Strähnchen selber machen: 4 Arten, wie du dir den Look wie vom Friseur selber färbst

Strähnchen selber machen: 4 Arten, wie du dir den Look wie vom Friseur selber färbst

Strähnchen sind eine Kunst für sich, denn schließlich sollen sie fein und natürlich aussehen. Das hat im Friseursalon auch seinen Preis! Wir zeigen dir, wie du dir den Look selber färbst.

Um deinen Look zu verändern, ist es am einfachsten, dir die Haare zu färben. Sollen alle Haare gefärbt werden, ist das gar nicht so schwer, doch Strähnchen? Bisher war die Angst, etwas beim Strähnchen färben falsch zu machen, zu groß. Wir erzählen dir Schritt für Schritt, wie du mit diesen vier Arten ganz leicht Strähnchen und Highlights wie vom Friseur in deine Haare zauberst.

Strähnchen selber machen: So bereitest du dich vor

Bevor du dich daran machst, dir Strähnchen selber zu machen, solltest du ein paar Vorbereitungen treffen. Mache dir zunächst Gedanken darüber, welches Ergebnis du erzielen willst. Wie stark soll der Kontrast sein? Hast du blondes Haar und möchtest hellere blonde Strähnen haben, können kleine Fehler noch verziehen werden. Bei dunklem Haar mit blonden Strähnen entsteht ein stärkerer Kontrast, wodurch die Übergänge besonders natürlich sein müssen. Für die Strähnen arbeitest du mit einem Blondiermittel, je nach Ausgangshaarfarbe muss dieses jedoch stärker oder schwächer sein. Du kannst bis zu sechs Nuancen heller werden. Kaufst du die Farbe in der Drogerie, solltest du auf der Rückseite unbedingt deine Haarfarbe mit der angegebenen Ausgangsfarbe vergleichen.

Du solltest dir auch überlegen, welche Art von Strähnchen du haben möchtest. Dabei gibt es ultra-feine Strähnchen, breite Strähnen, Strähnchen in unterschiedlichen Nuancen oder verschiedene Strähnchen-Arten, die beispielsweise nicht direkt am Haaransatz gesetzt werden. Dafür gibt es verschiedene Färbetechniken.

Das solltest du beim Strähnchen selber machen beachten

  • Hebe keine Reste des Haarfärbemittels auf. Die Flasche kann bersten und es kann zu chemischen Reaktionen kommen.
  • Vergewissere dich vorher, dass du die Blondierung verträgst und keine Allergie dagegen hast.
  • Decke die Strähnen, auf die du die Blondierung aufträgst, nicht mit Folie oder sonstigem ab (außer es gehört zur Färbetechnik). Es entsteht ein Wärmestau, wodurch sich das Alkalisierungsmittel nicht verflüchtigen kann – und das schädigt deine Haare.
  • Atme das Pulver der Aufhellung nicht ein und trage bei der Anwendung Handschuhe.
  • Das Mittel, um deine Haare zu blondieren, hinterlässt Flecken auf deiner Kleidung. Trage deshalb unbedingt alte Klamotten.

Feine Strähnchen mit der Haube selber machen

Sollen die Strähnen besonders fein und natürlich aussehen, solltest du die Hauben-Methode anwenden. Dafür brauchst du eine Strähnchenhaube, eine Strähnchen-Nadel, einen Pinsel und natürlich das Färbemittel. Hier bekommst du ein komplettes Set aus Nadeln, Pinseln und Hauben für ca. 8 Euro 🛒.

  1. Setzte die Haube auf dein trockenes, gekämmtes Haar und binde sie unter deinem Kinn zusammen. Mit dieser Methode färbst du nur das Deckhaar, nicht die unteren Haarschichten, weshalb du die Nackenhaare nicht unter die Haube schieben solltest. Decke diese einfach mit einem Handtuch ab.
  2. Die Strähnchenhaube hat perforierte Löcher, durch diese du nun die einzelnen Strähnen mit der Nadel ziehst. Möchtest du weniger Strähnen färben, setzt du einfach jedes zweite oder dritte Loch aus. Halte die Nadel so flach wie möglich, der Haken sollte dabei nach oben zeigen.
  3. Kämme nun alle Strähnchen gut durch, da sie sich durch das Herausziehen verwirren können.
  4. Mische die Blondierung an und trage sie mit einem Pinsel auf die Strähnen auf. Lasse die Mischung nun so lange einwirken, wie auf der Packungsbeilage angegeben.
  5. Wasche die Strähnchen nach der Einwirkzeit mit klarem Wasser aus. Danach kannst du die Haube ausziehen, das gesamte Haar mit Shampoo waschen und zum Schluss den Conditioner auftragen, einwirken lassen und ausspülen.

Strähnchen mit dem Pinsel selber machen

Strähnen, die du mit dem Pinsel selber machst, sorgen für ganz besondere Lichtreflexe. Du entscheidest mit dieser Methode selber, wo die Strähnen sein sollen – dabei kannst du auch flexibel entscheiden, ob die Strähnen am gesamten Kopf oder nur im Deckhaar gesetzt werden sollen. Bei Amazon gibt es Pinsel zum Haarefärben für nur 4 Euro 🛒.

  1. Kämme deine Haare ganz besonders gut durch, bevor du mit dem Pinsel die Strähnen setzt. Kämme auch den Scheitel so, wie du ihn hauptsächlich trägst.
  2. Mische nun die Blondierung an.
  3. Nimm dir eine Strähne, die du färben möchtest. Wie dick oder dünn diese sein soll, entscheidest du selbst. Halte die Strähne vom Kopf weg und trage die Blondierung mit dem Pinsel auf. Tipp: Wenn du die Farbe nicht direkt an den Ansatz aufträgst, wirkt das Ergebnis später natürlicher, wenn dein Haar nachwächst.
  4. Setzt du die Strähnen am Hinterkopf an, kannst du dir zwei Spiegel zur Hilfe nehmen. Am einfachsten ist es jedoch, wenn du dir von einer zweiten Person helfen lässt.
  5. Lasse die Blondierung so lange einwirken, wie auf der Packungsbeilage angegeben. Je länger die Mischung auf deinem Haar bleibt, umso heller wird das Ergebnis.
  6. Spüle dein Haar zuerst mit klarem Wasser aus. Danach kannst du sie mit einem milden Shampoo waschen und den Conditioner einwirken lassen.

Strähnchen selber machen mit einem Kamm-Applikator

Wenn du Färbetechniken wie Balayage ober Ombre anwenden möchtest, gibt es bereits Färbe-Kits, die einen Kamm-Applikator beigelegt haben. Zum Beispiel dieses Set von L'Oréal Paris für ca. 10 Euro 🛒. Auf diesem sind unterschiedlich lange Borsten, die die Kammsträhnen möglichst natürlich im Haar verteilen.

  1. Probiere den Kamm am besten vorher auf einem Blatt Papier oder ohne Blondierung im Haar aus, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie er richtig angewendet wird.
  2. Ziehst du dir vorher einen Zickzack-Scheitel, verteilen sich die Strähnen noch natürlicher im Haar.
  3. Trage das Haarfärbemittel gleichmäßig auf den Applikator auf und setze ihn ins Haar. Nun fährst du langsam von oben nach unten. Achte darauf, dass die Übergänge natürlich sind und keine Farbkleckse auf dem Haar entstehen.
  4. Beachte die Einwirkzeit für die gewünschte Haarfarbe, danach spülst du auch hier die Färbemischung mit klarem Wasser aus, wäscht sie gegebenenfalls mit einem milden Shampoo und lässt den Conditioner einwirken.

Foliensträhnen selber machen

Foliensträhnen sind in der Anwendung wohl am anspruchsvollsten und sollten eigentlich lieber den Profis überlassen werden. Bist du geübt und möchtest dich trotzdem an die Foliensträhnen wagen, kommt hier die Anleitung. Hier erfährst du noch mehr zur Foilyage.

  1. Im ersten Schritt bereitest du die Folien-Streifen vor. Du kannst entweder bereits Strähnchenfolie kaufen (ca. 9 Euro 🛒) oder du nimmst Alufolie zur Hilfe. Schneide gleich große Streifen zurecht und falte die Alufolie an der kürzeren Seite etwa fingerbreit um.
  2. Kämme deine Haare und ziehe einen Scheitel. Nun wird dein Haar in Partien eingeteilt. Die erste Partie führt entlang deiner Hutlinie über deinen Oberkopf. Nimm dir einen Stielkamm und fahre über deine Ohren bis zum Hinterkopf, das ist die zweite Abteilung. Die Dritte ergibt sich aus den Haaren in der Nackenpartie, die übrig bleibt.
  3. Du kannst vertikal oder horizontal arbeiten und die Haarsträhnen färben. Und nun geht die eigentliche Anleitung los: Nimm dir eine zehn bis 15 Zentimeter breite Haarsträhne, die jedoch dünner als ein Zentimeter ist. Damit natürliche Highlights entstehen, webst du nun mit dem Stiel des Kamms durch die Strähne in einer welligen Bewegung. Alle Haare, die über dem Kamm liegen, behältst du in der Hand.
  4. Nun wendest du eine Technik an, bei der du den Stiel des Kamms unter die Alufolie legst und diese unter die Strähne ganz nah an den Ansatz schiebst. Lege die Strähne ab und ziehe den Kamm unter der Alufolie hervor.
  5. Bestreiche die Strähne auf der Folie mit Blondierung, gehe aber nicht bis an den Ansatz. Falte nun die Folie zusammen.
  6. Wiederhole den Vorgang Strähne für Strähne. Umso weniger Abstand du zwischen den Strähnen legst, desto heller wird das Gesamtergebnis mit dieser Technik.
  7. Nach dem Nacken und dem Hinterkopf setzt du die Folien an den Seiten und dem Scheitel. Beachte unbedingt, dass die Blondierung an den ersten Strähnen schon länger einwirken, deshalb solltest du zwischendurch die Aufhellung überprüfen. Hast du alle Strähnen in Folie gepackt, zählt die Einwirkzeit.
  8. Nimm alle Folien ab, spüle die Haare aus und verwende den Conditioner als Pflege.

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Verwendete Quelle: schwarzkopf.de, youtube.com

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