Wie lange müssen Kartoffeln kochen: Anleitung und Tipps

Wie lange müssen Kartoffeln kochen: Anleitung und Tipps zum Garen der Knolle

Kartoffeln zählen zu den beliebtesten Lebensmitteln in Deutschland. Wir verraten dir, wie lange sie gekocht werden müssen und worauf du achten solltest.

Wir alle lieben Kartoffeln – ob in Form von Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree. Die leckere Knolle muss allerdings bei jedem noch so einfachen Rezept immer gekocht werden, bevor sie zum Verzehr geeignet ist und ihren leckeren Geschmack entfaltet. Aber lässt du das Wurzelgemüse zu lange im Kochtopf, wird die Kartoffel zerkocht. Genauso ärgerlich ist es, wenn du die Kartoffeln aus dem Wasser holst – sie aber noch viel zu fest sind, um sie zu essen. Wie lange müssen Kartoffeln also im kochenden Wasser verweilen, um optimal durchgekocht und essbar zu sein? Was hat die Schale für einen Einfluss auf die Kochzeit und welchen Unterschied machen die einzelnen Kartoffelsorten? Wir klären hier alle Mythen zum Thema Kartoffeln kochen auf.

Kartoffeln kochen: So lange braucht jede Sorte im Wasser

Dass Kartoffeln als Lebensmittel in der deutschen Küche derart beliebt sind, ist kein Wunder. Schließlich sind die gelben Knollen reich an Kohlenhydraten, Eiweiß, Kalium, Magnesium und Eisen. Sie bestehen zu 80 Prozent aus Wasser und sind dadurch kalorienarm. Außerdem sind sie dank hunderter kreativer Rezepte unglaublich wandelbar: Sie schmecken in Gratins und Salaten genauso gut wie in Form von Pommes Frites.

Allerdings sollte beim Kauf von Kartoffeln beachtet werden, welches Kartoffelgericht du mit ihnen zubereiten willst. Jede Kartoffelsorte ist für ein bestimmtes Gericht besser geeignet. Außerdem kommt es auch darauf an, wo du die Kartoffeln kochst. Hier findest du einen Überblick über die Garzeit von Kartoffeln, abhängig von ihrem Kochort:

  • In Wasser kochen: 25-30 Minuten (Ganze Kartoffeln setzt du normalerweise in kaltem, leicht gesalzenem Wasser auf und kochst sie bei mittlerer bis niedriger Hitze mit einem Deckel für etwa 25-30 Minuten)
  • Schnellkochtopf: 13-15 Minuten
  • Dampfgarer: 20 Minuten
  • Ofen: 40-45 Minuten
  • Pfanne: 10-15 Minuten (Kartoffeln geschnitten oder geraspelt)

Der Hauptunterschied in der Kochzeit besteht aber in der Kartoffelsorte. So müssen festkochende Kartoffeln, vorwiegend festkochende Kartoffeln oder mehlig kochende Kartoffeln verschieden lange im Salzwasser garen. Wir haben dir auch hier einen Überblick für ihre Zubereitung zusammengestellt.

Festkochende Kartoffeln: Diese Sorte weist eine feste Struktur auf. Das führt dazu, dass ihre Form beim Kochen erhalten bleibt. Sie zerfallen nicht, sondern bleiben auch nach dem Kochen fest. Diese Sorte eignet sich am besten für Bratkartoffeln, Kartoffelgratin, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Kartoffelsalat. Normalgroße, festkochende Kartoffeln müssen in etwa 20-25 Minuten kochen, bis sie gar sind.

Vorwiegend festkochend: Kartoffeln der Sorte vorwiegend festkochend bekommen beim Kochen eine mittlere Festigkeit. Du solltest sie benutzen, wenn du Wedges oder Ofenkartoffeln machen möchtest. Sie benötigen im kochenden Wasser in etwa 20 Minuten.

Mehlig kochend: Anders sieht es bei mehlig kochenden Kartoffeln aus: Sie haben einen höheren Stärke-Anteil und zerfallen beim Kochen. Beim Kochen von mehlig kochende Kartoffeln kannst du deshalb von ein paar Minuten weniger Garzeit ausgehen als bei festkochenden Kartoffeln. Meist ist diese Sorte nach etwa 15-20 Minuten fertig.

Süßkartoffeln: Auch Süßkartoffeln werden immer beliebter – entweder genießen wir die orangen Kartoffeln alleine oder integrieren sie in ein Gericht. Ihre Kochdauer hängt hauptsächlich von ihrer Größe ab. Während große Süßkartoffeln ungefähr 30-40 Minuten brauchen, bis sie gut schmecken, kannst du durch das Halbieren, Vierteln oder Achteln der Kartoffeln die Garzeit auf ca. 10-20 Minuten verkürzen.

Übrigens: Die Schale spielt beim Kochen von Kartoffeln ebenfalls eine Rolle. Kartoffeln mit Schale brauchen ca. 3-4 Minuten länger im Kochwasser.

Wie lange sollten Kartoffeln für einen Kartoffelsalat gekocht werden?

Kartoffelsalat essen wir nicht nur gerne an Heiligabend, sondern er stellt auch zum Beispiel zum Grillen eine tolle Beilage dar. Für die Zubereitung von Kartoffelsalat eignen sich festkochende Kartoffeln am besten. Sie schaffen im cremigen Salat den perfekten Kontrast zwischen hart und weich.

Wie lange sollten Kartoffeln für Bratkartoffeln gekocht werden?

Wenn du eher Lust auf krosse Bratkartoffeln hast, sind festkochende Kartoffeln ebenfalls die richtige Wahl, die innerhalb von 20-25 Minuten fertig sind. Der Grund ist ähnlich: Bratkartoffeln sollen eine schöne Konsistenz haben und in der Pfanne nicht zerfallen.

So stellst du sicher, dass die Kartoffeln gar sind

Oft stehen wir beim Kochen von Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln vor folgendem Problem: Wir wissen nicht, wie wir herausfinden können, ob sie gar sind oder noch eine Weile im Wasser kochen müssen. Da hilft die Garprobe! Stich mit einem Messer oder mit einer Gabel in eine Kartoffeln. Wenn sie vom Besteck herunterfällt, ist sie gar. In dem Fall kannst du das Kartoffelwasser abgießen.

Darum solltest du Kartoffeln in Salzwasser kochen

Kartoffeln können als Hauptgericht oder Beilage genutzt werden – oft sind sie wichtige Geschmacksträger für das Gericht. Das liegt vor allem am Salz, in das wir die Kartoffeln beim Kochen tränken. Das ist auch ratsam, da der Eigengeschmack von Kartoffeln sonst recht fad ist. Salz unterstreicht den Geschmack der Knolle wunderbar!

Rechne daher zum richtigen Würzen mit etwa einem Teelöffel Salz pro Kilo Kartoffeln. Im Anschluss kannst du das Wasser abschmecken und gegebenenfalls nachsalzen. Da Kartoffeln viel Salz "schlucken", kann das Wasser ruhig ordentlich salzig schmecken, damit eine ausreichende Menge einzieht.

Aus diesem Grund solltest du gekochte Kartoffeln nicht wieder aufwärmen

Bestimmt hast du diese Warnung auch schon einmal gehört: Wärme Gemüse, vor allem Kartoffeln, nicht wieder auf. Dies hängt mit ihrem Nitratgehalt zusammen: Denn bei längerem Warmhalten oder beim erneuten Erwärmen von Kartoffeln können Bakterien Nitrat in Nitrit umwandeln. Aus Nitrit können sich in Verbindung mit Amiden theoretisch krebserregende Nitrosamine bilden. Verzichte deshalb lieber darauf, deine Kartoffeln nochmal aufzuwärmen oder erneut zu kochen.

Entgegen dem allgemeinen Glauben, rohe Kartoffeln seien giftig, kannst du Kartoffeln allerdings durchaus in halb-rohem Zustand essen. Solange die Kartoffeln nicht vollständig roh sind, hat sich das giftige Solanin schon in halb durchgegarten Kartoffeln in so hohem Maße abgebaut, dass du keine Bedenken beim Essen haben musst. Einziger Nachteil: Sie schmecken dann nicht so lecker!

Wie lange kann man gekochte Kartoffeln aufbewahren?

Bei der Aufbewahrung und Lagerung von gekochten Kartoffeln solltest du als allererstes darauf achten, dass sie trocken sind. Dabei ist es unerheblich, ob du sie mit oder ohne Schale gekocht hast. Trockne sie nach dem Garen am besten direkt mit einem Tuch ab, da das Kondenswasser dazu führt, dass die Kartoffeln schlecht werden. Hast du sie dann gekühlt und getrocknet gelagert, halten sich die Knollen meist für 3-4 Tage.

So kochst du Kartoffeln in der Mikrowelle

Du kannst deine Kartoffeln ganz klassisch in einem Topf kochen. Möchtest du Wasser sparen, ist die Mikrowelle aber auch eine Ausweichmöglichkeit, um deine Knollen zu garen: Gib für diesen Trick die gewaschenen bzw. geschälten Kartoffeln tropfnass in eine Schüssel, die in die Mikrowelle darf und bedecke sie mit einem weiteren Teller oder einem Deckel. Dann garst du deine Kartoffeln bei 700 Watt für ungefähr 10-12 Minuten in der Mikrowelle. Das Kochen ohne Topf spart also auch noch Zeit!

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Verwendete Quellen: daskochrezept.de, maggi.de, knorr.com

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