Harvard-Professorin warnt: "Kokosöl ist reines Gift!"

- Kokosöl gilt als natürliches Mittel mit jeder Menge positiver Effekte. Ob bei Hautproblemen, glanzlosem Haar oder als gesundes und wohltuendes Nahrungsmittel: Viele schwören auf das Superfood Kokosöl und möchten es in ihrem Alltag nicht mehr missen. Aber ist das vermeintliche Wundermittel vielleicht gar nicht so gesund wie vermutet? Schon im letzten Jahr brachte eine Studie des amerikanischen Instituts den Mythos Kokosöl gehörig zum Wanken, diese These bekommt jetzt noch einmal kräftig Rückenwind. Und zwar von einer Harvard-Professorin, die sogar eindringlich vor Kokosöl warnt: "Kokosöl ist reines Gift!"

Kokosöl-ungesund

Kokosöl sollten wir lieber von unserem Ernährungsplan streichen!

Beauty-Lüge Kokosöl?

Finger weg von Kokosöl!? Bei allen Liebhabern des gehypten Allrounders, uns inbegriffen, dürfte diese Nachricht erst mal für Entsetzen und Verwirrung sorgen, schließlich hat Kokosnussöl dank seiner vielseitigen Einsetzbarkeit einen festen Platz im heimischen Lebensmittelregal und Beauty-Schränkchen. Schöne Haare, tolle Haut, perfekte Fingernägel und wunderschöne Zähne – all das sollte uns Kokosöl bescheren. Ach ja, nicht zu vergessen: Auch von innen sollte Kokosöl reinste Wunder bewirken und uns beim Futtern schlanker machen. Neueste Forschungsergebnisse sprechend aber eine andere Sprache. Eine ganz andere! Sollten wir uns vielleicht doch lieber von unserem heißgeliebten Mittel gegen alles trennen? Es sieht ganz danach aus, als sei Kokosöl ungesund!

Ist Kokosöl ungesund?

Die American Heart Association spricht sich gegen den Gebrauch von Kokosöl aus. Aber warum? Kokosöl hat einen sehr hohen Anteil (82 %) an gesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel auch Butter oder Palmöl. Und genau diese gesättigten Fettsäuren sind der Übeltäter. Sie können den Spiegel des sogenannten schlechten LDL-Cholesterins erhöhen, ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

"Da Kokosnussöl LDL-Cholesterin erhöht, eine Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und keine ausgleichenden positiven Effekte bekannt sind, raten wir vom Gebrauch von Kokosöl ab", so der Ratschlag der amerikanischen Non-Profit-Organisation.

Harvard-Professorin warnt vor Kokosöl

Karin Michels, Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professorin an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, geht sogar noch einen Schritt weiter. In einem Video, das gerade viral geht, spricht sich die Dozentin in ihrem Vortrag "Von Kokosöl und anderen Ernährungsirrtümern" ganz deutlich gegen das vermeintliche Allheilmittel Kokosöl aus. Sie warnt regelrecht davor, sagt deutlich, Kokosöl sei ungesund! Die Dozentin rät in ihrer Lesung, gesättigte Fettsäuren, wie sie in Kokosöl enthalten sind, dringend zu meiden. Kokosöl sei sehr viel ungesünder – sogar gefährlicher – als Schweineschmalz. "Kokosöl ist reines Gift", erklärt Michels. Und weiter warnt sie: "Kokosöl ist eines der schlimmsten Nahrungsmittel, die Sie zu sich nehmen können." Gefährlich daran seien die gesättigten Fettsäuren, die die Herzkranzgefäße verstopfen würden. 

Alles nur Panikmache?

Neuerdings wird vor dem Konsum von zu viel Kokosöl gewarnt. Aber was ist dran an den Aussagen, Kokosöl sei gar ungesund? Das exotische Öl verspricht so einiges. Es unterstütze die Gewichtsreduktion, wirke antimikrobiell und soll sogar Demenz vorbeugen können. Alles Quatsch? Fakt ist, dass keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt. Ernährungsphysiologen stufen das Öl als nicht hochwertig ein. Das liegt vor allem an den gesättigten Fettsäuren, die als gesundheitlich bedenklich gelten. Kokosöl ist also definitiv KEIN Superfood und sollte nur in Maßen in der Küche verwendet werden.

Reaktionen auf Kokosöl-Video

Schon über eine Millionen Mal wurde das Video mittlerweile bei YouTube geklickt – das scheint am brisanten Thema zu liegen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen für den Kokosöl-Vortrag von Karin Michels. Zu oberflächlich seien ihre Ausführungen, teilweise sogar falsch, wird in den Kommentaren bei YouTube kritisiert. Außerdem habe sie selber keine Studien oder Daten erwähnt, auf die sie ihre Aussagen fußt. Mittlerweile ist die Kommentar-Funktion auf der sozialen Videoplattform allerdings deaktiviert.

Kokosöl: Go oder No-Go?

Ja was denn nun? Dürfen wir Kokosöl weiterhin verwenden oder schaden wir damit womöglich uns und unserer Gesundheit? Ganz so dramatisch ist es natürlich nicht, trotzdem stimmt es, dass zu viel Kokosöl ungesund ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt folgende Tagesdosis: Erwachsene sollten nicht mehr als 10 % der täglichen Energie aus gesättigten Fettsäuren ziehen. Praktisch bedeutet das: Frauen zwischen 25 und 50 Jahren dürfen bei mittlerer Aktivität täglich etwa 2100 Kcal zu sich nehmen. Maximal 10 % davon sollten aus gesättigten Fett stammen. Das sind 23 g, was etwa zwei Esslöffeln Kokosöl entspricht. Erwachsene Frauen sollten also täglich nicht mehr als 2 EL Kokosöl zu sich nehmen. Klingt gar nicht so wenig? Stimmt! Aber: Gesättigte Fettsäuren stecken auch in Milcherzeugnissen wie Butter, Sahne und Käse, auch in Eiern, Fleisch und Wurst. Und da klingen 2 EL doch gleich gar nicht mehr so viel, oder?

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