Spanking: Was ist das und wie funktioniert der Sextrend?

Spanking: Was ist das und wie funktioniert der Sextrend?

Sich lustvoll den Hintern versohlen – darum geht es beim Spanking. Wir verraten dir, wie der Sextrend funktioniert und wie du ihn sicher praktizierst.

Spanking
© Dainis Graveris on Unsplash
Pain und Pleasure: Der Sextrend Spanking verspricht eine intensive Form der Züchtigung. Wir verraten dir, wie das funktioniert.

"Spanking" bedeutet wortwörtlich übersetzt: "Den Hintern versohlen". Klingt also erst mal nicht unbedingt wie etwas, das wir im Bett erleben möchten – doch mit der richtigen Technik und ein paar Spielregeln kann diese Form der lustvollen Züchtigung echt heiß werden! Wir erklären dir, wie der Sextrend funktioniert.

Weitere Positionen mit Orgasmusgarantie findest du hier: Sexstellungen

Spanking: Wie funktioniert es?

Der Begriff Spanking kommt ursprünglich aus der Welt des BDSM, doch auch wenn du und dein Partner mit sexueller Züchtigung und Bestrafung á la "50 Shades of Grey" gar nichts am Hut haben, könnte es sich lohnen, diese Sexualpraktik einmal auszuprobieren und euer Sexleben damit anzureichern.

Grundsätzlich ist das Ziel des Spankings, mit der Hand oder einem Züchtigungsinstrument einen lustvollen Schmerz zu verursachen und gleichzeitig ein erotisches Machtgefälle zwischen den Partnern zu kreieren. Der gespankte Part ist dabei der passive bzw. devote Part, während der Spanker die dominante Position einnimmt. Beide Positionen haben dabei ihren Anreiz und können dabei helfen, sich gegenseitig während des Vorspiels auf Touren zu bringen. Die Sexualpraktik wird auch oft bei Rollenspielen als Form der sexuellen Bestrafung verwendet.

Tatsächlich lässt sich durch Spanking sogar die Intensität des Orgasmus steigern, da besonders die Schläge auf den Po die Durchblutung anregen und die Züchtigung dadurch die Erregung und Lust steigert.

Bevor du und dein Partner von diesem Sextrend bei eurem Liebesspiel Gebrauch macht, solltet ihr einige Spielregeln beachten.

Spanking: Spielregeln (für Anfänger)

Besonders, wenn beide noch Anfänger in Sachen BDSM und Spanking sind, sollten vorab ein paar Regeln etabliert werden. Denn wenn einer der Partner unangekündigt zum Spanken beginnt, könnte das nicht nur sehr wehtun, sondern auch das ganze Liebesspiel ruinieren.

Hier kommen unsere Tipps für Safe Spanking:

  1. Konsens: Guter Sex ist einvernehmlicher Sex! Wie bei jeder Form von sexueller oder intimer Interaktion zwischen zwei Menschen solltet ihr vorab darüber sprechen, ob ihr beide einverstanden seid, Spanking im Schlafzimmer einzuführen. Da diese Sexpraktik mit – wenn auch lustvollem – Schmerz verbunden ist, ist es besonders wichtig, dass sich beide Parteien damit wohlfühlen.
  2. Codewort: Auch wenn es sich "nur" um ein paar Klapse auf den Hintern handelt, solltet ihr vorab ein Codewort vereinbaren, das signalisiert, dass es einem von euch zu viel wird. Denn beim Sex können die Gefühle und die Lust überkochen und da kann es schon mal passieren, dass man etwas "ausschweift". Daher gilt: Safety First! Ein vereinbartes Wort sorgt dafür, dass sich beide Seiten auch während dem Spanking wohlfühlen. Sobald das Wort fällt, wird das Liebesspiel unterbrochen.
  3. Schmerzgrenze: Bevor es im Bett zur Sache geht, sollten du und dein Partner einmal über eure Schmerzgrenze sprechen, um Verletzungen zu vermeiden. Schmerzempfindlichkeit ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt und auch wenn der Schmerz während dem Sex bzw. dem Vorspiel anders und im Optimalfall besser empfunden wird, sollte vorher klar sein, ob man es grundsätzlich härter oder sanfter mag. Ein Fehlgriff bzw. -Schlag könnte während dem Sex fatal enden.
  4. Einsatzgebiete: Wo soll gespankt werden, wo lieber nicht? Auch das sollte vorab besprochen werden. Der Hintern bietet sich natürlich an und wird deshalb auch meistens gespankt. Das hat seinen Grund: Der Po hat nicht nur genügend Polsterung, um die Schläge abzukönnen, sondern verfügt auch über viele Nervenenden, was ihn besonders sensibel macht. Vor allem bei Frauen ist die Pofalte oft eine besonders erogene Zone. Auch das Verletzungsrisiko ist am Gesäß vergleichsweise gering – so muss nur noch besprochen werden, ob frontal, seitlich oder von unten bzw. oben gespankt werden soll.

Spanking: Welche Hilfsmittel gibt es?

Ein sehr geeignetes Werkzeug für den Sextrend Spanking haben wir stets griffbereit: Natürlich bietet es sich an, das Spanking mit der Hand durchzuführen. Die Handarbeit hat zusätzlich den Vorteil, dass der dominante Part ebenfalls die Schläge zu spüren bekommt.

Wer fortgeschritten oder neugierig ist, kann es auch mit Sexspielzeug oder Züchtigungsinstrumenten versuchen:

  • Peitsche🛒 via eis.de, rund 18 Euro (gibt es in verschiedensten Varianten: mehrsträngig, einsträngig, Flogger, Bull Whip, Striemer, aus Leder, Gummi...)
  • Paddle 🛒 von Funejoy über Amazon, rund 12 Euro
  • Rohrstock🛒 von EDD LOVE-TOYS über Aamazon, rund 11 Euro
  • Rute
  • Gürtel
  • Kochlöffel
  • Tawse🛒 von BuyAndFeelGood über Amazon, rund 40 Euro

Vorsicht: Je härter der verwendete Gegenstand ist, desto krasser wird auch das Spanking-Erlebnis. Wenn ihr von Rute oder Kochlöffel Gebrauch macht, sollten du und dein Partner vorab nochmals die Schmerzgrenzen absprechen. Verletzungen haben beim Liebesspiel nichts verloren! Außerdem sollte die Hand so oder so zum Einsatz kommen – spätestens nach dem Spanking, um die geschlagene Stelle liebevoll zu liebkosen und zu streicheln...

Spanking: Welche Stellungen eignen sich?

Allen voran eignet sich die beliebte Doggy-Stellung wegen der Positionierung der Partner sehr gut, um Coitus und Spanking zu kombinieren. Doch der eigentliche Geschlechtsverkehr und das lustvolle Versohlen des Partners muss keineswegs zeitgleich passieren – es kann auch sehr aufregend sein, das Spanking ins Vorspiel einzubauen und erst danach zur Lieblingsstellung (oder thematisch passend: Reiterstellung) umzusteigen.

Wenn im Vorspiel gespankt wird, empfehlen sich verschiedene Positionen für den passiven Partner:

  • übers Knie gelegt werden
  • vorn übergebeugt stehen
  • auf allen Vieren knien
  • knien und den Oberkörper beispielsweise aufs Bett legen
  • Achtung, Akrobatik: in der Kerze liegen

Natürlich kann der gespankte Part auch einfach auf dem Bett liegen, doch diese Stellung ist vergleichsweise unbequem für diese Sexpraktik.

Das Wichtigste beim Spanking ist, dass sich beide Partner wohlfühlen und sich durch das Machtgefälle keine Missverständnisse oder Probleme in Sachen Wertschätzung in eure (Sex-)Beziehung einschleichen. Hier, wie auch bei allen anderen Liebesthemen gilt: Communication is key 😉

Hier erfährst du noch mehr über heiße Themen wie Blowjob, Pornos für Frauen und Squirten.

Verwendete Quellen: pinterest.de, Instagram.de, amazon.com

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