Entschlackungskur: So entgiftest du deinen Körper richtig

Grünes Licht für die Entschlackungskur! So entgiftest du deinen Körper richtig

Du spielst mit dem Gedanken, eine Entschlackungskur durchzuführen? Wir verraten dir alles, was du über den Ablauf wissen musst und worauf es beim Entgiften des Körpers ankommt.

Viele von uns fühlen sich im Alltag gestresst, schlapp oder neigen zu einer ungesunden Ernährung, die auf Dauer den Stoffwechsel verlangsamt. Eine Entschlackungskur soll dem entgegenwirken und deinem körperlichen und mentalen Wohlbefinden guttun. Mithilfe einer Entschlackungskur bringst du außerdem deinen Stoffwechsel auf Vordermann und befreist deinen Körper von Giftstoffen sowie Übersäuerung. Ziel ist es, den Körper zu entgiften, Schadstoffe und Umweltgifte zu lösen und ihn von Inneren heraus zu reinigen. Allerdings gibt es nicht die eine Entschlackungskur, sondern es existieren verschiedene Methoden. Von Heilfasten, über Detox bis hin zur klassischen Entschlackungskur: Die Auswahl ist groß. Allen Kuren gemein ist jedoch, dass Schadstoffe aus dem Körper gelangen sollen, indem auf belastende Stoffe in der Ernährung verzichtet wird. Doch was genau gilt es beim Durchführen einer Kur zu beachten, welche Effekte verspricht die Entgiftung und warum ist das Entschlacken so sinnvoll? Das alles erfährst du jetzt.

Wie läuft eine Entschlackungskur ab?

Der Stoffwechsel ist in der Regel ein fein aufeinander abgestimmter Kreislauf im Organismus, welcher alle verwertbaren Stoffe aus der Nahrung herausfiltert. Am Ende dieser chemischen Prozesse bleiben jedoch "unbrauchbare" Stoffe und Säuren übrig, die der Körper nicht benötigt. Eine Entschlackungskur fungiert auf gleich zwei Weisen als Regler und regeneriert deinen Stoffwechsel. Zum einen regelst du die Zufuhr an Nahrung und passt deine Ernährung an. Während der Entschlackungskur nimmst du nur unverarbeitete und vornehmlich pflanzliche Lebensmittel zu dir. Die Lebensmittel sollten über möglichst viele Ballaststoffe verfügen. Durch die Reduzierung der Nahrung muss der Körper auf Reserven zurückgreifen und der Stoffwechsel wird aktiviert.

Zum anderen regt die Kur aber auch den Abtransport von Giftstoffen und Schlacken im Organismus an. Durch viel Bewegung und die Steigerung der Flüssigkeitsaufnahme in Form von Wasser oder ungesüßtem Kräutertee stimulierst du das Transportsystem deines Körpers und er kann sich auf natürliche Weise entgiften. Die Ausscheidung der im Gewebe abgelagerten Schadstoffe erfolgt dann über den Urin.

Die Vorteile einer Entschlackungskur

  • Die Kur aktiviert deinen Stoffwechsel.
  • Eine Entschlackungskur fördert den Abbau von Schlacken und Giftstoffen im Körper.
  • Dein Immunsystem wird gestärkt und du leidest seltener an Erkrankungen.
  • Deine Haut wird sich verbessern und du bekommst einen strahlenden Teint.
  • Du fühlst dich fitter, vitaler und dein mentales Wohlbefinden steigert sich.
  • Du kannst besser schlafen.
  • Dein Körper baut schädliche Säuren ab.
  • Die Kur stimuliert die Selbstheilkräfte des Organismus und fördert die Regeneration des Körpers.
  • Deine Organe, insbesondere die Nieren und Leber, werden entlastet.
  • Netter Nebeneffekt: Du verlierst an Gewicht.
  • Deine Gelenke erholen sich.

Wie lange dauert eine Entschlackungskur?

Eine Entschlackungskur sollte – anders als eine Fastenkur, ein klassisches Detox oder Heilfasten – idealerweise über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden und nicht nur einige Tage. Expert:innen sind sich einig, dass eine effektive Entschlackungskur mindestens vier Wochen dauern sollte. Der gesamte Organismus, aber insbesondere die Leber, der Darm und die Niere, benötigen nämlich genügend Zeit, Giftstoffe abzutransportieren und überschüssige Säuren zu verlieren. Die Reinigung bzw. die Kur kann auch länger als vier Wochen gehen. Am besten suchst du vor der Entschlackungskur deinen Arzt oder deine Ärztin auf und lässt dich durchchecken. Stark untergewichtige Personen oder Menschen mit Nierenkrankheiten sollten von einer Kur absehen. Auch Schwangere sollten mit einer Entschlackungskur warten. Alternativ kannst du auch mit kurzen Kuren deinen Körper entschlacken.

Anzeichen für viele Schlacke im Körper

Du bist dir nicht sicher, ob eine Entschlackungskur oder das Entgiften für dich infrage kommt? Diese Anzeichen deuten auf eine Übersäuerung des Körpers und viele Schlacke sowie Giftstoffe im Körper hin:

  • Du leidest unter einer trägen Verdauung.
  • Du fühlst dich häufig aufgebläht oder hast Bauchschmerzen.
  • In letzter Zeit hast du auffällig oft Kopfschmerzen.
  • Dein Immunsystem ist geschwächt und du bist schnell erkältet oder krank.
  • Im Alltag bist du müde und fühlst dich schlapp und energielos.
  • Du hast Probleme, dich zu konzentrieren und du fühlst dich unruhig.
  • Du leidest unter Schlafproblemen.
  • Dein Teint erscheint fahl und deine Haut ist unrein.

Entschlackungskur: Diese 6 Dinge solltest du beim Entgiften beachten

1. Ernährung: Die Do's bei einer Entschlackungskur

Die entscheidende Rolle bei einer Entschlackungskur spielt die Ernährung. Im stressigen Alltag greifen wir anstatt zu vitaminreichem Obst schnell mal zum Schokoriegel oder in die Chipstüte – das ist ab und an auch absolut nicht verwerflich. Allerdings führt der übermäßige Konsum solcher Lebensmittel und eine ungesunde und hoch verarbeitete Ernährung auf Dauer zu vielen Schlacken und Giftstoffen im Körper. Während der Entschlackungskur stehen dagegen ausschließlich leicht verdauliche und nährstoffreiche Lebensmittel auf dem Speiseplan. Außerdem solltest du mindestens drei Liter Flüssigkeit pro Tag zu dir nehmen. Damit du eine Vorstellung davon hast, was du essen darfst und auf welche Nahrungsmittel du besser verzichten solltest, haben wir dir eine kleine Liste zusammengestellt:

  • Sämtliches Gemüse und Obst (am besten in Bio-Qualität und saisonal), wie zum Beispiel Spargel, Artischocke und Melone
  • Ingwer
  • Avocado
  • Süßkartoffeln
  • Vollkornprodukte und Getreideschrot
  • Brauner Reis, Quinoa
  • Stilles Wasser und ungesüßter Kräutertee

So lecker kann eine entschlackende Mahlzeit aussehen:

Art der Zubereitung

Neben der Wahl der richtigen Lebensmittel spielt auch die Zubereitung des Essens eine wichtige Rolle. Das Gemüse garst du am besten schonend im Dampf. Das hat den Vorteil, dass die Vitamine nicht verloren gehen.

Timing

Achte darauf, welche Lebensmittel du wann zu dir nimmst. Alles ist eine Sache des richtigen Timings: Rohes Gemüse und Salat können schwer vom Körper verdaut werden, da der Magen hierfür längere Zeit benötigt. Daher solltest du am Abend auf Salat verzichten und diesen lieber mittags zu dir nehmen. Als Abendessen eignet sich zum Beispiel vielmehr eine leichtbekömmliche Gemüsesuppe, deren Nährstoffe der Darm einfach verdauen kann.

Bitterstoffe

Außerdem raten Gesundheitsxpert:innen dazu, Bitterstoffe in die Ernährung zu integrieren. Die Bitterstoffe unterstützen die Leber beim Entgiften und Abbau der Schlacke. Insbesondere Chicorée und zahlreiche Kräuter, wie beispielsweise Löwenzahn, enthalten die Stoffe.

Trinken, trinken, trinken!

Neben stillem Wasser ist ungesüßter Kräutertee eine gute Möglichkeit, viel Flüssigkeit aufzunehmen. Mit dem Tee kannst du neben deiner Leber auch deine Niere entgiften. Durch das Trinken von Brennnessel-, Petersilien- oder Löwenzahn-Tee können die Niere die Schlacke effizienter ausscheiden.

2. Ernährung: Die Don’ts bei einer Entschlackungskur

  • Fleisch
  • Tierische Eiweiße in Form von Milchprodukten, Käse oder Eiern
  • Hochverarbeitete Produkte oder Fertiggerichte
  • Zu viel Salz und andere Gewürze
  • Kaffee
  • Schwarzer Tee
  • Brot und Nudeln aus Weißmehl
  • Süßigkeiten und Lebensmittel mit viel Zucker

3. Sport

Neben der Ernährung ist auch genügend Sport und Bewegung ein zentraler Bestandteil beim Entgiften des Körpers. Mindestens 30 Minuten pro Tag solltest du an der frischen Luft verbringen. Joggen, Fahrradfahren oder ein Spaziergang sind gute Methoden, um genügend Zeit draußen zu verbringen. Insbesondere am Morgen ist dein Körper fit und bereit für Bewegung. Frühsport bietet sich daher während der Entschlackungskur besonders gut an. Aber auch entspannende Yoga-Übungen können die Organe entlasten und vor allem die Verdauung fördern. Durch eine bewusste Atemtechnik während des Trainings wird dein Darm in Schwung gebracht.

4. Leberwickel

Zusätzlich kannst du während deiner Entschlackungskur auf Leberwickel setzen. Lege hierzu am Abend ein warmes Handtuch über die Leber. Sie befindet sich unterhalb deines rechten Rippenbogens. Platziere ein trockenes Handtuch darüber und lege dich unter eine warme Decke. Entspanne dich für ca. eine halbe Stunde.

5. Wechselduschen

Wechselduschen und spezielle Massagen unterstützen ebenfalls den Prozess der Entschlackung. Brause dich am besten morgens abwechselnd mit kaltem und warmem Wasser ab. Wichtig ist, dass die Dusche mit kaltem Wasser endet. Zusätzlich kannst du mithilfe einer Massage Schlacke aus dem Gewebe lösen. Die kreisenden Druckbewegungen helfen dem Organismus beim Abtransport der Giftstoffe.

6. Saunagänge

Und dein Wellenessprogramm kann während der Entschlackung direkt weitergehen: Regelmäßige Saunagänge unterstützen deinen Körper, die Schadstoffe loszuwerden. Dein Immunsystem stärkst du bei einem Besuch in der Sauna gleich mit.

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Verwendete Quellen: utopia.de, zentrum-der-gesundheit.de

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