Darmpilz und was dagegen hilft

Fühlt ihr euch oft ohne Grund abgeschlagen, matt und müde oder habt ihr mit Verdauungsproblemen, depressiven Verstimmungen, Hautausschlägen, Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten zu kämpfen? Dann könnte ein Darmpilz schuld an euren Beschwerden sein. Denn jeder Zweite ist Träger von Candida - einer Gruppe von Hefepilzen - und weiß davon gar nichts. Die Pilzinfektionen bleiben oft unentdeckt, sind aber Auslöser für vielseitige Beschwerden. Denn geht es unserem Darm schlecht, geht es auch uns schlecht. Dr. med Eberhard J. Wormer schreibt in seinem Buch "Darmpilze" über Störungen der Darmflora und eben jene Pilzinfektionen, wie man sie aufspürt und mit den richtigen Maßnahmen bekämpft. Wir haben das Buch für euch gelesen und geben hier hilfreiche Tipps, wie ihr mit der richtigen Ernährung und weiteren Maßnahmen den Darm wieder heilen könnt!

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Candida - jeder Zweite ist von dem Darmpilz betroffen

Die schlechte Nachricht zuerst: Jeder Zweite ist von Darmpilzen befallen, weiß aber oft gar nichts davon. Die falsche Ernährung und Lebensweise, Stress oder auch Antibiotikabehandlungen können dazu führen, dass sich Darmpilze wie Candida breit machen und unsere Gesundheit beeinträchtigen. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Ernährung und ein paar einfachen Maßnahmen können wir den Pilzinfektionen entgegenwirken und den Darm wieder in Einklang bringen.

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Symptome bei Darmpilzen

Darmpilze können für viele Beschwerden verantwortlich sein, die Experten unter dem Sammelbegriff "Candida-Hypersensitivitäts-Syndrom" zusammenfassen. Folgende Symptome können auf eine Pilzinfektion hinweisen:

- unerklärliche Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Schweißausbrüche

- depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen ohne erkennbare Ursache

- Verdauungsstörungen: Durchfall, Verstopfung, besonders andauernder Wechsel von beidem

- ständiges Kränkeln: Dauererkältungen, ständig wiederkehrende Blasen- oder Scheidenentzündungen und allgemeine Anfälligkeit

- Hautkrankheiten (Ausschläge, Ekzeme, starke Kopfschuppen)

- Allergien, aber auch Asthma und Neurodermitis

- rheumatische Beschwerden (Gicht und Arthrose können durch Darmpilze befeuert werden)

Achtung bei diesen Symptomen: So erkennt ihr einen Vitamin-D-Mangel

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FODMAP ist die Abkürzung für "fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols". Bei einer FODMAPs reduzierten Ernährung werden bestimmte Lebensmittel gemieden, um Beschwerden wie beispielsweise Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe oder Durchfall... Weiterlesen

Mit der richtigen Ernährung Darmpilze bekämpfen

Nur wenn wir unsere 'guten' Darmbakterien mit dem richtigen Futter ernähren, können sie gegen schädliche Viren, Bakterien und Pilze ankämpfen. Das bedeutet: Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung mit reichlich Gemüse, frischen Kräutern und auch fermentierten Lebensmitteln (wie beispielsweise unpasteurisiertes Sauerkraut, Salzgurken, Kefir). Und das sollte seltener auf eurem Tisch landen: Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel, Alkohol, Weißmehlprodukte und süßes Obst. Dr. med. Eberhard J. Wormer hat speziell dazu die Candida-Immundiät entwickelt und gibt in seinem Buch zahlreiche Rezeptvorschläge. Doch nicht nur eine bewusste Ernährung ist ausschlaggebend, um das Immunsystem und den Darm wieder auf Trab zu bringen. Mindestens genauso wichtig: körperliche Bewegung, ausreichend Schlaf, viel trinken und Stressabbau! Außerdem schwören einige Experten auf mikrobielle Präparate wie etwa Lactobazillen in Form von Tabletten oder auch lebende Darmbakterien wie etwa Entereokokken und Colibakterien.

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Diese Lebensmittel mag unser Darm besonders gern

Eins vorweg: Darmpilze lieben Zucker. Wenn möglich solltet ihr euren Zuckerkonsum also möglichst gering halten und öfter zu diesen Lebensmitteln greifen:

- fermentierte Lebensmittel (wie beispielsweise frisches Sauerkraut oder Kefir)

- Jegliches Gemüse - besonders bittere Sorten wie Chicorée, Rosenkohl, Artischocken, Zwiebeln, Lauch, Spargel, Topinambur

- bei Gewürzen ist besonders Kurkuma in Verbindung mit schwarzem Pfeffer zu nennen, außerdem ist Ingwer nicht zu verachten

- Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte

- Lein-, Raps- und Walnussöl

- Lachs, Makrele, Hering und Thunfisch für die Omega-3-Fettsäuren-Versorgung

- Zusatztipp: regelmäßig Zichorienkaffee trinken!

Und auch das solltet ihr euch ansehen: Cortisol - deshalb ist das Stresshormon der größte Feind beim Abnehmen

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