Schwangerschaftsstreifen: 5 Tipps zum Vorbeugen der Dehnungsstreifen

Schwangerschaftsstreifen: 5 Tipps zum Vorbeugen der Dehnungsstreifen

Schwangerschaftsstreifen sind feine Risse in der Haut, die entstehen, wenn das Bindegewebe überdehnt wird. Tipps, wie du diese vorbeugen kannst, bekommst du hier!

Wusstest du, dass fast 90 % der Frauen während ihrer Schwangerschaft Schwangerschaftsstreifen bekommen? Daher haben die Dehnungsstreifen auch ihren Namen. Doch nicht nur am Bauch bekommst du die dünnen, feinen Streifen. Wir erzählen dir, wie du den Schwangerschaftsstreifen vorbeugen kannst und geben dir Tipps.

Was sind Schwangerschaftsstreifen?

Schwangerschaftsstreifen werden auch Dehnungsstreifen (Striae) genannt und das erklärt auch schon ihren Ursprung. Denn Schwangerschaftsstreifen sind feine Risse in der Haut, die bei der Dehnung des Bindegewebes entstehen. Eigentlich ist unser Bindegewebe recht straff; es sorgt dafür, dass unsere Haut elastisch ist. Und das ist während einer Schwangerschaft besonders wichtig! Die Haut muss sich relativ schnell daran gewöhnen, dass sie gedehnt wird – und so kann es auch zu einer Überdehnung kommen, durch die die Risse entstehen. Meist schimmern sie etwas lila oder blau, weil die Blutgefäße durch die Haut durchscheinen.

Dehnungsstreifen können unterschiedlich groß ausfallen, je nachdem, wie stark dein Bindegewebe überdehnt wird und wie groß die Gewichtszunahme ist. Kleine Dehnungsstreifen – oder auch Striae – sind meist nur wenige Zentimeter lang und Millimeter breit und treten oft an der Brust auf, größere Dehnungsstreifen können am Körper viele Zentimeter lang und bis zu zehn Millimeter breit sein. Diese treten vor allen am Unterbauch auf. Dabei können die Schwangerschaftsstreifen aber nicht nur am Bauch entstehen. Auch an Brust, Hüfte, Po oder Oberschenkeln treten sie auf.

Kann jeder Mensch Dehnungsstreifen bekommen?

Ob jemaned zu Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen neigt, hat etwas mit den Genen zu tun. Hast du eine Veranlagung zu elastischem Bindegewebe, kann es gut sein, dass du während einer Schwangerschaft oder bei Gewichtszunahme nur wenige bis gar keine Dehnungsstreifen an deinem Körper haben wirst. Haben deine Gene dir aber ein eher schwaches und anfälliges Bindegewebe gegeben, solltest du am Anfang deiner Schwangerschaft bereits genügend Vorkehrungen treffen, damit die Dehnungsstreifen möglichst schwach ausfallen. 

Solltest du eine Mehrlingsschwangerschaft haben, hast du natürlich eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, Dehnungsstreifen zu bekommen. Der Bauch und die Haut um die Hüfte nehmen hier deutlich schneller an Umfang zu – die Dehnung deiner Haut passiert demnach auch schneller.

Wie können Schwangerschaftsstreifen vorgebeugt werden?

Zuallererst sollte nochmal gesagt werden, dass Schwangerschaftsstreifen sich auch mit der besten Vorbereitung nicht zu 100 % vermeiden lassen. Deine Veranlagung spielt dabei eine große Rolle! Hier kommen fünf Tipps, wie du versuchen kannst, den Dehnungsstreifen vor der Geburt deines Babys vorzubeugen:

1. Gesunde Ernährung

  • Natürlich solltest du dich immer gesund und ausgewogen ernähren. Doch in der Schwangerschaft nimmt deine Ernährung noch eine größere Rolle ein. Nicht nur du profitierst von ihr, sondern auch dein Baby, indem es wichtige Nährstoffe bekommt. 
  • Und auch Dehnungsstreifen lassen sich so vermeiden, da es nicht zu einer übermäßigen Gewichtszunahme während der Schwangerschaft kommt. Natürlich haben schwangere Frauen einen höheren Energiebedarf, doch für zwei Menschen essen müssen sie trotzdem nicht: Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat solltest du etwa 250 Kilokalorien am Tag mehr zu dir nehmen.
  • Besonders die Spurenelemente Kupfer und Mangan sind wichtig für die Elastizität des Gewebes. Vitamin C sorgt für die ausreichende Bildung von Kollagen, was ebenfalls die Elastizität des Bindegewebes unterstützt.
  • Achte darauf, ausreichend zu trinken. Das geht am besten mit Wasser oder Tee; davon etwa zwei bis drei Liter am Tag. So bleibt deine Haut geschmeidig und elastisch und du leitest zudem Schafstoffe aus deinem Körper.

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2. Vitamin E

Viele schwangere Frauen berichten davon, dass Vitamin E zur Vorbeugung von Streifen auf der Haut wirksam ist, da es diese straffer machen soll. Das ist allerdings nicht ausreichend bewiesen, aber schaden kann es trotzdem nicht! Du kannst Vitamin E entweder durch Lebensmittel wie Nüsse, Sonnenblumenkerne, Grünkohl, Sojabohnen und Getreidekeime zu dir nehmen. Es gibt auch spezielle Öle, die Vitamin E enthalten.

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3. Massagen

Eine gut funktionierende Durchblutung wirkt sich positiv auf die Elastizität des Gewebes aus. Und für die Durchblutung förderlich sind neben Wechselduschen vor allem Behandlungen wie Massagen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Massagen, die du während der Schwangerschaft regelmäßig durchführen solltest:

  • Zupfmassage
    Die Zupfmassage ist eine Methode, die die Durchblutung ankurbelt. Öle zuerst deine Haut ein, damit sie genug Feuchtigkeit enthält. Dann klemmst du die Haut an Bauch, Oberschenkeln oder Hüfte zwischen Daumen und Zeigefinger, ziehst sie ein wenig hoch und lässt sie gleich wieder los. Doch Vorsicht: Die Zupfmassage sollte nicht in der Nähe des Schambeins angewendet werden, da sich dort die Gebärmutter befindet. Auch in der letzen Schwangerschaftswoche solltest du von der Massage absehen.
     
  • Ölmassage
    Am angenehmsten für die werdenden Mütter ist die Ölmassage. Sie kann am ganzen Körper angewendet werden – am besten morgens und abends. Dafür wird einfach etwas Öl zwischen den Händen verrieben und die betreffende Körperstelle massiert. Die Durchblutung wird gefördert und das Bindegewebe wird elastischer. Dafür eignet sich zum Beispiel das Bio Mama Schwangerschafts-Pflegeöl von WELEDA für ca. 14 Euro 🛒.

4. Pflege

Damit deine Haut elastisch bleibt, ist es wichtig, sie mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Deshalb solltest du deine Haut nicht nur mit Öl beim Massieren verwöhnen, sondern dich auch täglich eincremen. Gönne deiner Haut also eine tägliche Pflege durch Cremes! So wird sie nicht nur feucht gehalten, sondern durch entsprechende Cremes auch mit Vitaminen versorgt.

5. Ausreichend Bewegung

Auf Sport und Bewegung solltest du auch während der Schwangerschaft nicht verzichten:

  • Dein Kreislauf wird angekurbelt, dein Herz-Kreislauf-System gestärkt.
  • Rückenschmerzen werden vorgebeugt.
  • Bewegung wirkt sich positiv auf deine Stimmung aus.
  • Sport regt die Durchblutung an und stärkt das Bindegewebe.

Wichtig bei Sport in der Schwangerschaft ist, dass du dich nicht verausgabst!

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Verwendete Quellen: hipp.at, pregfit.de

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