Ghee: Alles über die gesunde Butter-Alternative

- Ghee ist derzeit in aller Munde! Doch was steckt genau hinter der gesunden, ayurvedischen Butter-Alternative? Wir verraten es euch – plus Rezept!

Ghee

Ghee wird derzeit als gesunde Alternative zu Butter und natürliches Allheilmittel gefeiert

Die ayurvedische Medizin setzt bereits seit Tausenden von Jahren auf die positiven gesundheitlichen Eigenschaften von Ghee, nicht nur in der Küche, sondern auch in der Heilkunst und Kosmetik. Kein Wunder also, dass das gehypte Wundermittel seinen Namen aus der Medizin bezieht: Ghee stammt vom altindischen Wort "ghrita" ab, das im Altindischen alle medizinisch verwendeten Öle beschreibt.

Was ist Ghee?

Ghee findet vor allem in der ayurvedischen Küche Verwendung und meint ein Butterreinfett ohne Restwasser- und Milcheiweißbestandteile – im Grunde handelt es sich dabei also tatsächlich um die indische Version von Butterschmalz. Denn Ghee ist nichts anderes als hochkonzentrierte Butter. Durch kontrolliertes Erhitzen und Abschöpfung des aufschwimmenden Schaumes werden ihr Wasser und alle Milchbestandteile entzogen.

So gesund ist Ghee wirklich

In der ayurvedischen Küche wird Ghee vor allem zum Braten und Kochen eingesetzt, da es besonders gut haltbar ist und auch bei warmen Temperaturen gut konserviert werden kann. Nebenbei wird Ghee eine besonders gesunde Wirkung nachgesagt. In der ayurvedischen Praxis wird das Butterschmalz nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich eingesetzt. Insbesondere zur Entgiftung ist Ghee bekannt. Weitere Vorteile von Ghee:

  • Ghee ist leicht verdaulich, und zwar – laut Ayurveda – leichter verdaulich als Butter oder andere Fette und Öle.
  • Ghee wirkt entzündungshemmend
  • Ghee für äusserliche medizinische und kosmetische Zwecke: Ghee kann die Bildung von Narben und Blasen verhindern und die Wundheilung fördern. In der Gesichtspflege ist es zum Abschminken ebenso ideal anzuwenden wie zur Pflege gereizter und geröteter Haut.
  • Ghee gilt in der Ayurveda als Allheilmittel, als das goldene Heilelixier, das für nahezu jede Problematik eingesetzt werden kann, so z.B. zur Verjüngung der Haut, zur Regeneration der Verdauungsfunktionen, zur Stärkung der Abwehrkräfte, zum Ausgleich des Hormonhaushaltes sowie zur Verbesserung des Schlafs (zur Besserung des Schlafs: Abends auf die Fusssohlen aufgetragen soll Ghee einen ruhigen und gesunden Schlaf fördern)

Wie wird Ghee hergestellt?

Hergestellt wird Ghee traditionell in Indien und Pakistan. Aufgrund des warmem Klimas war der ursprüngliche Gedanke hinter der Aufkonzentrierung von Butter zu Butterreinfett dessen Konservierung. 

Ghee selber machen

Auch heute kann Ghee vergleichbar wie Kokosöl bedenkenlos bei Zimmertemperatur gelagert werden. Denn das Butterreinfett enthält keine schnell verderblichen Milchbestandteile mehr. 

Das braucht ihr:

Es ist ganz einfach: Ihr braucht nur hochwertige Butter!

So geht‘s:

1. Die Butter bei Temperaturen zwischen 40 bis 60 Grad unter Rühren langsam erhitzen.

2. Da die Wassermoleküle verdampfen, schwimmen Milcheiweißbestandteile als Schaum oben auf. Schöpft diesen Milcheiweißschaum ab und reduziert das flüssige Butterfett so lange, bis es goldgelb und klar wird.

3. Füllt das flüssige Butterreinfett in sterile Gefäße – fertig ist euer Ghee!