Periode verspätet: 7 Gründe, an denen es liegen kann

Periode verspätet: 7 Gründe, an denen es liegen kann

Deine Periode ist verspätet? Keine Panik. Das bedeutet nicht gleich, dass du schwanger bist. Sieben Gründe, an denen es liegen kann, verraten wir dir hier.

Fast jede Frau kennt diesen Schockmoment, wenn die Periode verspätet ist. Bin ich etwa ungeplant schwanger? Doch bevor du jetzt in Panik verfällst und in Gedanken schon überlegst, wie du das Ganze dem Daddy to be erklären sollst, nimm dir einen Moment. Denn oft ist es einfach nur so, dass die Menstruation einige Tage auf sich warten lässt. Unser Menstruationszyklus folgt nämlich keinem strikten Terminkalender, jeder Monat kann unterschiedlich sein und die Blutungen können mal länger und mal kürzer als sonst ausfallen. Die Gründe dafür sind ganz verschieden. Die wichtigsten Ursachen für eine verspätete Periode erklären wir dir weiter unten.

Ab wann spricht man von einer verspäteten Periode?

Der weibliche Zyklus ist so ein Mysterium für sich. Den einen Monat wird man von der Periode mit einem Blutfleck im Höschen überrascht, in einem anderen Monat lässt die Blutung ewig auf sich warten und sorgt in dieser Zeit schon für nasse Hände und Stresszustände. Doch das ist ganz normal, denn der Zyklus wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst

Verändert sich der Hormonhaushalt, hat das auch einen Einfluss auf den Zyklus. Dieser dauert im Schnitt 28 Tage, kann sich aber auch in einer Range zwischen 21 und 35 Tagen bewegen. Gerade mal 30 Prozent der Frauen haben einen relativ konstanten Zyklus von 28 Tagen. Von einer verspäteten Periode spricht man übrigens ab fünf Tagen nach errechnetem Beginn der Menstruation. Doch keine Sorge. Nur weil deine Tage zu spät kommen, heißt das nicht gleich, dass du schwanger bist. Die Verzögerung kann mehrere Gründe haben.

7 Gründe: Darum könnte deine Periode verspätet sein

Unser Zyklus wird vor allem von den Hormonen in unserem Körper beeinflusst. Genau genommen von den wichtigsten weiblichen Sexualhormonen Östrogen und Progesteron. Herrscht im Körper ein hormonelles Ungleichgewicht, kann das auch einen Einfluss auf den Zyklus und somit auf die Periode haben. Die häufigsten Ursachen dafür verraten wir dir nun.

1. Hormonelle Verhütungsmittel

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder die Hormonspirale haben einen Einfluss auf die Gebärmutterschleimhaut und machen diese in der Regel dünner. Während der Periode wird die Schleimhaut aus der Gebärmutter ausgestoßen und es kommt zu den Blutungen. Durch die hormonelle Verhütung fällt diese aber dünner aus, was auch die Periode in vielen Fällen leichter macht. Es kann aber auch passieren, dass die Menstruation komplett ausbleibt.

Ein besonderer Fall ist übrigens die Pille danach. Da durch die Einnahme der Pille danach der Eisprung um einige Tage nach hinten verschoben wird, kann auch die Periode bis zu einer Woche später als ursprünglich geplant kommen.

2. Stress

Chronischer und extremer Stress haben einen immensen Einfluss auf unseren Körper und den Hormonhaushalt. In besonders starken Fällen kann Stress sogar den Schlaf stören, für Haarausfall sorgen oder die Periode verzögern. Da jede Person anders auf Stress reagiert, lässt sich aber nur schwer sagen, welche Menge an Stress zu viel bzw. übermäßig ist.

Bist du gestresst, erhöht sich im Körper das Hormon Cortisol, auch Stresshormon genannt. Für dessen Produktion wird wiederum das Hormon Progesteron benötigt. Dieses Sexualhormon bereitet den Körper auf die Befruchtung vor und sinkt in der Regel wieder kurz vor der Periode ab, wenn es nicht zur Befruchtung gekommen ist. Bist du besonders gestresst, kann es also sein, dass sich der Stress auch unmittelbar auf deinen Menstruationszyklus auswirkt und unter Umständen sogar die Periode verzögert oder ganz ausbleiben lässt.

3. Gewichtsveränderungen

Extreme Gewichtsschwankungen können ebenfalls die Periode verzögern. Starkes Übergewicht und starkes Untergewicht können einen Einfluss auf das Hormongleichgewicht nehmen, da auch das Fettgewebe eine Rolle bei der Produktion von Hormonen spielt. Hast du vor Kurzem viel Gewicht zu- oder abgenommen, kann es sein, dass sich deine Periode verspätet.

4. Leistungssport

Leistungs- und Extremsport verlangen dem Körper viel ab. Dieser versucht, alle Energiereserven zusammenzunehmen, um mit der hohen Belastung der Trainingseinheiten klar zu kommen. Das wiederum kann den Körper dazu bringen, die Eizellenproduktion auszusetzen oder zu verzögern, damit eine anstrengende Schwangerschaft vermieden wird. So stellt der Körper von alleine sicher, dass er weiterhin genug Energie für die kräftezehrenden Sporteinheiten hat. Das wiederum kann auch die Periode verzögern oder zum Ausbleiben der Blutungen führen.

5. Medikamente

Die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Psychopharmaka oder Antibiotika können sich auf den Zyklus der Frau und die Periode auswirken, da sie ein hormonelles Ungleichgewicht hervorrufen können. Vor der Einnahme dieser Medikamente solltest du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über die möglichen Nebenwirkungen sprechen. Beim Ausbleiben der Blutung solltest du noch mal den Arzt oder die Ärztin aufsuchen und das Ganze abklären.

6. Krankheit

Krankheiten können ebenfalls Einfluss auf den Zyklus und die Menstruation der Frau nehmen. Bei Problemen mit der Schilddrüse (Überfunktion oder Unterfunktion) ist der Hormonhaushalt möglicherweise aus dem Gleichgewicht, was wiederum die Periode verzögern kann.

Auch bei anderen Erkrankungen wie Grippe, Corona etc. kann es sein, dass deine Periode zu spät kommt. Der Körper konzentriert sich in dieser Zeit auf die Erholung und benötigt dafür alle Energiereserven zur Bekämpfung der Krankheit. Das schlägt sich unter Umständen auch auf den Menstruationszyklus nieder.

7. PCOS

Das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist eine Erkrankung bei Frauen, die einen unregelmäßigen Menstruationszyklus zur Folge haben kann. Dabei bilden sich Zysten an den Eierstöcken, die den Eisprung verzögern oder ganz aussetzen lassen können. Das führt dazu, dass die Periode sich verspätet oder ganz aussetzt. Weitere Symptome von PCOS sind:

  • Gewichtszunahme
  • Akne
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Übermäßiger Haarwuchs oder Haarverlust

Hast du die Vermutung, dass du unter dem PCOS leidest, solltest du deinen Frauenarzt oder deine Frauenärztin aufsuchen und dich untersuchen lassen. Mit Medikamenten ist die Krankheit gut behandelbar.

Periode verspätet: Schwanger oder nicht?

Eine verspätete oder ausbleibende Periode kann natürlich auch bedeuten, dass die Eizelle befruchtet wurde und sich in der Gebärmutter eingenistet hat und es zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Bist du schwanger, kommt die Periode die nächsten neun Monate nicht mehr. Hast du den Verdacht, dass du schwanger sein könntest, kannst du einen Schwangerschaftstest machen. Diesen gibt es in der Apotheke oder in der Drogerie zu kaufen.

Einen Frühtest kannst du bereits ab dem fünften Tag vor deiner errechneten Periode durchführen. Dieser ist aber nicht ganz so verlässlich, denn er kann ein negatives Ergebnis trotz vorhandener Schwangerschaft anzeigen. Um ganz sicher zu sein, solltest du dir die Schwangerschaft dann auch noch von einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin bestätigen lassen.

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Verwendete Quellen: flo.health, always.de

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