Haarbruch vermeiden: Ursachen & die besten Tipps

Haarbruch vermeiden: Ursachen & die 10 besten Tipps

Wenn die Haare abbrechen, werden sie immer dünner, spröder und glanzloser. Wünschst du dir gesunde Haare ohne Haarbruch, solltest du dir diese Tipps zu Herzen nehmen.

Gesunde und glänzende Haare wünschen sich die meisten. Doch das Monster, das um die Ecke lauert und unseren Plänen einen dicken Strich durch die Rechnung macht, heißt: Haarbruch. Brechen die Haare ab, wirken sie dünn, spröde und glanzlos. Doch die gute Nachricht: Mit der richtigen Technik und Pflege kannst du Haarbruch bekämpfen und gut vorbeugen. Alles, was du wissen musst, erfährst du hier.

Was genau ist Haarbruch und wie sieht er aus?

Dass unsere Haare hin und wieder abbrechen, ist etwas ganz Normales. Immerhin sind die feinen Härchen dünner als ein Faden. Sind wir beim Kämmen etwas zu grob oder ziehen das Haargummi zu forsch heraus, können die Haare leicht abbrechen. Ist die Haarstruktur aber besonders porös, kann der Haarbruch auch am ganzen Kopf auftreten. Die Haare werden dünner und verlieren als Elastizität und Spannkraft.

Haarbruch erkennst du an den weißen kleinen Punkten am Ende des Haares, wo das Haar abgebrochen ist. Viele glauben, dass Haarbruch und Spliss dasselbe ist. Dem ist aber nicht so. Beim Spliss teilen sich die Haarspitzen in zwei oder sogar mehrere Stränge. Doch auch hier wirkt es spröde und glanzlos.

Ist der Haarbruch einmal da, lässt er sich kaum mehr reparieren. Besser ist es daher, dem Abbrechen der Haare vorzubeugen. Wie du das machst, erfährst du weiter unten.

Die Ursachen: Deshalb brechen die Haare ab

  • Chemische Behandlungen: Beim Färben der Haare wird die Haarstruktur aufgebrochen, um Farbpigmente ins Haar zu schleusen. Bei der Blondierung funktioniert das ganz ähnlich, nur dass dem Haar hier die Pigmente entzogen werden. Dieser chemische Prozess kann dem Haar schaden, ihm Feuchtigkeit entziehen und es so poröser machen. Nicht selten bekommen viele Personen, die ihre Haare chemisch behandeln lassen haben, im Anschluss ohne die richtige Pflege brüchige Haare – vor allem an den Haarspitzen und in den Längen.
  • Reibung: Reibung ist eine der häufigsten Ursachen für Haarbruch. Falsche Haargummis, Mützen, raue Kissenbezüge oder falsches Bürsten können dazu führen, dass die Haarstruktur aufgebrochen wird und die feinen Haare abbrechen.
  • Mangelnde Feuchtigkeit: Ist das Haar stark und gesund und ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, ist es auch elastischer und hat mehr Spannkraft. So bricht es nicht so schnell ab. Fehlt es dem Haar jedoch an Pflege und Feuchtigkeit, begünstigt das auch Haarbruch und Spliss an den Haarspitzen.
  • Physische Ursachen: Auch physische Ursachen wie ein Nährstoffmangel, die Einnahme von bestimmten Medikamenten, ein Ungleichgewicht der Hormone oder bestimmte Krankheiten können sich auf den Zustand der Haare auswirken und Haarbruch begünstigen.
  • Psychische Ursachen: Stress und psychische Belastung haben ebenfalls einen Einfluss auf die Haare. Ein gestresster Körper benötigt besonders viele Nährstoffe. Werden ihm diese nicht ausreichend hinzugefügt, spart er sie dort ein, wo sie nicht unbedingt notwendig sind. So können diese Faktoren Haarbruch oder sogar Haarausfall verursachen.

Die 10 besten Tipps gegen Haarbruch

1. Tipp: Haare richtig pflegen

Die richtige Haarpflege ist das A und O für gesunde Haare. Damit deine Haare stark, gesund, elastisch und widerstandsfähig bleiben, solltest du bei der Pflege Folgendes beachten:

  • Achte auf die Verwendung der richtigen Produkte. Benutze lieber milde Shampoos und meide Produkte mit schlechten Inhaltsstoffen, die die Haare austrocknen können. Zu diesen zählen unter anderem aggressive Sulfate, wasserunlösliche Silikone, Alkohol, synthetische Duftstoffe, Farbstoffe und Konservierungsstoffe und Parabene.
  • Wasche deine Haare nicht zu oft. Bei jeder Haarwäsche entfernst du den körpereigenen Talg. Dieser spendet dem Haar Feuchtigkeit und legt sich wie ein Schutzmantel um das Haar, sodass es nicht so schnell austrocknet. Entfernen wir täglich die pflegenden Öle, kann das Haar schneller abbrechen.
  • Gib dein Shampoo nur auf die Kopfhaut. Das Shampoo öffnet die Schuppenschicht, sodass Schmutz, Produktreste und Co. besser herausgespült werden können. Da die Längen und Spitzen meist eher trockener und brüchiger sind als die Haare am Ansatz, sollten diese ausgespart werden. Sie werden mit dem Shampoo versorgt, sobald du es auswäschst.
  • Ein Conditioner gehört zu jeder Haarwäsche dazu. Er pflegt das Haar, spendet Feuchtigkeit, schließt die Schuppenschicht und schützt es vor erneutem Austrocknen. Deshalb solltest du ihn bei jeder Haarwäsche verwenden und ihn in den Längen und Spitzen verteilen. Gut ausspülen nicht vergessen.
  • Etwa einmal die Woche lohnt es sich, eine reichhaltige Haarkur zu verwenden. Sie spendet dem Haar noch mehr Pflege dank der intensiv nährenden Inhaltsstoffe. Du lässt die Haarmaske mindestens 20 Minuten einwirken und gibst deinen Haaren wieder mehr Kraft für den Alltag. So sind die auch dauerhaft gut gegen Haarbruch geschützt.
  • Eine Leave-in Pflege versiegelt deine Haare nach der Haarwäsche. Sie sorgt dafür, dass die Haare sich besser durchkämmen lassen, macht sie geschmeidig und glänzend. Du kannst ein Haaröl, Haarserum oder ein anderes Leave-in Produkt deiner Wahl verwenden, um die Haare gegen Haarbruch zu schützen.

2. Tipp: Reibung vermeiden

Unsere Haare sind besonders fein und porös. In der Regel halten sie aber eine Menge aus. Ist das Haar aber durch eine Blondierung oder durch fehlende Pflege geschädigt und trocken, kann es bei der geringsten Reibung schon brechen. Willst du Haarbruch vermeiden, solltest du zum Beispiel darauf verzichten, regelmäßig Mützen, Schals und Rollkragenpullover zu tragen. Durch die Reibung können die Haare hier sehr einfach abbrechen. Deshalb haben auch viele im Winter brüchiges Haar im Nacken.

Besonders wichtig ist es auch, Reibung beim Schlafen zu mindern. Wälzt du dich Nacht für Nacht auf deinem Kissen, können durch die Reibung auch die Haare abbrechen. Deshalb solltest du jede Nacht eine geeignete Schlaffrisur tragen, die die Haare schont. Am besten eignet sich dafür ein locker geflochtener Zopf oder ein lockerer hoher Dutt. Zusätzlich lohnt es sich, den Kissenbezug gegen einen Satin Kissenbezug auszutauschen. Satin ist glatt und weich, sodass die Haare hier sanft drüber gleiten und weniger brechen.

Noch ein Fehler, den viele machen: Sie rubbeln ihre Haare nach dem Waschen mit einem Handtuch ab. Das ist ein absolutes No-Go für die Haare und wird oft mit Haarbruch bestraft. Stattdessen solltest du die Feuchtigkeit nach dem Duschen sanft aus den Haaren kneten und sie dann in ein Baumwollshirt oder ein Mikrofaserhandtuch hochbinden.

3. Tipp: Haare schonend bürsten

Tag für Tag bürsten wir unsere Haare. Da dieser Vorgang mittlerweile sehr routiniert ist, gehen viele von uns etwas grob mit ihren Haaren um, um Knötchen zu entfernen. Beachte beim Bürsten deshalb immer folgende Regel: Immer von unten nach oben bürsten. Das heißt, du startest mit dem Kämmen an den Spitzen und arbeitest dich nach und nach hoch bis zum Haaransatz.

Auch das Bürsten im klitschnassen Zustand der Haare solltest du meiden. Sind sie feucht, können sie leichter brechen. Lass sie stattdessen antrocknen und bürste die Haare dann mit einer geeigneten Entwirrungsbürste. Unser Redaktionsliebling: der Tangle Teezer.

4. Tipp: Weniger Hitze verwenden

Hitze ist der Feind unserer Haare – aber nur, wenn wir sie falsch einsetzen. Was du beim Styling der Haare mit Hitze beachten solltest:

  • Style deine Haare nicht täglich mit Hitze. Das kann die Haare auf Dauer schädigen. Gönne ihn zwischendurch auch mal Stylingpausen.
  • Stylst du deine Haare mit Hitze, solltest du vorher immer einen Hitzeschutz verwenden. Ein guter Hitzeschutz kann die Haare vor Hitze bis über 200 Grad schützen.
  • Föhne deine Haare niemals auf der höchsten Hitzestufe. Die mittlere Stufe reicht in der Regel vollkommen aus. Und auch bei Glätteisen, Lockenstab und Co. solltest du darauf achten, die Haare nicht zu heiß zu stylen. Die optimale Stylingtemperatur für die meisten Haartypen liegt in etwa bei 180 Grad.
  • Föhnst du deine Haare nach dem Waschen, solltest du sie zuerst etwas an der Luft antrocknen lassen. Dann mit dem Föhn auf mittlerer Stufe die Haare von Ansatz Richtung Spitze föhnen. So schließt sich die Schuppenschicht der Haare und sie sind besser gegen Haarbruch geschützt und wirken glatter und geschmeidiger.

5. Tipp: Haare schonend stylen

Auch das Styling und die Frisur können für vermehrten Haarbruch sorgen. Deshalb solltest du immer darauf achten, dass deine Zöpfe nie zu eng gebunden sind. Bei einem besonders eng gebundenen Pferdeschwanz oder Dutt entsteht nämlich Zug auf den Haaren, der dafür sorgen kann, dass diese brechen. Style dir stattdessen einen lockeren tiefen Pferdeschwanz mit einem schönen Scrunchie oder einer Statement-Haarspange oder einen Messy Bun. Diese Frisuren sind nicht nur haarschonend, sondern auch richtig stylisch.

Ganz wichtig dabei: Verwende ein haarfreundliches Haargummi. Gummis mit Metallsteg sind ein No-Go. Besser sind Spiralhaargummis oder Scrunchies aus Stoff oder Satin.

6. Tipp: Keine chemische Behandlung

Jeder kennt ihn: den Drang, etwas an der Frisur zu verändern. Aus Blond wird Braun und aus Braun wird Blond. Doch bevor du dich auf dem Weg zum Friseur machst, solltest du dich fragen, ob deine Haare die chemische Behandlung wirklich gut vertragen könnten. Hast du schon leicht geschädigte Haare, kannst du ihnen mit einer aggressiven chemischen Behandlung wie einer Blondierung den Gnadenschuss setzen und die Tür für Haarbruch, Spliss und Frizz öffnen. Bist du dir unsicher, lass dich lieber vom Friseur bzw. von der Friseurin deiner Wahl betraten.

Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Lege lieber nicht selber Hand an, sondern überlasse das Haarefärben den Profis. Sie können dir dabei helfen, den perfekten Farbton zu finden und stellen sicher, dass alles richtig und so haarschonend wie möglich abläuft.

7. Tipp: Haare regelmäßig schneiden

Die Spitzen regelmäßig schneiden zu lassen ist ein absolutes Muss für gesunde Haare. Damit sie nämlich auch lange noch gesund bleiben, sich kein Spliss bildet oder die Haare abbrechen, müssen die trockenen, teils kaputten Spitzen abgeschnitten werden. Auch wenn es wehtun mag, die sorgfältig lang gewachsenen Haare um einige Zentimeter zu kürzen: Willst du Haarbruch und Spliss meiden, solltest du mindestens alle drei Monate zum Friseur bzw. zur Friseurin des Vertrauens gehen.

8. Tipp: Lichtschutz für die Haare

Nicht nur unsere Haut sollte vor der UV-Strahlung geschützt werden, auch die Haare benötigen einen guten Sonnenschutz, vor allem im Sommer. Ohne diesen können sie schneller austrocknen und brüchig werden. Grund dafür ist, dass die UV-Strahlung die Proteinverbindungen im Haar löst und es so spröde macht. Besonders im Urlaub solltest du also darauf achten, immer einen Sonnenhut zu tragen und auch ein Sonnenschutzspray für die Haare zu verwenden.

9. Tipp: Ernährung und Nahrungsergänzung

Auch die Ernährung hat einen Einfluss auf Haut, Nägel und die Haare. Um diese zu stärken, ist es wichtig, dass du dich gesund und ausgewogen ernährst und täglich genug Wasser (etwa 2,5 Liter) trinkst. 

Aber auch wenn du dich gesund ernährst, kann es sein, dass deine Haare vermehrt ausfallen oder schnell abbrechen. In diesem Fall könntest du einen Nährstoffmangel haben. Welcher Mangel bei dir vorliegt, kann letztendlich nur eine Blutanalyse beim Arzt bzw. bei der Ärztin klären. Hast du die Vermutung, dass etwas in deinem Körper nicht richtig funktioniert, lass dich vom Arzt oder von der Ärztin beraten.

10. Tipp: Stress meiden

Unsere Psyche hat einen großen Einfluss auf den gesamten Körper. Sind wir gestresst oder spüren eine psychische Belastung, kann unsere Haut mit Unreinheiten reagieren, der Darm sich verstimmen oder die Haare fallen aus. Willst du gesunde Haare haben, solltest du auch versuchen, den Alltagsstress so gut es geht zu minimieren. Dann geht es nicht nur deinen Haaren, sondern auch deinem gesamten Körper besser. 

Hausmittel gegen Haarbruch

  1. DIY Haarmaske: Weiter oben haben wir dir bereits erklärt, dass du regelmäßig eine Haarmaske anwenden solltest, um dauerhaft gesunde Haare zu bekommen und das Risiko für Haarbruch zu verringern. Du kannst eine Haarkur im Handel kaufen oder deine eigene herstellen. Sehr gut eignet sich zum Beispiel diese hier: Mische etwas Olivenöl mit einem Teelöffel Honig und einem Eigelb. Das Ganze dann ins Haar geben und 30 Minuten einwirken lassen. Gut ausspülen.
  2. Apfelessig: Die sogenannte Saure Rinse aus destilliertem Wasser und Apfelessig hilft dabei, die Haare von austrocknenden Produktresten und Kalk zu befreien, sodass sie pflegende Wirkstoffe von Conditioner und Maske besser aufnehmen können. Außerdem schließt die natürliche Haarspülung die Schuppenschicht und beugt so Haarbruch vor. Dafür einfach einen Liter destilliertes Wasser mit zwei bis drei Teelöffel Apfelessig mischen und nach der Haarwäsche über den Kopf gießen. Nicht ausspülen.
  3. Gerstengras: Gerstengras ist ein natürlicher Segen für die Haare. Die Pulver der jungen Gerste soll das Haarwachstum anregen und kann so dafür sorgen, dass die Haare schneller gesund nachwachsen. Hast du bereits viel Haarbruch, kannst du mithilfe von Gerstengras und den Tipps weiter oben dafür sorgen, dass deine Haare nach und nach gesünder und kräftiger werden.

Fazit

Hast du einmal Haarbruch, ist er fast unmöglich zu reparieren. Wichtig ist es daher, dass du dem Haarbruch so gut es geht vorbeugst. Nur so stellst du sicher, dass die Haare gesund und glänzend bleiben. Mit unseren zehn Tipps gelingt dir das bestimmt.

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Verwendete Quellen: schwarzkopf.de, plantur21.com

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