Shellac Nagellack: Wie funktioniert die Maniküre?

Shellac Nagellack: Wie funktioniert die Maniküre und wie schädlich ist Shellac wirklich?

Shellac Nagellack ist widerstandsfähig, verleiht dem Nagel Stabilität und hält mehrere Wochen. Was du wissen musst und Tipps zur DIY Maniküre mit Shellac hier.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Shellac ist eine Form des Gel-Nagellacks und hält etwa drei bis vier Wochen auf den Nägeln.
  • Da Shellac nicht wie klassische Gelnägel modelliert wird, wirkt der Nagellack deutlich natürlicher, denn die Nägel sind dünner als bei der Modellage mit Gel.
  • Shellac lässt sich professionell im Nagelstudio oder selber zu Hause anwenden.

Was genau ist Shellac Nagellack?

Shellac ist eine besondere Form von Gel-Nagellack. Nach dem Auftragen wird er unter UV-Licht ausgehärtet, was den Lack besonders stabil, kratzfest und lang anhaltend macht. Eine Maniküre mit Shellac blättert also nicht so schnell ab wie normaler Nagellack und hält dadurch auch deutlich länger. Etwa drei bis vier Wochen hat man etwas von der Maniküre.

Übrigens: Shellac ist eine harzige Substanz, die aus der Natur stammt und besteht aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus. Das klingt vielleicht erst einmal ekelig, doch Shellac kommt auf vielen Gebieten zum Einsatz. So wird er auch in anderen Kosmetika wie Lippenstiften eingesetzt und sogar in der Lebensmittelindustrie zum Beispiel bei der Produktion von Schokolade verwendet.

Was ist der Unterschied zwischen Shellac und Gel?

Ob Gel oder Shellac – streng genommen handelt es sich bei beiden Varianten um Gelnägel. Doch es gibt Unterschiede in der Anwendung und demnach auch im Ergebnis der Maniküre. 

Bei der Maniküre mit Gel wird bei Bedarf zunächst ein Tip, also eine Verlängerung des natürlichen Fingernagels auf den Nagel geklebt, dann folgt ein Haftgel und anschließend wird das Kunststoffgel auf dem Nagel modelliert. Hierfür wird eine dicke Schicht des Gels aufgetragen, das dann unter einem UV-Licht aushärtet. Anschließend wird das Gel noch ein wenig runtergefeilt und mit dem Farblack und zum Schluss dem transparenten Topcoat lackiert. Diese härten noch einmal unter der UV-Lampe aus. Mit der Zeit wachsen die Gelnägel heraus und müssen erneuert werden. Dabei wird der Kunstnagel größtenteils abgefeilt, was unter Umständen dem Naturnagel schaden kann.

Die Maniküre mit Shellac ist insgesamt etwas unkomplizierter und geht schneller. Hier wird lediglich ein Basecoat aufgetragen, der unter UV-Licht trocknet, dann der Farblack (in zwei Schichten) und zum Schluss der transparente Topcoat. Die Nägel sind dadurch nicht so dick wie bei Gelnägeln und wirken natürlicher. Da der Shellac aber dünner ist als das Gel, kann der Nagel damit nicht so gut modelliert bzw. verlängert werden. Beim Entfernen des Shellacs wird der Nagel nicht runtergefeilt, wie es bei den Gelnägeln der Fall ist. Stattdessen wird der Lack mit Aceton aufgelöst, was unter Umständen dem Nagel schaden kann.

Ist Shellac Nagellack schädlich?

An sich ist ein Shellac Nagellack nicht schädlich, wenn er auf dem Nagel ist. Lediglich das Entfernen des Lackes kann dem Naturnagel schaden. Denn beim Entfernen wird der Lack mithilfe von chemischen Nagellackentfernern mit Aceton aufgelöst. Dafür werden die Nägel rund zehn Minuten lang mit einem in Aceton getränkten Pad umwickelt. Das Lösungsmittel entzieht dem Naturnagel Fett und kann die Haut austrocknen. Anschließend werden die Nagellackreste, die sich nicht nur den Entferner komplett abgelöst haben, mit einem Holzspatel abgeschabt. Auch das kann dem Nagel schaden, wenn man nicht vorsichtig vorgeht.

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Für wen eignet sich Shellac?

Der Shellac Nagellack eignet sich für alle, die einen lang anhaltenden Nagellack haben wollen und dabei den natürlichen Look mögen. Da Shellac dünner ist als Gelnägel, wirkt er nicht so künstlich, ist jedoch auch nicht so stabil und eignet sich daher weniger für eine Nagelverlängerung. Zu beachten ist jedoch, dass das Entfernen des Nagellacks mit Aceton dem Nagel schaden kann und diesen brüchig machen kann. Hast du also schon dünne, weiche, brüchige Nägel, solltest du die Finger vom Shellac lassen. Es ist auch wichtig, den Nägeln nach dem Entfernen eine Ruhepause zu gönnen und sie ggf. mit einer Nagelhärter-Kur und Nagelöl zu stärken.

Wie viel kostet die Maniküre mit Shellac?

Shellac kann sowohl vom Profi im Nagelstudio als auch zu Hause angewendet werden. Im Salon zahlst du meist zwischen 30 und 40 Euro für die Maniküre bzw. Pediküre mit Shellac. Willst du dir deinen Shellac selber zu Hause auftragen, sparst du auf Dauer viel Geld. Denn der Nagellack muss alle vier bis fünf Wochen erneuert werden. So kommen Monat für Monat viele Kosten auf dich zu, wenn du den Lack professionell auftragen lässt. Für ein Shellac DIY-Set zahlst du in der Regel etwa 30 bis 60 Euro. Die Lacke gibt es in allen möglichen Farben zusätzlich zu kaufen.

Shellac Nagellack für zu Hause

Hast du ein ruhiges Händchen und möchtest deine Maniküre mit Shellac selber zu Hause machen, brauchst du nur die passenden Produkte plus eine genaue Anleitung, wie die DIY Maniküre mit Gel funktioniert. Beides findest du hier.

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  • Basecoat
  • Topcoat
  • UV-Lacke in drei verschiedenen Farben
  • UV-Lampe
  • Nagelfeilem
  • Nail Cleaner
  • Aceton UV-Nagellackentferner
  • Holzspatel
  • Zelletten
  • Alufolien

Die schönsten Shellac Nagellacke

Anwendung: So funktioniert die Maniküre mit Shellac

  1. Kürze deine Nägel und feile sie in Form. Schiebe auch die Nagelhaut zurück und entferne sie ggf. – dafür kannst du spezielle Schieber und Knipser für die Nagelhaut verwenden. Wie genau du beim Entfernen der Nagelhaut vorgehst, liest du auch in diesem Artikel: Nagelhaut entfernen.
  2. Danach entfettest du die Nageloberfläche mit dem Nail Cleaner. So haftet der Lack später besser auf dem Nagel.
  3. Trage eine sehr dünne Schicht vom transparenten Basecoat auf die Nägel der ersten Hand auf. Lasse den Lack anschließend für 30 Sekunden unter der UV-Lampe aushärten.
  4. Danach trägst du die erste Schicht deines Farblacks aus. Achte auch hierbei darauf, dass die Schicht nicht zu dick wird. Dann wieder 30 Sekunden unter die UV-Lampe.
  5. Im Anschluss folgt eine zweite Schicht des Farblacks, damit das Farbergebnis intensiver ist. Dünn lackieren, dann 30 Sekunden unter der Lampe trocknen lassen.
  6. Zum Schluss kommt eine dünne Schicht vom Topcoat auf die Nägel. Diesen kannst du für 60 Sekunden trocknen lassen.
  7. Entferne die sogenannte Schwitzschicht auf den Nägeln mit einem in Aceton getränkten Wattepad.
  8. Wiederhole anschließend alles an der anderen Hand, trage zum Schluss noch etwas Nagelöl auf und verwende eine Handcreme. Dann bist du fertig.

In diesem Video siehst du noch einmal, wie die YouTuberin Heavensdream ihre Maniküre mit Shellac macht:

Shellac entfernen: So geht es richtig

Shellac ist sehr widerstandsfähig und blättert nicht so schnell ab wie normaler Nagellack. Trotzdem wächst er mit der Zeit raus und sollte nach etwa zwei bis vier Wochen entfernt werden. Shellac entfernst du mithilfe von einem Lösemittel: Aceton. Es weicht den Nagellack auf, sodass dieser einfach von dem Nagel gelöst werden kann. Wie du bei dem Entfernen deines Shellacs genau vorgehst und was du dafür benötigst, liest du in diesem Artikel: Shellac entfernen: Keine Zeit fürs Nagelstudio? So entfernst du ihn zu Hause

Fazit: Die Vor- und Nachteile von Shellac

Vorteile

  • Ist kratzfest, blättert nicht so schnell ab und sehr widerstandsfähig
  • Die Haltbarkeit ist deutlich besser als bei herkömmlichem Nagellack (ca. drei bis vier Wochen)
  • Wird in dünnen Schichten aufgetragen und sieht dadurch natürlicher aus als klassische Gelnägel
  • Gibt dem Fingernagel mehr Stabilität, sodass dieser nicht so schnell abbricht
  • Lässt sich vom Profi oder selber zu Hause anwenden

Nachteile

  • Das Lackieren ist aufwendiger als das Auftragen von normalem Nagellack
  • Bei der Entfernung des Lacks vom Fingernagel werden chemische Lösungsmittel eingesetzt, die dem Naturnagel schaden können und ihn weicher und brüchiger machen
  • Die Anwendung erfordert etwas Geschick und ein ruhiges Händchen

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Verwendete Quellen: prosieben.de, zauberblick-hamburg.de, beautypunk.com

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