Psychologie: 5 Anzeichen, dass du dir zu viele Sorgen machst

Psychologie: 5 Anzeichen, dass du dir zu viele Sorgen machst

Könnte es sein, dass du dir wegen Kleinigkeiten den Kopf zerbrichst und dir viel zu schnell über alles Sorgen machst? Hier kommen fünf Anzeichen, die dafür sprechen.

Es gibt Menschen, die machen sich Sorgen, wenn es Sinn macht und dann gibt es Menschen, die sich ohne Grund und über jede Kleinigkeit den Kopf zerbrechen und alles doppelt und dreifach überdenken. Tritt dies ab und zu auf, ist dies auch vollkommen in Ordnung. Problematisch wird es eher, wenn es immer öfter oder schon fast täglich vorkommt. Dann könnte es tatsächlich sein, dass du an einer Angststörung leidest. Wie du herausfindest, ob du dir zu viele Sorgen machst, erkennst du an diesen fünf Anzeichen.

1. Du machst dir oft Sorgen über Dinge, die du nicht kontrollieren kannst

Das Gefühl zu haben, dass man die Kontrolle verliert, kann ganz schön beängstigend sein. Doch manche Dinge sind einfach nicht in deiner Hand und du wirst sie auch nicht ändern können, egal wie sehr du es dir wünschst. Es macht also wenig Sinn, sich über Dinge wie die Zeit, das Wetter, Veränderungen und Co. den Kopf zu zerbrechen. Wenn du dich trotzdem dabei erwischst, dann ist es ein Anzeichen dafür, dass du dir zu viele Sorgen machst.

2. Du erinnerst dich immer und immer wieder an peinliche Momente und fühlst dich schlecht

Fehler und peinliche Momente gehören nun mal zum Leben dazu und geben uns in der Zukunft eigentlich immer einen Grund zum Lachen. Doch wenn du dich an peinliche Situationen erinnerst und dich auch noch nach Monaten oder Jahren über Fehler sorgst und dich schlecht fühlst, ist es ein eindeutiges Indiz dafür, dass du zu viel nachdenkst und Dinge nicht einfach loslassen kannst.

3. Wenn sich jemand unhöflich oder gemein dir gegenüber verhält, geht dir das tagelang nicht aus dem Kopf

Ein Fremder auf der Straße hat einen blöden Kommentar dir gegenüber gesagt oder dein Chef hatte an einem Tag mal schlechte Laune und hat sich auf eine Art und Weise verhalten, die dir nicht gefallen hat? Klar können solche Situationen unangenehm sein und die Stimmung runterziehen. Doch wenn du auch noch nach einer Woche oder sogar einem Monat daran festhängst und dich so etwas traurig macht, dann machst du dir auf jeden Fall zu viele Sorgen.

4. Du lebst in der Vergangenheit oder hast Angst vor der Zukunft, anstatt dich auf die Gegenwart zu konzentrieren

Dich beschäftigt die Vergangenheit noch sehr und/oder der Gedanke an die Zukunft bereitet dir Angst? Dann müssen wir dir leider sagen, dass auch dies ein Hinweis darauf ist, dass du zu viel nachdenkst. Die Vergangenheit und die Zukunft sind nämlich ebenfalls Dinge, die nicht in deiner Kontrolle sind. Konzentriere dich vielmehr auf die Zeit, in der du jetzt bist und genieße die Gegenwart.

5. Du interpretierst und analysierst Dinge oft zu sehr, obwohl sie gar nicht so gemeint waren

Hast du die Angewohnheit, jeden Satz, jede Konversation, jede Körperhaltung und Mimik doppelt und dreifach zu analysieren? Dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass du Dinge hineininterpretierst, die eigentlich gar nicht stimmen. Es kann sogar gut sein, dass dein Gegenüber sich nicht mal an gewisse Situationen erinnert, du aber so fest an sie hältst und dir eine eigene Geschichte ausmalst, sodass du im schlimmsten Fall mega besorgt und traurig bist.

Generalisierte Angststörung erkennen

Es ist nichts verkehrt daran, sich Sorgen zu machen. Doch je öfter die Sorgen ohne großen Grund und vor allem wegen Kleinigkeiten auftauchen, solltest du dir ernste Gedanken machen. Dies könnten erste Anzeichen von Angstzuständen sein, die mit einer schweren mentalen oder körperlichen Krankheit enden könnten. Hier spricht man dann von einer generalisierten Angststörung.

Hier sind einige Symptome, die auf Angststörungen hindeuten. Tauchen mindestens vier dieser Anzeichen für mindestens sechs Monate oder länger im Bezug auf alltägliche Situationen und Ereignisse auf, ist laut GQ die Rede von einer generalisierten Angststörung:

  • Vegetative Symptome zum Beispiel Schwitzen, Herzrasen oder beschleunigte Atmung, Schwindelgefühle, Mundtrockenheit, Zittern
  • Symptome in Brust oder Bauch wie Atembeschwerden, Beklemmung, Schmerzen, Übelkeit oder Kribbeln im Magen
  • Psychische Symptome wie Schwindel, Unsicherheit und Benommenheit, Angst vor Kontrollverlust oder Angst zu sterben
  • Allgemeine Symptome wie zum Beispiel Hitzewallungen oder Kälteschauer oder Gefühllosigkeit
  • Anspannungssymptome, darunter Muskelverspannung, Ruhelosigkeit, Unfähigkeit zu entspannen, Nervosität, Kloßgefühl im Hals oder Schluckbeschwerden
  • Unspezifische Symptome wie erhöhte Schreckhaftigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Leere im Kopf, anhaltende Reizbarkeit, Schlafstörungen

Angststörung: Das kannst du dagegen tun

Panikattacken und Angstzustände verschwinden meist nicht über Nacht. Vor allem nicht, wenn das beklemmende Gefühl oft auftaucht und den Alltag beeinflusst. Hier sind einige Dinge, die dir dabei helfen können, die Angststörungen richtig anzugehen und zu reduzieren:

  • Sport
  • ausgewogene Ernährung
  • genügend Schlaf
  • Meditation
  • Zeit in der Natur
  • Journaling
  • mit einer Vertrauensperson reden
  • mit einem Psychologen oder einer Psychologin sprechen

Wie auch immer es dir geht, du musst wissen, dass du nicht alleine bist. Bei Notfällen kannst du dich auch bei der Deutschen Telefonsorge melden:

  • 0800/111 0 111
  • 0800/111 0 222
  • 116 123

Du kannst dich aber auch schriftlich bei ihnen unter online.telefonseelsorge.de melden, wenn dir das Sprechen am Telefon schwerfällt.

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Verwendete Quellen: schoen-klinik.de, gq-magazin.de

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