Gua Sha: Die TCM-Wundertherapie gegen Schmerzen, Hautunreinheiten und Co.

- Gua Sha gilt als "natürliches Facelift" – kein Wunder, dass die Therapieform aus der Traditionellen Chinesischen Medizin weltweit immer mehr Anhänger findet. Auch auf Instagram haben wir ihn schon entdeckt, den kleinen jadegrünen oder rosenquarzfarbigen Stein, der als DAS Beauty-Tool der Stunde gilt. Aber was ist Gua Sha eigentlich und was kann das Treatment mit dem Namen, der mehr an ein leckeres Asia-Food erinnert, wirklich? Wir erklären euch den Hype aus Fernost.

Akupunktur, Qigong, Shiatsu oder verschiedene Massagetechniken – die "Traditionelle Chinesische Medizin" (TCM) hat sich längst ihren Weg in unsere Breitengrade gebahnt. Kein Wunder, immerhin liegen ihr über 2000 Jahre alte Heilverfahren zugrunde, die nicht selten da ansetzen, wo unsere Schulmedizin an ihre Grenzen stößt. Ob Verspannungen oder Krämpfe, Hautunreinheiten oder gar -krankheiten, TCM hat die passende Behandlungsmethode. Zu den wohl ungewöhnlichsten zählt Gua Sha. Die Massagetechnik kann dabei helfen, dass wir uns nach der Behandlung wie neugeboren fühlen. Doch nicht nur das. Gua Sha gilt auch als die Wunderwaffe im Kampf gegen Hautprobleme, Pickel, erste Falten und Co.

Was ist Gua Sha?

Frei übersetzt bedeutet Gua Sha "nach Cholera schaben". Das klingt nicht nur unschön, das sieht in den meisten Fällen auch so aus. Bilder davon sollte man sich also nicht unbedingt anschauen. Gua Sha ist eine Therapie, bei der die Haut mittels Schaber so gereizt wird, dass kleine Verhärtungen unter der Haut zum Vorschein kommen, die dann entsprechend behandelt werden.

Gua Sha: So funktioniert die Therapie

Die klassische Gua Sha Massage kann am ganzen Körper angewendet werden, an einigen Stellen wird sie aber weniger intensiv durchgeführt, im Gesicht etwa. Zur Vorbereitung wird die Haut eingeölt, bevor mit der eigentlichen Prozedur gestartet wird. Dafür benutzt der Masseur die Kante eines Schabers. Dieser ist traditionell aus Büffelhorn, weiter verbreitet sind heutzutage aber Steine aus Jade oder Rosenquarz. Die dürften euch auch schon bei Instagram begegnet sein, denn die kleinen Beauty-Wunder-Tools machen grad online die Runde. Durch die Reibung entsteht eine Hautrötung, die Lymphe werden aktiviert und Schlacken werden aus dem Körper transportiert.

Gua Sha Facial

Die Beautywelt ist aktuell ganz verrückt nach dem sogenannten Gua Sha Facial. Dabei wird, wie der Name sagt, die Gua Sha Massagetechnik im Gesicht angewendet. Die Haut soll dadurch strahlender und gesünder wirken, denn das Treatment fördert die Durchblutung und die natürliche Drainage der Lymphknoten. Das Gua Sha Facial wird daher auch "natürliches Facelifting" genannt. "Es konturiert und verfeinert das Gesicht, löst Muskelverspannungen, fördert die Durchblutung und plustert die Haut auf", erklärt Dr. Lamees Hamdan gegenüber der US-amerikanischen Elle. Doch nicht nur ästhetische Aspekte machen das Gua Sha Facial so beliebt. Fans des Treatments schwärmen davon, dass es Kieferkrämpfe lösen und Kopfschmerzen lindern kann.

Was passiert bei einem Gua Sha Facial?

Bei einem Gua Sha Facial geht es ums Kratzen und Schaben, normalerweise in einer langen Aufwärtsbewegung nach außen hin, erklärt Hamdan. Zunächst wird das Gesicht eingeölt, am besten mit Johanniskraut. Dann wird die flache Seite des Schabers am Hals angesetzt und in einem Winkel von 45 Grad zum Gesicht nach oben hin gestrichen. Diese Bewegung wird nun so lange kontinuierlich wiederholt, bis die gesamte Gesichtsfläche behandelt ist.

Gua Sha Facial Tutorial

Die Gua Sha Behandlung ist nicht schmerzhaft, trotzdem reagiert die Haut sehr stark auf die Reizung. Es kann zu Rötungen kommen, die bis zu vier Tage anhalten. Auf ein erstes Date solltest du die ersten Tage nach einem Gua Sha Facial also besser verzichten, wenn du deinen Schwarm nicht verschrecken möchtest...

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