut Charlotte Andreae ein Dance-Workout und HIIT (High Intensity Intervall Training) dazukommen.

Für wen eignet sich Gymondo?

Unsere Erfahrungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Wir finden, dass sich eine Mitgliedschaft bei Gymondo für diejenigen lohnt, die zuhause auch mal rumhüpfen können, ohne dass sich der Nachbar gestört fühlt, die genügend Platz für die Workouts haben und die neue Impulse für ihr Training bekommen wollen – und vor allem kein großer Fan vom Fitnessstudio sind. Der Preis von 6,99 Euro im Monat ist mehr als fair, da man sein eigenes Fitnessprogramm nach seiner Registrierung online kinderleicht zusammenstellen kann. Allerdings darf man nicht erwarten, alleine durch das Training schlank zu werden. Eine gesunde Ernährung ist die halbe Miete. Doch auch da greift Gymondo einem mit einem tollen Ernährungsplan unter die Arme, sodass dem Traumbody eigentlich nichts mehr im Wege steht!

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