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Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit: 3 Tipps, mit denen du deine Folsäureversorgung sicherstellen kannst

Folsäure gehört zu den wichtigsten Vitaminen während der Schwangerschaft, der Stillzeit und sogar schon ab Kinderwunsch. Aber was braucht es genau, um richtig versorgt zu sein? Ein Leitfaden mit allem, was du wissen musst. 

Folsäure© Unsplash/Jeferson Santu
Mit der Kampagne "Fürsorge. Vorsorge. Folsäure. Dein Baby zählt auf dich!" sensibilisiert SteriPharm für die Folsäureversorgung während Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit. 

Eine Schwangerschaft zu planen oder plötzlich einen positiven Test in der Hand zu halten, kann sich gleichzeitig magisch und überwältigend anfühlen. Auf einmal ist alles neu: Man googelt ständig, hört genauer auf den eigenen Körper und fragt sich hundertmal am Tag: Mache ich alles richtig?

Die gute Nachricht: Du musst nicht perfekt sein. Dein Körper kann unglaublich viel. Hör auf deine Intuition, nimm dir den Druck raus – und konzentriere dich auf die Dinge, die wirklich entscheidend sind. Eine davon ist die richtige Folsäureversorgung. Sie gehört zu den wichtigsten Basics in der Zeit rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und auch Stillzeit.

Was ist Folsäure und warum ist sie in allen drei Phasen des Mamawerdens so wichtig?

Folat – auch als Vitamin B9 bekannt – ist ein lebenswichtiger Nährstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann. Folsäure ist die industriell hergestellte, stabilere Form davon und wird in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Folat muss täglich über die Nahrung aufgenommen werden.

Folat ist überall dort wichtig, wo neue Zellen entstehen. Es unterstützt die Bildung der DNA, die Zellteilung und Wachstumsprozesse. Genau deshalb spielt es rund um die Schwangerschaft eine zentrale Rolle. Das Neuralrohr, die Vorstufe von Gehirn und Rückenmark deines Babys, entwickelt sich bereits in den ersten vier Wochen – oft bevor du überhaupt weißt, dass du schwanger bist.

Ein Folatmangel ist der häufigste Risikofaktor für einen Neuralrohrdefekt – eine Entwicklungsstörung, die lebenslange Folgen für das Baby haben kann. Um einem solchen Mangel effektiv vorzubeugen, gilt es auch zu beachten, dass durch die vielen im Körper ablaufenden Prozesse der Bedarf an Folat in der Schwangerschaft besonders hoch ist:

  • Erwachsene: 300 µg pro Tag
  • Schwangere: 550 µg pro Tag
  • Stillende: 450 µg pro Tag

Zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung wird Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und Stillenden empfohlen, täglich 400 µg Folsäure als Supplement einzunehmen – idealerweise drei Monate vor der Befruchtung, mindestens aber vier Wochen vorher, bis zum Ende des ersten Trimesters. Bei späterem Start können nach ärztlicher Rücksprache auch 800 µg sinnvoll sein.

Folsäure© Unsplash/Natalia Blauth
Mit einer ausgewogenen Ernährung und einer Folsäure-Supplementierung können schon vor der Schwangerschaft gute Voraussetzungengeschaffen werden.

Warum ist die richtige Versorgung so entscheidend?

Ein Folsäuremangel in der frühen Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben. Dazu gehören die genannten Neuralrohrdefekte wie Spina bifida, aber auch angeborene Herzfehler, Frühgeburten, ein geringes Geburtsgewicht oder Wachstumsverzögerungen.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass hier noch viel Aufklärung nötig ist: Nur etwa 3 von 10 schwangeren Frauen nehmen so viel Folsäure auf, wie es empfohlen wird. Gleichzeitig sind etwa die Hälfte aller Schwangerschaften ungeplant – viele beginnen also zu spät mit der Supplementierung.

Genau hier setzt die deutschlandweite Kampagne „Fürsorge. Vorsorge. Folsäure. Dein Baby zählt auf dich!“ an: Ziel ist es, Frauen frühzeitig für das Thema zu sensibilisieren und über Risiken einer Unterversorgung aufzuklären. Denn rechtzeitig begonnen, kann eine Folsäureeinnahme das Risiko bestimmter Fehlbildungen deutlich senken. 

Folsäure© Unsplash/Natalia Blauth
Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an einigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders Folat, Jod, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine sind unverzichtbar.

3 Tipps, um Folsäure in deinen Alltag zu integrieren

So viel zur Theorie. Noch wichtiger ist, was du konkret tun kannst, um mit ausreichend Folat versorgt zu sein. Hier kommen drei alltagstaugliche Tipps, die dich und deinen Körper unterstützen.

1. Ernährung mit folatreichen Lebensmitteln

Eine ausgewogene Ernährung, in der auch viel Folat vorkommt, ist die Basis für eine gesunde Schwangerschaft. Hier ein kleiner Spickzettel mit Lebensmitteln, die reich an Folat (und natürlich noch vielen weiteren Vitaminen und Mineralstoffen) sind:

  • Grünes Gemüse und Blattgemüse wie Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Fenchel oder Spargel

  • Hülsenfrüchte und Sprossen

  • Vollkornprodukte und Kartoffeln

  • Orangen und andere Zitrusfrüchte

  • Eier und Nüsse

Ein Beispiel für einen folatreichen Tag: Starte mit Vollkornbrot mit Avocado und Ei zum Frühstück in den Tag, ein Naturjoghurt mit Beeren, Haferflocken und Walnüssen eignet sich als Snack, mittags gibt es ein Linsencurry mit Brokkoli und Vollkornreis sowie ein kleiner gemischter Salat und abends Lachs mit Spinat. So lecker und einfach kannst du dich und dein Baby in der Schwangerschaft nähren!

Wichtig: Folat ist empfindlich gegenüber Hitze, Licht und Sauerstoff. Beim Kochen und Lagern geht ein Teil verloren, und auch die Aufnahme im Körper ist begrenzt. Deshalb sollte man Gemüse am besten schonend garen oder roh genießen. 

Folsäure© Unsplash/David Foodphototasty
Viel grünes Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse und Obst bilden die Grundlage einer vollwertigen, nahrhaften Ernährung. 

2. Supplements als Daily Routine etablieren

Da es kaum möglich ist, nur über die Ernährung auf die empfohlene Tagesdosis Folat zu kommen, muss Folsäure supplementiert werden. Denn zwei Scheiben Vollkornbrot liefern gerade einmal 34 µg Folat – bei einem Bedarf von 550 µg in der Schwangerschaft. Die Ernährung ist sehr wichtig, reicht allein jedoch nicht aus. Folsäure in empfohlener Dosierung ist unbedenklich – auch in der Schwangerschaft. Fachgesellschaften raten ausdrücklich dazu, zusätzlich zur Ernährung täglich 400 µg Folsäure einzunehmen.

Warum?

  • Der Bedarf ist stark erhöht.

  • Die körpereigenen Speicher sind klein.

  • Eine kurzfristige Einnahme reicht nicht aus.

  • Der präventive Effekt wirkt nur, wenn rechtzeitig begonnen wird.

Gerade weil das Neuralrohr sich so früh entwickelt, solltest du idealerweise nicht erst beim positiven Test mit der Einnahme von Folsäure starten. Wenn du einen Kinderwunsch hast, sprich deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt aktiv auf das Thema an. 

3. Kleine Routinen, große Wirkung

Wissen ist gut, Gewohnheiten sind besser. Damit Folsäure nicht im Alltagsstress und den ersten aufregenden Wochen der Schwangerschaft oder der Phase, wenn das Baby geboren ist, untergeht, helfen ein paar einfache Tricks:

  • Nimm dein Supplement immer zur gleichen Tageszeit, zum Beispiel vor dem Frühstück.

  • Lege es sichtbar neben die Kaffeemaschine oder im Bad zu deiner Zahnbürste.

  • Setze dir eine tägliche Erinnerung im Handy.

  • Baue einen festen folatreichen Snack in deinen Tag ein, etwa einen Spinatsmoothie oder eine Handvoll Nüsse. 

Folsäure© Unsplash/Jonathan Borba
Solltest du stillen, ist dein Bedarf an Folsäure weiterhin erhöht. Denn über die Muttermilch versorgst du dein Baby mit allen wichtigen Mikronährstoffen – und dazu gehört auch Folat.

Je selbstverständlicher die Einnahme wird, desto weniger musst du darüber nachdenken. Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit sind besondere Phasen im Leben einer Frau – emotional, körperlich und mental. Du musst nicht alles perfekt machen. Aber du kannst bewusste Entscheidungen treffen – und eine zuverlässige Folsäureversorgung gehört definitiv dazu.