Was hilft gegen Narben? Tipps zur Behandlung

Was hilft gegen Narben? Tipps zur Behandlung

Was hilft gegen Narben? Hier erfährst du alles rund um die Narbenbehandlung. Welche Cremes und Hausmittel helfen? Und kann eine Narbe verschwinden?

Was hilft gegen Narben: Frau mit Narbe neben dem Bauchnabel
© Pexels
Was kann man tun, damit Narben verschwinden?

Kann eine Narbe verschwinden? Und wenn ja, was kann man tun, damit Narben weggehen? Hier erfahrt ihr alles zum Thema: Was hilft gegen Narben?

Welche Arten von Narben gibt es?

Bevor wir die Frage „Was hilft gegen Narben?“ beantworten, ist es wichtig zu wissen, dass es verschiedene Narbenformen gibt, an die man die Narbenpflege anpasst. Neben normalen, weißen Narben, die meist kaum zu sehen sind, gibt es noch weitere Narbentypen. Aus medizinischer Sicht wird unter drei verschiedenen Arten von Narben unterschieden:

  1. Atrope Narbe: Eingesenkte Narben werden als atrope Narben bezeichnet. Besonders häufig sind diese Narben im Gesicht zu finden – ausgelöst durch Akne. Wenn eine Wunde schlecht heilt, weil die Bildung von Bindegewebsfasern nicht ausreichend vorhanden ist, entstehen diese grübchenartigen Narben.
  2. Hypertrophe Narben: Diese Narben kommen euch vielleicht bekannt vor. Hypertrophe Narben, oder auch umgangssprachlich wulstige Narben genannt, entstehen meist nach Verbrennungen oder anderen Hautverletzungen auf. Hypertrophe Narben zeichnen sich dadurch aus, dass sie höher sind, als die umgebende Haut, da hier zu viel Bindegewebsfasern produziert wurden.
  3. Narbenkeloid: Der dritte Narbentyp sind wuchernde Narben. Die Narben ist großflächig und wulstig. Teilweise ist sie auch stark gerötet. Ein Keloid wuchert über das Narbenareal hinaus und kann Juckreiz auslösen. Viele lassen sich diese Narben lasern.

Was hilft gegen Narben? Hausmittel für die Narbenpflege

Das Wichtigste vorab: Hausmittel können Narben meist nicht vollständig beseitigen. Vor allem bei Keloiden oder Hypertrophen Narben benötigt es spezielle medizinische Behandlungen. Doch was hilft gegen Narben, wenn sie recht klein und unscheinbar sind? Diese Hausmittel bewirken wahre Wunder:

  • Zwiebeln wirken entzündungshemmend, keimtötend und können sogar das Wachstum der Narbe hemmen. Dafür legt ihr einfach eine angeschinttene Zwiebel auf die Narbe. Zwiebeln gehören zu den Hausmitteln, die sogar Keloide und Hypertrophe Narben behandeln können.
  • Eincremen: Cremen ist das A und O bei der Narbenpflege. Als Hausmittel gegen Narben erweisen sich Olivenöl und Ringelblumensalbe (auch für Periorale Dermatitis geeignet) als besonders erfolgreich.
  • Vitamine: Auch die Ernährung hat einen Einfluss auf eure Wundheilung. Vitamin C, Eisen und Zink sind unerlässlich. Zudem solltet ihr ausreichend Vitamin B3 zu euch nehmen, das ist gut für die Kollagen-Produktion und dies wiederum kann euer Bindegewebe stärken.
  • Massage: Die Durchblutung der Haut sorgt dafür, dass das Narbengewebe elastisch bleibt. Es gibt spezielle Massagetechniken für Narben, die euch ein Arzt zeigen kann.
  • Sonne vermeiden: Sonne ist nicht nur Gift für die Haut, sondern auch für Narben. Direktes Sonnenlicht solltet ihr also unbedingt meiden und immer fleißig einen Pflege mit Lichtschutzfaktor auftragen.
  • Honig kann die Heilung von Wunden unterstützen und eine Narbenbildung vorbeugen. Dafür den Honig einfach einmassieren und eine Stunde einwirken lassen.
  • Auch Kartoffeln helfen bei der Wundheilung. Dafür schneidet ihr einfach eine rohe Kartoffel durch und legt sie auf die betroffene Stelle. Ihr werdet sehen, dass die kleine Narbe schneller abschwillt.
  • Apfelessig ist ein wahres Wundermittel. Man kann nicht nur Abnehmen mit Apfelessig, sondern auch abgestorbene Zellen der Narbe mit ihm entfernen und so die Neubildung der Haut fördern. Einfach auf die Narbe auftragen, etwa zehn Minuten einwirken lassen und mit Wasser abspülen.
  • Zitronensäure unterstützt die Erneuerung des Narbengewebes. Tragt einfach den Saft einer Zitrone für zehn Minuten auf die Narbe auf – dies am besten zweimal täglich über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

Was hilft gegen Narben? Behandlung und Therapie

Manchmal reichen einfache Hausmittel nicht aus. Dann benötigt es medizinische Behandlungen und Therapien – zum Beispiel bei Verbrennungen. Solltet ihr also stark unter eurer Narbe leiden, könnt ihr einen Arzt um Rat bitten und mit dessen Hilfe die Narben entfernen. Je nach Beschaffenheit der Narbe und eures Bindegewebes gibt es verschiedene Möglichkeiten der Therapie. Über folgende Behandlungsmöglichkeiten von Narben wird euch euer Hautarzt in Kenntnis setzen und mit euch die optimale Narbenbehandlung ausfindig machen:

  • Laserbehandlung
  • Unterspritzungen
  • Kryotherapie
  • Schleifung
  • Druckverbände
  • Silikon-Gel-Folien/-Kissen
  • Salben/Gels
  • Cortisonspritzen
  • Operationen

Wie heilen Narben schneller ab?

Oft haben wir schon während der Wundheilung Einfluss auf die Beschaffenheit der zurückbleibenden Narbe. Wusstet ihr, dass sich Narben noch bis zu zwei Jahre nach der Verletzung oder Operation verändern können? Demnach ist die Narbenpflege extrem wichtig – auch um Entzündungen zu verhindern. Was hilft gegen Narben bereits beim Heilungsprozess?

  • Nicht an der Wunde/frischen Narbe kratzen
  • Keine enge Kleidung tragen 
  • Verzichtet weitestgehend auf das Rauchen
  • Schützt das Gewebe vor der Sonne
  • Versorgt die Wunde mit Feuchtigkeit. Wundsalben können den Heilungsprozess beschleunigen und Juckreiz lindern
  • Sport ist erlaubt, aber mit Bedacht. Achtet darauf, dass ihr das Gewebe nicht zu sehr strapaziert.
  • Viel Wasser trinken
  • Lass genug Luft an die Narbe kommen

Was hilft gegen Narben? Salbe oder Gel?

Bei kleinen Narben könnt ihr sofort mit der Narbenpflege durch Salben oder Gel beginnen. Bei größeren Narben empfiehlt es sich zu warten, bis die Fäden gezogen sind. Mindestens zweimal täglich solltet ihr die Salbe bzw. das Gel auf die Narbe auftragen. Für was ihr euch letztlich entscheidet, liegt bei euch. Ihr könnt natürlich auch euren Hautarzt um Rat fragen. Gut zu wissen: Mit einem Narbengel lassen sich auch ältere Narben auf eurem Körper gut behandeln. Ihr werdet sehen – bei der regelmäßigen Narbenpflege verliert eure Narbe schnell an Umfang und wird sogar blasser. Schon bald wird sie gar nicht mehr von der umliegenden Haut unterscheiden.

Welche Creme für Narben am Körper?

  1. Bi-Oil Hautpflege-Öl, Spezielles Pflegeprodukt für Narben & Dehnungsstreifen
  2. Hansaplast Wundheilsalbe

Was hilft gegen Narben von Pickeln?

Als wären Pickel nicht schon nervig genug, hinterlassen sie manchmal auch noch kleine Pickelmale oder gar Aknenarben. Wie kann man Pickelmale loswerden? Es gibt einige Dinge, die ihr dagegen tun könnt. 

  • Narbenserum: Sobald der Pickel abgeheilt ist, könnt ihr mit einem Narbenserum mit Vitamin C nachhelfen. Narbenseren machen das Gewebe geschmeidig und können sogar Verfärbungen und Pickel-Narben vorbeugen.
  • Peeling: Vor allem diejenigen, die in der Pubertät von Akne geplagt waren, leiden im Laufe der Zeit unter Aknenarben. Sie gehören zu den atropen Narben. Doch auch hier gibt es Hilfe. Spezielle chemische Peelings, zum Beispiel das BHA-Peeling von Paulas Choice, tragen die obersten Hornzellen ab und aktivieren so die Zellerneuerung. Bei einer regelmäßigen Anwendung wird sich die Tiefe eurer Aknenarben verringern.
  • Laserbehandlung: Sollte dies alles nicht helfen, könnt ihr einen Hautarzt um Hilfe bitten. Akne- und Pickel-Narben lassen sich gut mit einem KTP-Laser behandeln und aufhellen. Zudem können die Pickel-Narben auch mit einem speziellen Filler aufgefüllt werden. Lasst euch einfach von einem Dermatologen beraten und findet heraus, welche Methoden die besten für eure Haut sind.

Welche Creme für Narben im Gesicht?

  1. Vitamin C Serum hochdosiert mit echten 15% Vitamin C
  2. BIO Retinol Serum mit 25% Vitamin C Komplex

Quellen: netdoktor.de, apotheken-umschau.de, hautinfo.at

Junge Frau mit Rosacea und gesunder Haut, das Bild ist in der Mitte geteilt
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