3. November 2020
Hormonspirale: Anwendung, Wirkung und Nebenwirkung des Verhütungsschirmchens

Hormonspirale: Anwendung, Wirkung und Nebenwirkung des Verhütungsschirmchens

Ihr möchtet euch über die Hormonspirale informieren? Dann seid ihr hier genau richtig. Wir erklären euch alles zur Anwendung, Wirkung und Nebenwirkung des beliebten Verhütungsschirmchens. 

Hormonspirale und Rosen
© iStock
Die Hormonspirale wird auch Verhütungsschirmchen genannt und ist eine beliebte Alternative zur Pille. 

Das richtige Verhütungsmittel zu finden ist gar nicht so einfach. Wichtig ist, dass ihr bei der Wahl die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägt und eine Entscheidung immer für euch persönlich trefft. Jeder Körper ist individuell und reagiert anders! Wir haben hier die Anwendung, Wirkung und die Vor- und Nachteile der Hormonspirale für euch zusammen getragen. So könnt ihr euch informieren und seid für das Gespräch mit eurem Frauenarzt perfekt vorbereitet. 

Hormonspirale: Anwendung und Wirkung der Verhütung

Die Hormonspirale, die wegen ihrer T-Form auch Verhütungsschirmchen genannt wird, wird wie die Kupferspirale in die Gebärmutter eingesetzt und verbleibt dort bis zu 5 Jahre. Statt des Kupferdrahts enthält der kleine Kunststoffkörper jedoch ein Hormondepot in T-Form, über das laufend ein Gestagen direkt in die Gebärmutterschleimhaut abgegeben wird. Der Gestagen-Gehalt ist dabei aber viel geringer als im Vaginalring oder der Pille. Das Hormon verdickt den Schleim am Gebärmutterhals und verhindert so, dass die Spermien durchdringen und eine Eizelle befruchten können. Es wirkt nur lokal und nicht im ganzen Körper. Außerdem unterdrückt es das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, damit eine eventuell doch befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann.

Hormonspirale: Die Vor- und Nachteile 

Die Vorteile der Hormonspirale

  • Das Verhütungsschirmchen ist eine Form der Langzeitverhütung und damit sehr praktisch. Die Jaydess wirkt beispielsweise für bis zu 3 Jahre, die neue Kyleena sogar bis zu 5 Jahre. Einmal eingesetzt hat sich die Frage nach der Verhütungsmethode für mehrere Jahre erledigt.
  • Auch junge Frauen, die noch für einige Zeit nicht schwanger werden wollen, können die Hormonspirale verwenden. Mittlerweile sind sehr kleine Spiralen bzw. Schirmchen auf dem Markt, die mit deutlich weniger Hormonen als ihre Vorgänger auskommen.
  • Bei vielen Frauen wird die Regelblutung schwächer, kürzer und schmerzfrei, bei einigen bleibt sie nach ein paar Monaten sogar ganz aus. Der eigene Zyklus bleibt aber erhalten.
  • Wird die Spirale entnommen, kann man sofort wieder schwanger werden.
  • Die Hormonspirale enthält kein Östrogen, ist also auch für Frauen geeignet, die aus gesundheitlichen Gründen keine Östrogene einnehmen dürfen.
  • Der Gestagen-Gehalt ist viel geringer als beim Verhütungsring oder bei der Pille.

Die Nachteile der Hormonspirale

  • Nebenwirkungen wie Schmier- und Zwischenblutungen oder das ganz ausbleibend der Regel.
  • Spannungsgefühle in der Brust, Migräne, sexuelle Unlust und Stimmungsschwankungen.
  • Keinerlei Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Gerade in der ersten Zeit nach dem Einsetzen kann es zu depressiven Verstimmungen kommen.
  • Die Hormonspirale kann verrutschen und bietet dann keinen Schutz mehr. Daher wird eine halbjährige Ultraschalluntersuchung empfohlen!

Wichtig: Über die möglichen Nebenwirkungen durch die hormonelle Umstellung solltet ihr unbedingt mit eurem Arzt sprechen. Sie können sehr individuell ausfallen!

Kosten: 300-400 Euro plus eventuell Kosten für die halbjährlichen Ultraschalluntersuchungen

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