Bergdoktor: Simone Hanselmann - ihre Mutter brachte sie zu Mormonen

"Der Bergdoktor": Simone Hanselmann – ihre Mutter brachte sie zu Mormonen

Schauspielerin Simone Hanselmann (41), die wir aus der beliebten Serie "Der Bergdoktor" kennen, verrät, wie sie früher bei den Mormonen lebte.

Simone Hanselmann
© Getty Images
Schauspielerin Simone Hanselmann lebte zwei Jahre bei den Mormonen.

In "Der Bergdoktor" spielt Schauspielerin Simone Hanselmann die Rolle von Franziska Hochstetter und ist immer gegenüber Dr. Martin Gruber, gespielt von Hans Sigl (51), zu sehen. In einem Interview mit "Bunte" verriet die 41-Jährige nun mehr über eine besondere Kindheitserinnerung. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester lebte sie für zwei Jahre bei den Mormonen.

Simone Hanselmann: Das Leben bei den Mormonen war nicht einfach

Simones Mutter zog mit ihren zwei Töchtern nach Salt Lake City in Utah. Damals hatten sich ihre Eltern getrennt. Die kleine Familie verabschiedete sich von Mülheim an der Ruhr und fand in den USA ihr neues Zuhause. Dabei wohnten sie für zwei Jahre bei den Mormonen, was sich für Simone als eine schwierige Zeit entpuppte.

Mormonen (eine religiöse christliche Glaubensgemeinschaft) befolgen einen speziellen Lebensstil mit genauen Regeln. Dazu zählt unter anderem, dass der Verzehr von Alkohol, Zigaretten, Kaffee oder Tee strengstens untersagt ist. Auch der Sex vor der Ehe ist nicht erlaubt. Mit elf Jahren wurde Simone dort getauft und ist der Kirche beigetreten. Zwei Jahre später zog sie wieder zurück nach Deutschland zu ihrem Vater.

Die Schauspielerin erinnert sich im Interview zurück an diese Phase ihres Lebens:

Ich war dort nicht glücklich, durfte über Monate nicht in die Schule gehen, weil ich keine Papiere hatte. Hatte wenig Kontakt zu Gleichaltrigen.

"Ich brauche keinen strengen Glauben, um mich im Leben zurechtzufinden"

Durch diesen Lebensabschnitt habe Simone gemerkt, wie unterschiedlich die Welt sein kann. Im Interview stellt sie klar, dass sie nichts gegen die Mormonen hat, die Religion für sie persönlich allerdings keine Option wäre.

Die Mormonen sind sehr fleißig und erfolgreich. Aber es ist eine christliche Religion mit strengen moralischen Verboten, wie kein Sex vor der Ehe, kein Alkohol, kein Kaffee, keine Zigaretten. Ich lehne die Religion nicht prinzipiell ab, aber für mich habe ich sie abgelehnt. Ich brauche keinen strengen Glauben, um mich im Leben zurechtzufinden.

Verwendete Quellen: bunte.de

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