Wie viel Schlaf brauche ich? Diese Stundenanzahl pro Nacht ist optimal für deinen Körper

Wie viel Schlaf brauche ich? Diese Stundenanzahl pro Nacht ist optimal für deinen Körper

Ein ausgeruhter und ausgiebiger Schlaf ist sehr wichtig für unseren Körper. Wie viel wir mindestens pro Nacht schlafen sollten, liest du hier.

Wusstest du, dass jeder Mensch etwa ein Drittel seines ganzen Lebens schläft? Tatsächlich spielt die Quantität und die Qualität unseres Schlafes eine große Rolle für unsere Gesundheit. Das hast du sicher auch schonmal bemerkt – nämlich wenn dir Schlaf fehlt. Sind wir unausgeschlafen, fühlen wir uns erschöpft und können uns nur schwer konzentrieren.

Aber wie viel Schlaf braucht der menschliche Körper wirklich? Jeder Mensch benötigt unterschiedlich viel Schlaf und hat einen anderen Schlafrhythmus, doch im Schnitt braucht ein erwachsener Körper immer eine gewisse Stundenanzahl Schlaf pro Nacht, um funktionieren zu können. Denn unter Schlafentzug zu leiden, ist ziemlich unangenehm. Wie viel Schlaf du wirklich jede Nacht brauchst, erfährst du hier.

Hast du Probleme, abends zur Ruhe zu kommen? Mit diesen 5 Tipps schläfst du schneller ein.

Optimale Schlafdauer: So viel Schlaf ist wirklich gesund

Ein ausgeruhter Schlaf ist wichtig für jeden Einzelnen von uns. Viele Menschen mit einem stressigen Alltag oder anderweitig bedingten Schlafstörungen haben Probleme, nachts durchzuschlafen. Das kann verschiedene Gründe haben: Manchmal liegen wir nachts wach und denken über vergangene Situationen oder Probleme nach. Personen, die entweder nicht einschlafen oder nicht durchschlafen können, kommen pro Nacht oft höchstens auf sechs Stunden Schlaf. Betroffene fragen sich dann, ob ihnen regelmäßig Schlaf fehlt und welche Konsequenzen das für ihre Gesundheit haben kann. Aber sind sechs Stunden Schlaf nicht ausreichend, um den nächsten Tag fit und energetisch zu bestreiten?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Ein Forschungsteam fand aber heraus, dass sieben Stunden Schlaf ohne große Schwankungen ideal für sowohl die kognitive Leistungsfähigkeit, das allgemeine Wohlbefinden, als auch die mentale Gesundheit von Menschen mittleren und höheren Alters sind. Diese Angabe hängt stark mit dem Alter, dem Stresspegel im Alltag und weiteren Faktoren zusammen.

Kann man nach zwei Stunden Schlaf aufstehen?

Nach einer durchgefeierten Nacht oder einfach nach einer schlaflosen Nacht des Hin- und Herwälzens, kann es schon mal vorkommen, dass man nur zwei Stunden geschlafen hat. Zwei Stunden Schlaf decken selbstverständlich nicht den Schlafbedarf einer erwachsenen Person.

Wenn dies nur einmalig vorkommt, kann dein Körper den Schlafmangel ausgleichen – passiert es aber öfter, oder befindest du dich in einer Phase der Schlafstörungen, wirst du bald Erschöpfungssymptome wie Unkonzentriertheit oder Gereiztheit spüren. Studien haben gezeigt, dass bei Menschen mit zu wenig Schlaf die Psyche leidet und sie mehr Symptome von Angst und Depression und insgesamt ein geringeres Wohlbefinden aufweisen. Versuche also, den zweistündigen Schlaf in einer der darauffolgenden Nächte auszugleichen. Mehr dazu liest du weiter unten.

Diese Auswirkung hat Schlafmangel auf das Gehirn

Schon lange beschäftigt die Wissenschaft die Frage, welche Auswirkungen Schlafmangel auf das Gehirn von uns Menschen hat. Klar ist, dass zu wenig Schlaf eine Leistungsminderung nach sich zieht. Forscherinnen und Forscher vermuten, dass eine Störung des Slow-Wave-Schlafes, (ein Teil des Tiefschlafs), ein möglicher Grund für die kognitive Leistungsminderung sein kann. Diese Art der Störung wird mit einer Anhäufung von Beta-Amyloid-Molekülen in Verbindung gebracht. Das sind Proteinablagerungen, die auch beispielsweise in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten in großen Verklumpungen zu finden sind. In der Wissenschaft wird vermutet, dass sie zum Absterben von Nervenzellen beitragen.

Das Schlafbedürfnis hängt mit dem Alter zusammen

Wie viel Schlaf du brauchst, steht in enger Verbindung mit deinem Alter. Je älter du wirst, desto weniger Schlaf benötigt dein Körper: Ein 8 Jahre altes Kind sollte länger und tiefer schlafen als eine 70 Jahre alte Person. Wir haben dir hier eine Übersicht zur Schlafdauer erstellt:

1. Babys

Babys und Kleinkinder benötigen etwa 15 Stunden Schlaf. Diese Zahl kann aber stark variieren: Manche brauchen nur 10 Stunden - das ist allerdings das Minimum, da sich das Immunsystem der Kinder hauptsächlich im Schlaf entwickelt.

2. Schulkinder

Schulkinder ab sechs Jahren sollten zwischen 7 und 12 Stunden schlafen. Die meisten Kinder in diesem Alter kommen auf 9 bis 11 Stunden pro Nacht.

3. Jugendliche und Erwachsene

Für junge Erwachsene und Erwachsene gelten etwa 7 bis 9 Stunden als optimal, alles zwischen 6 und 10 Stunden ist aber noch eine normale Schlafdauer.

4. Senioren

Senioren brauchen am wenigsten Schlaf pro Nacht: Sie sollten auf ca. 7 bis 8 Stunden kommen, um ausgeruht aufzustehen.

So lernst du dein Schlafbedürfnis kennen

Das Schlafbedürfnis ist, abgesehen von den allgemeinen altersabhängigen Empfehlungen, individuell. Um dein persönliches Schlafbedürfnis besser zu verstehen, können Ferien oder Urlaub eine gute Hilfe sein. Wenn du keine Verpflichtungen wie Arbeit oder Schule hast und am Abend immer zur gleichen Zeit ins Bett gehst, ohne für den nächsten Tag einen Wecker zu stellen, lernst du deine Schlafgewohnheiten erst richtig kennen. Dadurch findest du schließlich heraus, wann dich deine innere Uhr weckt und nach wie viel Stunden Schlaf du dich ausgeschlafen fühlst. Wenn du dein individuelles Schlafpensum ermittelt hast, solltest du dich auch nach dem Urlaub unter der Woche danach richten.

So kannst du fehlenden Schlaf nachholen

Wir haben gute Nachrichten für dich: Wenn es mal wieder mit dem Schlaf nicht so geklappt hat, wie es sich dein Körper wünscht, lässt sich der fehlende Schlaf auch nachholen. Das beweist eine Studie des amerikanischen Schlafforschers David F. Dinges: Wenn du nach mehreren kurzen Nächten hintereinander einmal richtig ausschläft, gewinnst du beinahe deine ganze Kraft zurück. Richtig fit bist du dann wieder, wenn du mehrere Tage im normalen Rhythmus geschlafen und deine Schlafdauer nachgeholt hast.

Diese Tipps steigern deine Schlafqualität

Doch nicht nur die Quantität, also die Dauer deines Schlafes, sondern auch die Qualität ist entscheidend. Denn es kann vorkommen, dass du viel schläfst – aber eben nicht gut. Wenn die Qualität deines Schlafes nicht stimmt, fühlst du dich auch nicht ausgeruht. Um die eigene Schlafqualität zu verbessern, kannst du einige hilfreiche Tricks anwenden.

Natürlich steigert es deine Schlafqualität, wenn du so entspannt und schmerzfrei wie möglich schläfst. Wichtig ist, dass du die richtige Matratze für deine individuelle Schlafposition findest. Lasse dich hierzu gerne im Betten- oder Möbelhaus beraten. Außerdem kann die richtige Kissen- und Deckenkombination einen großen Unterschied ausmachen. Dein Kopf sollte nicht abgeknickt liegen.

Eine weitere Idee wäre es, in eine professionelle Schlafberatung zu investieren. Darin erfährst du alle Infos über deinen Schlaf, die du für eine gute Schlafqualität brauchst. Du lernst deine verschiedenen Schlafphasen (zum Beispiel wann deine Tiefschlafphase beginnt) kennen und kannst so deinen Schlafrhythmus besser einordnen. Natürlich ist es ebenso essenziell für eine hohe Schlafqualität, dass du nachts nicht von Geräuschen wie Schnarchen oder anderweitigem Lärm geweckt wirst. Stelle also vor dem Einschlafen sicher, dass ggf. Partnerinnen oder Partner Rücksicht nehmen und zum Beispiel auch deine Fenster geschlossen sind, damit dein Schlafbedarf gedeckt wird. Wir wünschen dir eine gute Nacht!

Auch das könnte dir gefallen:

Verwendete Quellen: derschlafraum.de, tk.de, apotheken-umschau.de

Was tun gegen Schnarchen?
Knapp jeder Zweite schnarcht im Schlaf. Das kann nicht nur für Betroffene, sondern auch für Partner zur Belastung werden. Wir verraten dir die häufigsten Ursachen und was du gegen das lästige Schnarchen tun kannst. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...