Richtig lüften: Diese Tipps sorgen für frischen Wind in der Wohnung

Richtig lüften: Diese Tipps sorgen für frischen Wind in der Wohnung

Du fragst dich, wie du effektiv lüften kannst? Wir verraten dir drei Grundregeln, die du beim Lüften beachten solltest und geben Tipps, wie du Schimmel verhindern kannst!

Das richtige Lüften wirft bei vielen von uns Fragen auf. Während einige Frostbeulen fast gänzlich darauf verzichten, halten Frischluft-Liebhaber ihre Fenster und Türen gleich für mehrere Stunden offen. Doch was ist denn nun richtig? Fakt ist: Die meisten von uns lüften viel zu selten. Dabei ist ein regelmäßiger Luftaustausch nicht nur wichtig für deine Gesundheit, sondern auch für deine Wohnung. Wir verraten dir, was es mit dem Stoßlüften und Querlüften auf sich hat und welche drei Regeln zu einem angenehmen Raumklima beitragen.

Warum ist Lüften so wichtig?

Pro Stunde atmet ein Mensch im Durchschnitt 15 Liter Kohlendioxid aus – und das ganz ohne körperliche Betätigung. Dementsprechend schnell sinkt der Sauerstoffgehalt in der Luft. Lüftest du zu wenig, so wirkt sich dies gleich vielfach negativ aus. Zum einen wirst du schneller müde und fühlst dich weniger leistungsfähig. Die Folge: Deine Konzentration und Produktivität sinken. Gerade, wenn du im Homeoffice arbeitest, solltest du also regelmäßig dein Fenster für einige Minuten öffnen. Das ideale Raumklima liegt übrigens bei einer Temperatur von ca. 17 und 23 Grad. Auch Schwindel und Kopfschmerzen können sich bemerkbar machen, sofern du keine ausreichende Luftzirkulation sicherstellst.

Zum anderen verringert Lüften die Menge an Krankheitserregern in der Luft und die Ansteckungsgefahr sinkt. Nicht nur deinem Körper und deinem Wohlbefinden schadet unregelmäßiges Lüften, sondern auch deinen Räumen. Wer zu selten lüftet, riskiert nämlich aufgrund der steigenden Luftfeuchtigkeit Schimmel! Noch ein Grund mehr also, die Fenster ab und an aufzureißen und einen Luftaustausch zu initiieren.

Wie lange und häufig solltest du täglich lüften?

Experten empfehlen, Räume etwa viermal am Tag zu lüften. Bist du tagsüber nicht Zuhause, solltest du die Fenster jeden Morgen und Abend weit öffnen und frische Luft in deine vier Wände lassen. Stoßlüften heißt das Zauberwort. Insbesondere zu Corona-Zeiten solltest du Wert auf regelmäßiges Lüften legen. Zudem spielt die Raumgröße sowie die Anzahl der Personen eine Rolle. Je kleiner der Raum ist und je mehr Menschen sich darin befinden, desto häufiger sollte auch gelüftet werden.

Richtig lüften: Die 3 Grundregeln

Richtig lüften will gelernt sein. Wahllos die Fenster für mehrere Stunden aufreißen und die nächsten vier Tage dann gar nicht mehr lüften bringt nichts. Beim Lüften kommt es auf Konstanz und das richtige Timing an. Wir geben dir drei Grundregeln mit an die Hand, mit denen du die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung optimal verwalten kannst und dauerhaft für ein angenehmes Raumklima sorgst:

1. Mehrmals täglich durchlüften

Am besten, du lüftest mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten durch. So stellst du über den Tag verteilt eine angenehme Raumtemperatur sicher. Prinzipiell gilt, dass du die Heizung während des Lüftens komplett ausstellst. Ansonsten heizt du unnötig, denn die warme Luft strömt schließlich direkt nach draußen.

2. Stoßlüften

Beim Stoßlüften werden die Fenster für mehrere Minuten weit geöffnet, damit die verbrauchte Luft aus der Wohnung entweichen und frische Luft hereinströmen kann. Allerdings solltest du beim Stoßlüften die Zeit im Blick behalten. Insbesondere im Winter geht ansonsten viel Energie verloren. Es wäre schließlich ärgerlich und auch ziemlich teuer, wenn du die Heizung umsonst angemacht hast.

Damit das Stoßlüften effektiv funktioniert, solltest du die Fenster im Winter für 5 bis 10 Minuten offen halten. Durch die kühle Außenluft senkst du die Temperatur in deiner Wohnung schnell und das Raumklima wird aufgefrischt. Im Sommer kannst du ruhig zwischen 10 und 30 Minuten lüften.

3. Lüften mit Durchzug

Besonders effektiv ist das Querlüften. Dabei öffnest du gleichzeitig gegenüberliegende Fenster und erzeugst so einen Durchzug. Halte auch alle Türen sperrangelweit geöffnet, sodass die Raumluft zirkulieren kann und der Luftaustausch bis in alle Wohnräume reicht.

Im Video erfährst du, worauf du beim Lüften im Sommer und bei starker Hitze besonders achten solltest:

Diese 4 Dinge solltest du beim Lüften beachten

1. Ständig gekippte Fenster vermeiden

Wenn du dein Fenster über einen längeren Zeitraum hinweg auf Kipp geöffnet hast, wirkt sich dies negativ auf den Energieverbrauch sowie deine Heizkosten aus.

2. Heizung herunterschalten

Heizen ist und bleibt teuer. Daher lohnt es sich, die Heizung während des Lüftens ganz auszuschalten. Auch wenn du denkst, dass die paar Minuten den Kohl nicht mehr fett machen – es lohnt sich, denn unnötiges Heizen kann schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch deinem Geldbeutel!

3. Feuchträume und Schlafzimmer besonders gründlich lüften

Das Bad und die Küche zählen zu den sogenannten Feuchträumen. Nach dem Duschen oder Kochen entsteht schließlich feuchte Luft, die dringend ausgetauscht werden sollte. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Schimmel entsteht. Auch das Schlafzimmer muss regelmäßig gelüftet werden, denn während der Nacht gibst du viel Feuchtigkeit ab, ohne es zu bemerken. Denk daher daran, dein Schlafzimmer morgens und abends gründlich zu lüften und für frische Luft zu sorgen. Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sollte somit gesenkt und Schimmelbildung verhindert werden.

4. Besonderheiten bei Neubauten und sanierten Altbauten

Wohnst du in einem Neubau oder einem frisch sanierten Altbau, ist besonders häufiges Lüften angesagt. In den Wänden befindet sich nämlich viel Wasser, das noch aus der Bauphase stammt. Die Wände geben die Feuchtigkeit über ein bis zwei Jahre hinweg an die Raumluft ab. Damit keine Schimmelbildung entsteht, solltest du also einen ausreichenden Luftaustausch sicherstellen. Bei Altbau-Wohnungen sind häufig auch die Außenwände nicht so gut isoliert, sodass Feuchtigkeit stärker in die Wohnung gelangen kann. Daher ist das akribische Lüften sowohl im Sommer als auch im Winter extrem wichtig.

Übrigens: Wenn du die genaue Luftfeuchtigkeit im Raum bestimmen möchtest, kannst du dies mit einem Hygrometer tun. Lüftungsanlagen bescheren dir ein optimales Raumklima und sorgt für frische Luft.

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Verwendete Quellen: verbraucherzentrale.de, ndr.de, umweltbundesamt.de, zuhausewohnen.de

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