Zupfmassage: So funktioniert sie gegen Schwangerschaftsstreifen

Zupfmassage: So funktioniert sie gegen Schwangerschaftsstreifen

Die Zupfmassage ist eine beliebte Methode, um Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft vorzubeugen. Wie sie funktioniert und was du darüber wissen solltest, erfährst du hier.

Während einer Schwangerschaft verändert sich so einiges für die Frau. Plötzliche Gelüste, Stimmungsschwankungen, Übelkeit und körperliche Veränderungen sind Dinge, mit denen man sich täglich beschäftigt. Dabei sind die Veränderungen bei jeder Frau anders. Während einige mit mehr Beschwerden zu kämpfen haben, läuft die Schwangerschaft bei anderen viel geschmeidiger. Eine Sache, die jedoch bei allen Frauen während der Schwangerschaft geschieht: Der Bauch wächst. Als Folge davon tauchen bei vielen Frauen Dehnungsstreifen oder die sogenannten Schwangerschaftsstreifen auf. Diese sind nicht nur am Bauch zu sehen, sondern können sich auch an Oberschenkel, Hüfte, Po und Brust bemerkbar machen. Wer mag, der kann sich aber rechtzeitig um die Vorsorge kümmern und mit der sogenannten Zupfmassage die Dehnungsstreifen vorbeugen.

Aber Achtung: Frauen, die ein schwaches Bindegewebe vererbt bekommt haben, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch trotz Vorbeugungsmaßnahmen Schwangerschaftsstreifen bekommen. Dennoch ist es nie verkehrt, während der Schwangerschaft die Durchblutung und die Elastizität der Haut zu fördern. Mit der Zupfmassage kannst du dies erreichen. Für wen die Massage geeignet ist und wie du dabei vorgehst, verraten wir dir hier.

Die Streifen gehören nun mal zur Schwangerschaft vieler Frauen dazu und sind ein wunderschöner Teil dieser Reise. Diese vorzubeugen ist ein individueller Wunsch einer jeden Frau. Dieser Artikel ist ausschließlich für Frauen, die sich mit dem Thema Schwangerschaftsstreifen auseinandersetzen möchten und nach Tipps suchen, die dagegen helfen.

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Für wen und ab wann ist die Zupfmassage geeignet?

Bevor wir dir verraten, wie die Zupfmassage funktioniert, solltest du vorab wissen, für wen die Methode überhaupt geeignet ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es nie verkehrt, vorher mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin zu sprechen und dich von ihr oder ihm beraten zu lassen. Frauen, die nämlich zu vorzeitigen Wehen neigen, sollten viel vorsichtiger mit der Zupfmassage am Bauch, an der Haut und generell am Körper sein, als Schwangere, bei denen dies nicht der Fall ist.

Generell ist eine Zupfmassage aber, wenn sie denn auch richtig und nicht mit zu viel Druck durchgeführt wird, für fast alle schwangeren Frauen geeignet. Jedoch sollte man nicht direkt am Anfang der Schwangerschaft damit beginnen, sondern erst ab dem zweiten Trimester. Ab da kann man diese zweimal am Tag durchführen. Vier Wochen vor dem Stichtag oder dem Geburtstermin sollte man dann mit der Zupfmassage aufhören.

Zupfmassage: Schritt für Schritt Anleitung

Die Zupfmassage an sich ist ganz einfach und dauert auch nur wenige Minuten. Wichtig ist bloß, dass du sanft und vorsichtig an deiner Haut und der jeweiligen Hautpartie vorgehst. Hier kommt eine Schritt für Schritt Anleitung für dich:

Schritt 1 – Einölen:  Schnappe dir ein Schwangerschaftsöl, Massageöl oder ein anderes hochwertiges Öl (Mandel-, Jojoba-, Calendula- oder Weizenkeimöl) und reibe bzw. massiere deinen Babybauch großzügig, aber sanft von außen zum Nabel hin ein. Übrigens: Mit dieser Routine nimmst du dir im Alltag auch bewusst Zeit für dich und dein Baby.

Schritt 2 – Zupfen: Mit deinem Daumen und Zeigefinger nimmst du dir jetzt vorsichtig kleine Hautrollen an deiner Bauchaußenseite und ziehst diese sanft nach oben. So, als würdest du dich vorsichtig kneifen. Der Kniff sollte allerdings nicht wehtun. Wiederhole den Schritt an der nächsten Stelle und arbeite dich so langsam in Richtung Bauchnabel hin. Wichtig: Für den Bereich vom Bauchnabel bis zum Schambein solltest du nicht zupfen. Hier besteht die Gefahr, dass du durch die Massage und das Ziehen der Hautrollen vorzeitige Wehen auslöst. Sei dort also vorsichtig.

Schritt 3 (optional): Im Anschluss der Zupfmassage kannst du ab und zu auch eine weitere Methode anhängen, die die Durchblutung anregt und Schwangerschaftsstreifen vorbeugt: die Bürstenmassage. Dafür benötigst du eine weiche Körperbürste, die du entweder auf der trockenen oder nassen Haut, beim Duschen oder im Bad anwendest. Auch hier bitte nur vorsichtig über die gewünschten Hautpartien wie Bauch, Po, Oberschenkel und Co. bürsten. Hier ist es ebenfalls ratsam, vorher mit deinem Arzt oder Ärztin zu sprechen.

Wie oft sollte ich die Zupfmassage durchführen?

Solange die Zupfmassage vorsichtig und richtig durchgeführt wird, kannst du sie am Tag sogar zweimal mit einem Schwangerschafts- oder Massageöl durchführen. Je nach Belieben kannst du die Anzahl der Massagen aber auch jederzeit reduzieren und diese nur zwei- bis dreimal die Woche durchführen. Aber Vorsicht: Wenn du zu vorzeitigen Wehen neigst, solltest du dich vorab von deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin beraten lassen.

Wir hoffen, dass du bisher eine angenehme Schwangerschaft hattest und diese auch weiterhin so verläuft. Denke immer daran, dass dein Körper ein wunderschönes Geschenk in sich trägt und du in der Lage bist, Magie zu kreieren. Du bist perfekt – mit oder ohne Streifen.

Verwendete Quellen: netmoms.de, familie.de

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