Schwitzen am Kopf: Ursachen und was wirklich hilft

Schwitzen am Kopf: Ursachen und was wirklich hilft

Starkes Schwitzen am Kopf und im Gesicht kann gerade im Sommer super lästig sein. Was hilft, erfährst du hier.

Gerade saß die Frisur noch und jetzt sind die Strähnen schon wieder klebrig und die Haare platt. Und auch das Make-up, das eben noch on fleek war, ist im Nullkommanix verlaufen und Schweißperlen laufen die Stirn herunter. Kennst du das Problem? Schwitzt du auch so stark am Kopf, solltest du jetzt gut aufpassen. Wir verraten dir, woran es liegen kann und geben dir nützliche Tipps mit an die Hand.

Symptome: An diesen Anzeichen erkennst du starkes Schwitzen

Dass wir schwitzen, ist ganz normal. Wo wir am meisten Schwitzen, kann von Person zu Person verschieden sein. Manche schwitzen vor allem unter den Achseln, andere schwitzen unter der Brust vermehrt und manche bemerken den Schweiß vor allem am Kopf. Hier kann das starke Schwitzen an Kopfhaut, Stirn und dem Rest des Gesichtes besonders störend sein. "Hyperhidrose“ wird die verstärkte Schweißproduktion auch im Fachjargon genannt. "Hyperhidrosis facialis“ wird es genannt, wenn der starke Schweiß am Kopf vorkommt. Du bemerkst es vor allem an folgenden Anzeichen:

  • Schweiß bildet sich am Kopf, selbst wenn du nicht gerade Sport machst oder die Temperaturen nicht allzu warm sind.
  • Dein Make-up verläuft ständig, weil die Haut so viel Schweiß produziert.
  • Deine Haare sind schnell wieder feucht und strähnig und du musst sie relativ häufig waschen.

Ursachen: Die Gründe für starkes Schwitzen am Kopf

Der wohl häufigste Grund für Schwitzen am Kopf ist warmes Wetter. Im Sommer schwitzen wir generell mehr. Der Körper reagiert dadurch auf die warmen Temperaturen. Indem er Schweiß produziert, sorgt er für Abkühlung und verhindert, dass wir überhitzen. Schwitzen ist also eine ganz normale Körperfunktion, die richtig und wichtig ist. 

Und auch auf dem Kopf können wir im Sommer mehr schwitzen als sonst. Gerade bei langen Haaren oder bei Personen, die häufig Mützen und Hüte tragen, kommt es durch den Wärmestau an der Kopfhaut zu einer stärkeren Schweißproduktion. Doch es gibt noch weitere Gründe, die starkes Schwitzen am Kopf (Hyperhidrose) hervorrufen können. Hierzu zählen...

  • Veranlagung: Bei manchen kann es sein, dass der Grund für starkes Schwitzen die Gene sind. In manchen Fällen sind die Schweißdrüsen überaktiv und produzieren mehr Schweiß, als es bei anderen Personen der Fall ist.
  • Hormone: Auch ein hormonelles Ungleichgewicht kann verursachen, dass der Körper mehr Schweiß als sonst absondert. Das ist vor allem in den Wechseljahren der Fall, weshalb viele Frauen in dieser Zeit mehr schwitzen.
  • Krankheiten: Bestimmte Krankheiten können sich auch auf die Schweißproduktion auswirken. Hierzu zählt zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion, Krebs oder Diabetes.
  • Ungesunder Lebensstil: Ein ungesunder Lebensstil mit viel Alkohol und Nikotin kann verursachen, dass man mehr schwitzt. Und auch Übergewicht (Adipositas) kann ein Grund für starkes Schwitzen sein.
  • Bestimmte Medikamente: Einige Medikamente können sich ebenfalls auf die Schweißproduktion auswirken. Hierzu zählen vor allem Schmerzmittel und Hormonpräparate.
  • Psychische Faktoren: Ist man oft gestresst, nervös oder angespannt, kann das die Schweißdrüsen aktivieren.
  • Körperliche Anstrengung: Treiben wir Sport, heizt sich der Körper durch die Bewegung auf. Dann produziert er vermehrt Schweiß, um sich wieder abzukühlen. Dieser kann überall am Körper auftreten.

Kannst du selber nicht herausfinden, woran dein starker Kopfschweiß (Hyperhidrose) liegt, dann lass dich gerne von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen. Der Arzt oder die Ärztin kann herausfinden, ob eine Erkrankung zugrunde liegt.

Behandlung: Das hilft bei starkem Schwitzen am Kopf

Bevor du irgendetwas gegen das Schwitzen am Kopf unternimmst, solltest du erst einmal die genaue Ursache dafür herausfinden. Kennst du diese, lässt sich das Kopfschwitzen besser und gezielter behandeln. Wird die Ursache bekämpft, kann auch der Schweiß auf dem Kopf weniger werden.

Liegt deinem starken Schwitzen am Kopf (Hyperhidrose) keine Erkrankung zugrunde und es stört dich sehr doll, kannst du die Behandlung mit dem Nervengift Botox (Botulinumtoxin) anwenden. Botox hemmt die Signalübertragung zu den Schweißdrüsen und dadurch auch die Schweißproduktion. Die Behandlung ist allerdings relativ teuer und muss alle paar Monate wiederholt werden.

Weitere Tipps gegen den Kopfschweiß:

  • Antitranspirant: Wir verwenden ein Antitranspirant meist unter den Achseln. Es hemmt die Schweißproduktion. Doch auch auf dem Kopf kannst du es verwenden. Einfach ein flüssiges Antitranspirant in die Kopfhaut einmassieren. Doch Achtung: Es kann die Kopfhaut schnell reizen.
  • Gesunder Lifestyle: Weniger Nikotin und Alkohol sowie eine gesunde, ausgewogene Ernährung und reichlich Wasserzufuhr können bei manchen schon einen Unterschied machen und die Schweißproduktion wieder ins Gleichgewicht bringen. Meide auch scharfes Essen.
  • Wechselduschen: Wechselduschen regen die Durchblutung an und können so auch die Schweißproduktion regulieren.
  • Babypuder oder Trockenshampoo: Verwende Babypuder oder Trockenshampoo, um den Schweiß auf der Kopfhaut aufzusaugen. So sehen deine Haare direkt wieder frisch aus. Es löst zwar das Schweißproblem nicht an der Wurzel, ist aber eine gute Übergangslösung, wenn du schnell frisch aussehen willst. Der Nachteil: Trockenshampoo kann auf Dauer die Poren verstopfen. Verwende deshalb immer mal wieder ein Tiefenreinigungsshampoo.
  • Salbeiaufguss: Salbei wirkt schweißregulierend und schweißhemmend. Einfach etwas Salbeitee aufkochen und abkühlen lassen. Anschließend über den Kopf geben und in die Kopfhaut einmassieren. Nach 10 Minuten auswaschen.

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Verwendete Quellen: utopia.de, everydry.de

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