Einen Menschen loslassen, den man liebt: 6 Tipps, die helfen

Einen Menschen loslassen, den man liebt: 6 Tipps, die helfen

Die Grenzen zwischen Liebe und Schmerz verschwimmen schnell. Was du tun kannst, damit du jemanden, den du liebst, endlich loslassen kannst, liest du hier.

Nichts scheint widersprüchlicher, als jemanden loslassen zu müssen, den man eigentlich noch liebt. Doch manchmal geht es eben nicht anders. Egal was der Grund dafür ist, nur durch das Loslassen dieser Person kannst du wieder zu deinem Glück finden. Warum es so wichtig ist, abzuschließen und nach vorne zu schauen und was dir dabei helfen kann, verraten wir dir hier.

Warum Liebe auch manchmal loslassen bedeutet

Jemanden loslassen zu müssen, den man eigentlich noch liebt, ist das wohl Schwerste, was man im Leben tun muss. Doch manchmal gibt es eben keine Alternative. Denn auch die größte Liebe reicht nicht aus, wenn man einfach nicht zusammen funktioniert und sich nicht guttut.

Gründe dafür gibt es viele. Vielleicht habt ihr unterschiedliche Zukunftspläne, ein unverzeihlicher Seitensprung ist passiert oder die Beziehung ist toxisch und macht dich unglücklich, obwohl du deinen Partner oder deine Partnerin eigentlich noch liebst.

Was der Grund auch sein mag, ist das Ende der Beziehung erreicht, musst du lernen, loszulassen und nicht mehr an der Person festzuhalten. Ist die Liebe zur anderen Person aber noch sehr präsent, kann das eine ganz schön große Herausforderung sein, vor der fast jeder schon mal stand. Eine Trennung von einer Person, die man noch liebt, kann ganz schon tiefe Wunden hinterlassen. Um inneren Frieden zu finden, musst du es aber versuchen, einen Abschluss zu finden. Wenn du das nämlich nicht tust, kann Folgendes passieren:

  • Du hältst an einer Sache fest, die dich psychisch kaputtmachen kann
  • Du verschließt die Augen vor der Wahrheit und verlierst dich im „Was wäre wenn“
  • Du verschließt dich für die guten Dinge im Leben
  • Du gibst dir keine Chance, aus der Situation zu lernen und daran zu wachsen

Jemanden loslassen, den man liebt: Aber wie?

Die gemeinsame Zukunft ist verloren, aber die Liebe ist noch da. Stehst du vor dieser Situation, fragst du dich vielleicht, wie es jetzt weitergehen soll. Keine Sorge. Damit bist du nicht alleine. Fast jedem Menschen ging es schon mal so. Was du jetzt vielleicht erlebst, ist Verlustangst, Angst vor dem Alleinsein oder absoluter Herzschmerz.

Um das zu überwinden, hilft nur eins: Loslassen. Loszulassen ist aber leichter gesagt als getan. Wie soll das gehen, wenn die Liebe und die Erinnerungen an die Beziehung noch so präsent ist?

Im Grunde muss jeder Mensch da seinen eigenen perfekten Weg finden. Während für den einen Ablenkung hilft, muss sich der andere intensiv mit dem Vergangenen auseinandersetzen, um einen Abschluss zu finden. Da gibt es keinen goldenen Weg und es ist auch vollkommen okay, wenn du im Prozess der Heilung noch mal die Richtung änderst.

Doch bedenke immer: Du bist nicht alleine. Du hast Freunde und Familie, mit denen du über die verlorene Liebe sprechen kannst. Sie können dir gute Ratschläge geben und manchmal hilft auch schon das Gefühl, dass es nicht nur dir so geht. 

6 Tipps, die dir beim Loslassen helfen können

Die Zeit des Loslassens und Heilens ist auf ein Auf und Ab. Erwarte nicht, dass das Loslassen von Tag zu Tag besser wird. Du wirst auch mal schlechte Tage zwischendurch haben. Doch das gehört alles zum Heilungsprozess dazu. Ist die Entscheidung einmal gefallen, nicht mehr an der Person festzuhalten, wird es irgendwann besser werden. Wir verraten dir sechs Tipps, die dir dabei helfen können, loszulassen. Doch bedenke: Diese Tipps sind noch lange kein Garant dafür, dass du die verlorene Liebe und die Beziehung von heute auf morgen abgehakt hast. 

1. Sich der Wahrheit stellen

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Es gibt kaum ein Sprichwort, das besser zu dieser Situation passt. Nach einer Trennung idealisieren wir häufig die verlorene Liebe, stellen den Partner oder die Partnerin auf ein Podest und vergessen oft all die Dinge, die zum Ende der Partnerschaft geführt haben. Es kann schwer sein, die Wahrheit zu akzeptieren. Doch sie ist der Anfang vom Ende des Herzschmerzes. Wenn du erkennst, warum es mit dem anderen Menschen nicht funktioniert hat und dass er oder sie nicht die richtige Person für dich ist, wird dir das Loslassen und Weitermachen leichter fallen.

2. Kontakt abbrechen

Wie willst du jemanden loslassen, der ständig und immer wieder in dein Leben tritt und den Heilungsprozess so unterbricht? Auch wenn es wehtut, solltest du diesen geliebten Menschen (wenigstens eine Zeit lang) aus deinem Leben halten und dich an erste Stelle setzen. Es geht jetzt darum, dass es dir besser geht und wirst du dabei immer wieder an den Schmerz erinnert, wird dir das nicht helfen. Verstehe uns nicht falsch: Es gibt auch Menschen, die können loslassen, obwohl sie weiter den Kontakt zur Person halten, von der sie sich entlieben müssen. Doch das ist ein Haufen Arbeit und deutlich schmerzhafter, als sich den Freiraum zur Heilung zu geben und seine Grenzen klar zu setzen

3. Die eigenen Gefühle reflektieren

Es ist wichtig, dass du deine Gefühle nicht unterdrückst, sondern alles zulässt, was du eben fühlst. Du wirst dich wahrscheinlich traurig, wütend, verloren, verletzt, verwirrt oder alleine fühlen. Das ist ganz normal und gehört dazu. 

Doch Selbstreflexion ist der wahre Weg zum Erfolg. Das trifft nicht nur auf die Trennungssituation, sondern auch auf viele andere Situationen zu. Frag dich zum Beispiel: Warum halte ich an der Person fest? Was macht das Loslassen so schwer? Was würde mir helfen, damit es mir morgen schon ein bisschen besser geht? Welche Dinge könnten mir helfen, um loszulassen? Manchen kann es auch helfen, eine Art Tagebuch zu führen. So führt man sich noch mal die Emotionen vor Augen und weiß, wie man sie besser zuordnen kann.

4. Das "Was wäre wenn?" vernichten

Niemand verlangt von dir, Gedanken und Erinnerungen an glückliche Momente mit dem Partner oder der Partnerin zu löschen. Du brauchst nicht den Neutralisator von Man in Black, solltest aber auch die Hexenkugel aus Harry Potter, mit der du versuchst, in die Zukunft zu schauen, im Schrank lassen. Es bringt nichts, sich zu fragen "Was wäre wenn?". Alles was zählt, ist das hier und jetzt. Akzeptiere die Situation, wie sie jetzt gerade ist und versuche, die Zukunft, die du mit dieser Person geplant hast, beiseitezuschieben. 

5. Die Lektion lernen

Das Leben ist voller Lektionen, aus denen wir lernen können. Und auch aus dieser Erfahrung, die du jetzt machst, kannst du etwas ziehen. Überlege und frag dich, was die Trennung der Beziehung in dir ausgelöst hat und was du in der Zukunft daraus mitnehmen möchtest. Vielleicht weißt du jetzt, was du dir in zukünftigen Beziehungen wünschst. Vielleicht kennst du jetzt aber auch deine Grenzen besser. Auch Rückschritte, Verlust und Schmerz sind nötig, um im Leben voranzukommen und zu wachsen.

6. Zukunftspläne schmieden

Die Gedanken an die Vergangenheit und den Schmerz der Gegenwart nimmst du jetzt bestimmt besonders deutlich wahr. Und alles hat seine Berechtigung. Arbeite die Vergangenheit auf, spüre den Schmerz, vergiss dabei aber nicht die Zukunft. Doch keine Angst: Es wird nicht immer so sein. Hast du mit der Beziehung zu deinem Partner oder deiner Partnerin abgeschlossen und es geschafft, die geliebte Person loszulassen, hält deine Zukunft wieder jede Menge toller Erfahrungen für dich bereit. Verschließe dich nicht vor der Zukunft, sondern schmiede wieder Pläne und setz dir Ziele, die du noch erreichen willst. Hast du irgendwann mal wieder so richtig Lust auf die Zukunft, hast du auch die Vergangenheit losgelassen.

Fazit: Das hilft beim Loslassen

Jemanden loszulassen, den man liebt, ist eine absolute Monsteraufgabe und kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Doch sei dir sicher: Du bist nicht die einzige Person, die da durch muss. Am Ende musst du deinen eigenen Weg durch das Auf und Ab der Gefühle finden, doch vielleicht helfen dir auch die sechs Tipps, die wir dir hier vorgestellt haben. 

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Verwendete Quellen: liebesmeer.de, lautnachdenken.de

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