Sex: Diese 6 Geschlechtskrankheiten solltest du kennen

Diese 6 Geschlechtskrankheiten solltest du kennen

Wissen schützt – wir verraten dir hier sechs Geschlechtskrankheiten, die du kennen solltest.

"Great sex is safe sex" – dieses Motto gilt nicht nur in Sachen Verhütung, sondern auch was Infektionen und Krankheiten angeht. Geschlechtskrankheiten sind verbreiteter, als man denkt und werden oft sogar gar nicht als solche erkannt. Damit dir das nicht passiert, haben wir hier die sechs häufigsten Geschlechtskrankheiten und ihre Symptome aufgelistet, damit du dich mit diesem Wissen richtig schützen kannst.

1. Herpes Genitalis

Herpes kennen wir normalerweise nur als Bläschen an der Lippe. Doch das gleiche Virus (HSV-1, HSV-2) kann auch die Geschlechtsteile befallen. Genitalherpes betrifft ca. 13 Prozent aller Menschen zwischen 15 und 49 Jahren und wir Frauen sind doppelt oft davon betroffen. Akute Symptome können zwar bekämpft werden, aber das Virus bleibt ein Leben lang im Körper. Stress oder Hormonschwankungen können es reaktivieren.

Symptome: Kleine Bläschen an der Vulva, Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen, glasiger Ausfluss.

Behandlung: Antivirale Medikamente und/oder Salben mit dem Mikroalgen-Aktivstoff Spiralin

Schutz: Vor allem, wer einen aktuellen Herpes Ausbruch hat, ist ansteckend. Dann sollte man unbedingt auf Sex verzichten.

2. Tripper

Mit jährlich ca. 87 Millionen Neuerkrankungen weltweit ist diese Infektion mit Gonokokken-Bakterien die dritthäufigste Geschlechtskrankheit. Da bei Frauen oft nur schwache oder keine Symptome auftreten, bleibt sie oft unentdeckt.

Symptome: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen. Wenn sich die Entzündung auf die inneren Geschlechtsorgane ausbreitet, sorgt das für Zwischenblutungen, Fieber und Schmerzen. Ein unbehandelter Tripper kann chronisch werden.

Behandlung: Antibiotika-Kombination. Auch diese Krankheit ist meldepflichtig.

Schutz: Verhütung und Tests von Schwangeren, da die Bakterien bei der Geburt auf das Baby übertragen werden können.

3. Chlamydien

Chlamydien sind die häufigste Geschlechtskrankheit weltweit. In Deutschland infizieren sich jedes Jahr ca. 300 000 Frauen. Häufig bleibt die bakterielle Infektion allerdings unentdeckt, denn Erkrankte haben nur wenige oder unspezifische Symptome. Chlamydien können von allein ausheilen, allerdings kann eine unbehandelte Infektion auch böse enden: Steigt sie in Gebärmutter und Eileiter auf, ruft sie Entzündungen hervor und führt in Extremfällen sogar zu Unfruchtbarkeit.

Symptome: Ungewöhnlicher Ausfluss aus Vagina oder After, Zwischenblutungen, Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz, Schmerzen in der Vagina oder beim Sex.

Behandlung: Antibiotika.

Schutz: Verhütung und Testenlassen bei Partnerwechsel. Frauen bis zum 25. Lebensjahr können sich einmal im Jahr kostenfrei bei Frauenärzten testen lassen. Wer älter ist und sich ausschlaggebenden Grund testen lässt, muss circa 50 Euro bezahlen.

4. Filzläuse

Die Parasiten nisten sich gerne in unserer Genital- und Analregion ein, weil sie diese Bereiche mit lockerer Behaarung und vielen Schweißdrüsen mögen. Sie stechen in die Haut ihres Wirts und saugen Blut.

Symptome: Starker Juckreiz und Rötungen im Genitalbereich.

Behandlung: Filzläuse wird man mit Läusekamm und anti-parasitärem Mittel los. Da Filzläuse für 24 Stunden außerhalb ihres Wirts überleben können, sollten auch Kleidung, Bettwäsche und Matratze gewaschen werden.

Schutz: Verhütung bietet leider keinen Schutz, aber eine Intimrasur erschwert es den Läusen, sich einzunisten.

5. HPV

Mit diesem Virus infizieren sich 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen mindestens einmal im Leben. Oft verläuft die Infektion mit dem Humanen Papillomvirus symptomlos und verschwindet von selbst. In schlimmeren Fällen kann diese Krankheit aber auch zu Feigwarzen im Genitalbereich oder zu Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals oder im Mund-Rachen-Raum führen, aus denen sich bösartige Tumore entwickeln können.

Symptome: Meist keine. Selten: Warzen im Genitalbereich.

Behandlung: Feigwarzen werden vereist oder mit einer Creme behandelt. Größere Gewebeveränderungen werden meist bei einer Operation entfernt.

Schutz: Im Idealfall lässt man sich vor dem ersten Geschlechtsverkehr (als Teenager) dagegen impfen. Ab 30 sollte man sich regelmäßig testen lassen. Kondome schützen nur teilweise, da HPV auch durch engen Körperkontakt übertragen werden kann.

6. Syphilis

Syphilis scheint eine Krankheit aus dem Mittelalter zu sein. Doch tatsächlich tritt die Krankheit auch heute noch auf. Die bakterielle Infektion verläuft unbehandelt in vier Phasen, zwischen denen oft jahrelange symptomfreie Abschnitte liegen.

Symptome: 1. Phase: Geschwür an der Eintrittsstelle der Bakterien (oft an Penis, Vulva oder Mund). 2. Phase: grippeähnliche Symptome und Ausschlag an Oberkörper, Händen und Fußsohlen. 3. Phase: Knötchen und Geschwüre im gesamten Körper. 4. Phase (10–20 Jahre nach Ansteckung): Entzündungen in Gehirn und Rückenmark.

Behandlung: Mit Antibiotika. Bleibt Syphilis auch in der 4. Phase unbehandelt, ist sie tödlich.

Schutz: Ansteckungsgefahr droht bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder – wenn man Geschwüre im Mund hat – auch beim Küssen. Da Frauen die Infektion an ihr ungeborenes Kind übertragen können, werden Schwangere schon früh getestet. Syphilis ist meldepflichtig.

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Verwendete Quelle: freundin.de

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