Orangenöl: Anwendung und Wirkung des fruchtigen Beautyelixirs

Orangenöl: Anwendung und Wirkung des fruchtigen Beautyelixirs

Orangenöl duftet herrlich aromatisch und eignet sich wunderbar als Beautymittel. Wir verraten dir, wie du es am besten anwendest.

Wenn es um die Pflege unseres Körpers und unserer Haut geht, verlassen wir uns am liebsten auf die Kraft der Natur. Natürliche Inhaltsstoffe haben oftmals die beste und effektivste Wirkung – kein Wunder also, dass wir immer auf der Suche nach neuen Wundermitteln und Beautyelixiren sind. Neben Sanddornöl, Zitronenöl, Babassuöl und Amlaöl gibt es noch ein weiteres Öl, das aus einer sehr bekannten Citrusfrucht hergestellt wird, einen herrlichen Duft verströmt und ein tolles Pflegeprodukt sein soll: Hier erfährst du alles über die Wirkung von naturreinem Orangenöl – inklusive Rezept zum Selbermachen.

Wie wird Orangenöl hergestellt?

Orangenöl entsteht durch den Prozess der Kaltpressung. Da die ätherischen Öle der Orange nicht nur in der Frucht, sondern auch in der Schale enthalten sind, gibt es verschiedene Varianten des Citrus Öls.

  • Orangenöl wird aus den gepressten Schalen gewonnen, als Nebenprodukt der industriellen Produktion von Orangensaft
  • Orangenblütenöl (auch: NeroliölI) wird aus den Orangenblüten destilliert
  • Süßes Öl: Sehr weitverbreitetes Orangenöl der süßen Orange (lateinisch: Citrus sinensis), entsteht durch Kaltpressung
  • Bitteres Öl: Das naturreine Orangenöl aus Bitter-Orangen oder Pomeranzen ist weitaus seltener. Diese Orangenart wächst hauptsächlich in Spanien oder Sizilien.

Welche Wirkung hat Orangenöl?

Naturreines Orangenöl hat viele positive Auswirkungen auf unseren Körper:

  • Es entspannt die Muskulatur und die Nerven.
  • Orangenöl kann die Stimmung heben und in stressigen Situationen beruhigen.
  • Das Öl regt den Appetit an und fördert die Verdauung.
  • Orangenöl zieht die Poren zusammen – adstringierend für Haut und Schleimhäute.
  • Es unterstützt den Körper dabei, Bakterien abzuwehren.
  • Orangenöl wirkt entfettend.

Das Öl der Bitter-Orangen enthält einen höheren Anteil an Terpineol, das auch in Terpentin enthalten ist. Deshalb wird bitteres Orangenschalenöl unter anderem auch im Haushalt und als Reiniger eingesetzt.

Orangenöl: Anwendung auf dem Körper

Wenn du Orangenöl in deine Beautyroutine einbauen möchtest, solltest du darauf achten, dass du ein naturreines Öl mit hoher Bio Qualität kauft. Diese Zitrusöle gibt es zum Beispiel in Bio-Märkten und Reformhäusern oder online. Außerdem solltest du das Öl nie unverdünnt verwenden.

Es gibt folgende Anwendungsgebiete für Orangenöl als Pflegeprodukt:

  1. Eincremen: Vermische ein paar Tropfen des naturreinen Öls mit deiner Hautcreme. Müde und schlaffe Haut wird so besser durchblutet und sieht rosiger aus. Außerdem werden die Poren durch das Öl zusammengezogen und die Haut wirkt glatter. Fettige Haut wird durch das naturreine Öl mattiert und Unreinheiten heilen schneller ab.
  2. Massieren: Massagen mit Orangenölzusatz, wirken entspannend und lockern die Muskeln, was besonders bei Verspannungen oder Muskelkater sehr angenehm sein kann. Außerdem hat es einen sehr angenehmen Duft! Dafür einfach ein paar Tropfen des Öls mit deinem Massageöl mischen.
  3. Fußbäder: Ein Fußbad mit ein paar Tropfen Orangenschalenöl im Wasser hilft gegen müde und erschöpfte Füße.
  4. Haare pflegen: Mit etwas Wasser vermischt hilft Orangenöl dabei, die Kopfhaut besser zu durchbluten und die Haare zum Glänzen zu bringen. Auch fettige Haare bleiben durch die Orangen-Massage länger frisch.
  5. Zahnschmerzen: Laut Studien kann Orangenschalenöl auch Zahnfleischentzündungen mindernDu kannst die entzündete Stelle direkt mit Orangenöl einreiben oder auch einige Tropfen Orangenöl ins Mundwasser geben.

Orangenöl: Anwendung im Haushalt

Doch nicht nur im Bad und im Beauty-Bereich ist Orangenöl eine echte Wunderwaffe. Du kannst es auch in der Küche und im Haushalt vielseitig einsetzen. Auch hier solltest du beachten, dass du das Öl nicht unverdünnt einnehmen oder verwenden solltest.

  1. Küche: Egal ob Salate, Dressings oder Backen: Ein paar Tropfen Orangenöl (am besten vermischt mit einem anderen Öl, zum Beispiel Olivenöl) sorgen bei allen Gerichten und in vielen Rezepten für ein fruchtiges Aroma.
  2. Fußboden reinigen: Gib ein paar Spritzer süßes Orangenöl ins Wasser, zusätzlich zum Putzmittel. Damit kannst du Kacheln und Fußböden von Fettspritzern reinigen und der Raum wird von einem frischen Zitrusduft erfüllt. Achtung: Plastik oder gelackte Holzoberflächen können durch das Orangenöl matt werden.
  3. Hartnäckige Klebereste oder Etiketten kannst du ebenfalls mit Orangenöl entfernen: Gib einige Tropfen als Reiniger auf ein Baumwolltuch und reibe die Stelle ein.
  4. Unbehandeltes Holz, zum Beispiel bei Möbeln oder Fußböden kannst du mit Orangenöl einölen: Mische dazu das Orangenöl zu dem Holzpflegeöl. Der Duft des Öls schützt das Holz gegen Insekten- oder Pilzbefall und riecht sehr angenehm.
  5. Bitteres Öl gegen Fette: Mit bitterem Orangenöl lassen sich der Grill, Backofen oder die Fahrradkette reinigen.

Orangenöl: Anwendung als Wellness-Elixir

Durch sein fruchtiges Aroma hellt Orangenöl unsere Stimmung auf und hilft uns dabei zu entspannen. Probiere es doch einmal mit folgenden Aromatherapien:

  • Spannungskopfschmerzen: Massiere mit ein paar Tropfen deine Schläfen.
  • Gegen Erkältung: Inhaliere mit Orangenöl oder gib ein paar Tropfen in den heißen Tee. So kannst du besser durchzuatmen.
  • Duftlampe: Orangenöl entspannt bei Stress und kann helfen, schneller einzuschlafen. Gib dafür ein paar Tropfen in deine Duftlampe, lehne dich zurück und genieße, wie der Duft dich entspannt.
  • Orangenöl in Duftkerzen vertreibt im Sommer lästige Insekten.

Orangenöl: Das solltest du beachten

So viele Vorteile das Orangenöl auch hat, so sollte man es doch auch mit Vorsicht verwenden. Beachte vor allem Folgendes:

  • Vorsichtig bei offenem Feuer, da reines Orangenöl leicht Feuer fangen kann.
  • Beachte unbedingt die Gebrauchsanweisung auf der Flasche.
  • Orangenöl kann man nur mit Alkohol oder Öl verdünnen, mit Wasser vermischt es sich nicht.
  • Reines Orangenöl sollte man nicht ins Abwasser schütten, es gehört in den Sondermüll.
  • Auch verdünntes Orangenöl kann manchmal zu allergischen Reaktionen führen. Teste in einer Armbeuge, ob du das Öl verträgst.
  • Verwende kein Orangenöl, wenn du dich längere Zeit in der Sonne aufhältst. Wie viele ätherische Öle kann es bei intensiver Sonnenbestrahlungen die Haut reizen.

Klicke dich durch die Bildergalerie für unsere Orangenöl-Lieblinge:

Orangenöl selber machen: So geht's

Professionell wird Orangenöl durch Kaltpressung gewonnen, doch auch Orangenöl kann man zu Hause selbst herstellen. Der Prozess des Öls ist etwas aufwendig und dauert mehrere Tage – doch am Ende wird es sich lohnen! Hier kommt das Rezept:

Du brauchst:

  • Viele Orangen, davon wird ausschließlich die Schale verwendet
  • Ein Messer
  • Ein Käsetuch (z.B. hier über Amazon, drei Stück für 9 Euro 🛒)
  • Eine preiswerte Flasche Wodka
  • Ein Einmachglas mit einem luftdichten Verschluss

So funktioniert es:

  1. Als Erstes werden die Schalen von den Orangen entfernt. Dabei darauf achten, dass die weiße Schale so gut es geht, mit dem Messer abgetrennt wird. Je mehr weiß noch an den Schalen ist, desto länger dauert der Trockenvorgang.
  2. Anschließend die Orangenschalen trocknen lassen. Das dauert in der Regel fünf bis sieben Tage. Wer ganz sicher sein will, wartet zehn Tage.
  3. Lege die Schalen zum Trocknen einfach an einen warmen und trockenen Ort.
  4. Sobald die Schalen getrocknet sind, werden diese ein wenig zerkrümelt und kommen anschließend in das Einmachglas.
  5. Gib nun so viel Wodka darüber, dass die Schalen bedeckt sind. Dann das Glas fest verschließen.
  6. Jetzt heißt es abwarten. Während der Wartezeit solltest du mehrmals täglich das Glas etwas bewegen und schütteln, damit sich alles gut verteilt und löst.
  7. Nach ein paar Tagen kann man beobachten, wie die Flüssigkeit langsam orange wird. Das ist das Öl, das aus den Orangenschalen austritt.
  8. Nun das Käsetuch über einer kleinen Schüssel ausbreiten und Glasinhalt hineingießen. Dann eine kleine Kugel formen und die Orangenschalen ordentlich ausdrücken.
  9. Das Einmachglas ausspülen, damit man es im nächsten Schritt für das Öl verwenden kann.
  10. Das Öl kommt zurück und das Einmachglas. Lege nun ein Küchenhandtuch über das geöffnete Glas und lasse es an einem gut belüfteten Ort stehen.
  11. Dadurch kann der Alkohol evaporieren und das reine Orangenöl entsteht.
  12. Wenn das Öl nicht mehr nach Alkohol riecht, kann man den Deckel schließen – fertig ist dein selbstgemachtes Orangenöl!

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Verwendete Quellen: amazon.com, utopia.de

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