Allantoin: Diese Wirkung hat der Inhaltsstoff in deiner Kosmetik

Allantoin: Diese Wirkung hat der Inhaltsstoff in deiner Kosmetik

Allantoin befindet sich in einigen Hautpflege- oder Arzneimitteln und sorgt vor allem für eine glatte und reine Haut. Wir erzählen dir, was das Wundermittel alles kann!

Du hast noch nie von Allantoin gehört? Dabei wird es mit Sicherheit in einem deiner Arznei- oder Hautpflegemitteln enthalten sein. Vor allem in Wundsalben oder Hautcremes wird es gerne verwendet, da der Inhaltsstoff natürlich im Körper vorkommt und viele positive Eigenschaften enthält. Wir erzählen dir, was Allantoin alles kann!

Was ist Allantoin?

Allantoin kommt natürlich in pflanzlichen und tierischen Organismen vor, ganz besonders in Säugetieren. Andere Bezeichnungen für Allantoin sind auch Glyoxylsäurediureid, 5-Ureidohydantoin oder N-(2,5-Dioxo-4-imidazolidinyl)-Harnstoff. Findest du diese Begriffe auf deinen Kosmetika, kommt laut INCI Allantoin drinnen vor. Allantoin wird durch den Abbau von Harnsäure gebildet und ist ein Stoffwechselprodukt des Eiweißstoffwechsels. In Pflanzen ist Allantoin vor allem dafür verantwortlich, das Wachstum anzuregen. Auch wenn es in vielen Pflanzen und Lebensmitteln vorkommt, wie

  • Beinwell
  • Rosskastanie
  • Ahorn
  • Blumenkohl
  • grünen Bohnen
  • Reis
  • Sojakeimlingen oder Weizenkeimlingen

wird es meist künstlich hergestellt. Das hat auch einen guten Grund: Denn synthetisch hergestellt lässt sich das Risiko auf allergische Reaktionen vor allem in der Hautpflege mindern.

Allantoin gilt als gute Alternative zu Harnstoff (Urea), hat dabei jedoch eine etwas geringere feuchtigkeitsbindende Wirkung als Harnstoff.

Welche Wirkung hat Allantoin?

  • Der Wirkstoff Allantoin unterstützt den Heilungsprozess deiner Haut.
  • Allantoin ist hautberuhigend.
  • Allantoin macht deine Haut glatt und weich.
  • Die Zellteilung kann durch Allantoin angeregt werden.

Durch diese Wirkung eignet es sich hervorragend dafür, in Wundheilsalben oder Hautcremes eingesetzt zu werden. Allantoin wirkt zusätzlich anti-oxidativ, wodurch es der Hautalterung vorbeugt und sich für Anti-Aging-Produkte und -Cremes eignet.

Allantoin in der Kosmetik

Allantoin wird vor allem in Cremes verwendet, weil es die Haut reiner machen kann und hautglättende Eigenschaften hat. Das liegt daran, dass es die "Epithelbildung" unterstützt. Epithele sind mehrlagige Zellschichten, die unter anderem in den Schweißdrüsen oder in der Haut vorkommen. In den Schweißdrüsen hemmt Allantoin die Schweißproduktion. Deswegen kommt der Wirkstoff auch in Deodorants vor.

In der Epidermis macht Allantoin so die Hornhaut und verhornte Poren weicher, wodurch der Talg besser abfließen kann und Pickel und Mitesser vermindern werden können. Abgestorbene Zellen werden durch die Anwendung mit Allantoin-Produkten schneller entfernt, gleichzeitig wird die Regeneration der Haut angekurbelt. Im Winter spendet der Wirkstoff trockener und rauer Haut bei der Anwendung genügend Feuchtigkeit, die sie durch trockene Heizungsluft und Kälte verloren hat.

Und Allantoin hat noch einen weiteren Vorteil: Denn es hat eine penetrationsfördernde Fähigkeit, andere Wirkstoffe können so tiefer in die Haut eindringen.

Allantoin in der Medizin

Besonders in Wundheilsalben findet man oft Allantoin, denn der Wirkstoff ist nicht nur wundheilungsfördernd, er fördert auch die Bildung neuer Zellen, kann die Hautregeneration ankurbeln und Beschwerden wie Juckreiz und Rötungen lindern. Deshalb kann Allantoin nicht nur bei Wunden, sondern auch gegen Hautausschläge helfen.

Die besten Produkte mit Allantoin

Allantoin wird besonders oft in Cremes, Duschgelen, Sonnencremes, Lotionen, Rasierwasser, Zahncremes, Lippenstiften oder Deos verwendet.

Hat Allantoin Nebenwirkungen?

Die Wirkung von Allantoin ist sehr intensiv. Das ist auch der Grund, warum es in Kosmetika und Arzneimitteln nur in geringsten Dosierungen verwendet wird. Trotz dieser minimalen Dosis kann es natürlich auch zu Unverträglichkeiten kommen. Auch wenn Allantoin sehr hautfreundlich ist, kann es zu einer Überempfindlichkeit, wie Rötungen oder Juckreiz, kommen – dann solltest du den Wirkstoff nicht mehr weiter verwenden.

Allantoin reagiert mit Metallen, die zersetzend auf das Allantoin wirken. Solltest du deine Kosmetika selbst mit dem Wirkstoff anmischen, achte darauf, es nicht in Metallgefäßen aufzubewahren. Was du auch bei der Herstellung von Mitteln und Kosmetika mit Allantoin, zum Beispiel durch echtes Beinwell, beachten solltest, ist, dass es ausschließlich äußerlich angewendet werden sollte. Denn die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können giftig und krebserregend sein!

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Verwendete Quelle: dermasence.de, utopia.de

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