5 typische Beziehungsphasen, die jedes Paar durchläuft

Psychologie: Die 5 typischen Beziehungsphasen, die jedes Paar durchläuft

Laut Psychologie durchläuft eine Beziehung gleich mehrere Phasen. Welche das sind und was du in jeder Beziehungsphase tun solltest, liest du hier.

In Hollywood enden die besten Liebesgeschichten in einem Happy End. Zwei Menschen erkennen endlich, dass sie perfekt füreinander sind, küssen sich und segeln zusammen in Richtung Sonnenuntergang. Doch was passiert nach dem Happy End? Wenn die Beziehung zwischen zwei Personen erst anfängt? Hier ist nicht immer alles filmreif. Eine Partnerschaft durchläuft im wahren Leben nämlich mehrere Beziehungsphasen, die die Beziehung auch mal auf die Probe stellen können. In welcher Phase befindest du dich gerade?

Gibt es in jeder Partnerschaft bestimmte Beziehungsphasen?

Jede Partnerschaft ist so individuell wie die Menschen, die diese führen. Doch auch wenn keine Beziehung wie die andere ist, lassen sich grob mehrere Beziehungsphasen identifizieren, die fast jedes Paar durchläuft. Die Beziehung erlebt Hochs und Tiefs, mal genießt man die Partnerschaft in vollen Zügen, dann muss man wieder eine Menge Arbeit reinstecken, damit sie funktioniert. Wir haben fünf Beziehungsphasen identifiziert, die in vielen Beziehungen erkennbar sind. Welche das sind, erfährst du weiter unten.

Wie lange dauern die Phasen einer Beziehung an?

Auch die Dauer der Beziehungsphasen kann von Paar zu Paar unterschiedlich sein. Es gibt auch Paare, die einige Phasen überspringen oder vertauschen. Dadurch lässt sich kein konkreter Zeitplan rekonstruieren, der auf jede Partnerschaft zutrifft. Grob sind die Beziehungsphasen bei vielen Paaren aber folgendermaßen zu erkennen:

  1. Beziehungsphase: Sie dauert etwa ein Jahr
  2. Beziehungsphase: Sie zieht sich oft bis ins zweite Jahr der Beziehung
  3. Beziehungsphase: Sie kann oft mehrere Jahre (ca. zwei bis drei Jahre) dauern
  4. Beziehungsphase: Sie nimmt rund ein Jahr in Anspruch
  5. Beziehungsphase: Sie hat im besten Falle ein Open End

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Die 5 typischen Beziehungsphasen, die jedes Paar durchläuft

Beziehungsphase 1: Verliebtheit

Die aufregendste und intensivste Beziehungsphase ist die erste, die Verliebtheitsphase. Hier erwachen die schlafenden Schmetterlinge im Bauch und lernen das Fliegen. Alles ist spannend und neu und die rosarote Brille sorgt dafür, dass dein Partner oder deine Partnerin in deinen Augen perfekt wirkt. Die Hormone spielen verrückt und bescheren dir Hochgefühle vom Feinsten.  

Typische Anzeichen:

  • Du willst am liebsten jede freie Minute mit deinem Schatz verbringen.
  • Du kannst kaum die Finger von deinem Liebsten oder deiner Liebsten lassen.
  • Alles an deinem Partner oder deiner Partnerin ist perfekt, Macken nimmst du nicht wahr oder sie sind dir egal.
  • Du spürst das bekannte Kribbeln im Bauch, wenn du an den anderen oder die andere denkst.

Das solltest du in dieser Phase tun:

Die wichtigste Aufgabe in dieser ersten Beziehungsphase ist, sie zu genießen. Genieße den Sex, die Neugier, die Glücksgefühle… Versuche aber dabei, deinen Kopf nicht komplett auszuschalten. Vergiss nicht deine Freunde, deine Familie und wichtige Aufgaben, die du zu erledigen hast, nur weil deine Gefühle verrückt spielen.

Beziehungsphase 2: Erwachen

Ist die erste Verliebtheitsphase vorbei, wird die rosarote Brille abgesetzt und bei vielen kommt das Erwachen. Sie sind im Alltag angekommen und erkennen nun auch Macken und Schwächen ihres Partners oder ihrer Partnerin und müssen sich auf diese einstellen. Hier kann es passieren, dass man sich leicht genervt vom anderen fühlt. Das ist die erste große Herausforderung, vor der viele Paare stehen. Kann aus der Verliebtheit wahre Liebe werden?

Typische Anzeichen:

  • Du bemerkst neue Macken an deinem Partner oder deiner Partnerin, die dir vorher noch nicht aufgefallen sind.
  • Eigenheiten, die du anfangs charmant fandest, empfindest du nun nach und nach als nervig.
  • Du kritisierst deinen Partner oder deine Partnerin häufiger als vorher.

Das solltest du in dieser Phase tun:

Das Zauberwort in dieser zweiten Beziehungsphase lautet Kompromiss. Akzeptiere, dass dein Liebster oder deine Liebste nicht perfekt ist, erkenne aber gleichzeitig, dass du auch nicht ganz fehlerfrei bist. Geht ihr beide einen Schritt aufeinander zu, seid tolerant und geht Kompromisse ein, könnt ihr lernen, mit den Macken des anderen zurechtzukommen.

Beziehungsphase 3: Zweifeln

Nach den anfänglichen Stolpersteinen kommt der richtige Brocken. Die dritte Beziehungsphase ist die wohl schwierigste Phase für viele Paare. Sie zeichnet sich durch Zweifeln, Streiten, Konflikte und Machtkämpfe aus. Nachdem du in der vorherigen Phase des Erwachens die Macken des anderen erkannt hast, versuchst du nun vielleicht, diese zu ändern. Die Unterschiede zwischen euch sind ein Störfaktor und am liebsten würdest du dir deinen Partner oder deine Partnerin so zurechtbiegen, wie es dir passt. Ihr müsst beide lernen, miteinander zu streiten und ein Machtgleichgewicht herzustellen.

Typische Anzeichen:

  • Ihr streitet euch oft.
  • Ihr beharrt beide immer wieder auf eurem Recht und wollt das letzte Wort haben.
  • Ihr seid euch eurer Gefühle nicht mehr ganz so sicher und zweifelt vermehrt an der Beziehung.

Das solltest du in dieser Phase tun:

Du darfst ruhig deine Meinung sagen und auch Streits sind kein Tabu. Ein Paar muss auch gut miteinander streiten können. Wichtig ist hierbei aber, dass die Kämpfe, die ihr zusammen austragt, stets respektvoll sind. Versucht beide, Kompromisse zu finden und euch daran zu erinnern, dass ihr den anderen nicht komplett ändern könnt. Stellt euren Stolz beiseite und versucht gemeinsam, Lösungen für eure Streitigkeiten zu finden. Reflektiert auch immer wieder die Gefühle, die ihr für den anderen habt.

Beziehungsphase 4: Zusammenfinden

Übersteht ihr als Paar die dritte Beziehungsphase des Zweifelns und Streitens, könnt ihr euch glücklich schätzen. Ihr habt eine schwierige Zeit überstanden und langsam kehrt Ruhe in eurer Partnerschaft ein. Du kennst den anderen nun voll und ganz und akzeptierst ihn bzw. sie mit all seinen bzw. ihren Ecken und Kanten. Zwar gibt es auch weiterhin einige Reibereien, diese sind aber nicht so groß wie zuvor und kommen auch nicht mehr so häufig vor. Ihr findet genau die richtige Balance zwischen dem Ich, dem Du und dem Wir.

Typische Anzeichen:

  • Du nimmst Ratschläge deines Partners oder deiner Partnerin nicht mehr als Angriff wahr.
  • Du hast gelernt, mit den Makeln deines Schatzes umzugehen.
  • Ihr seht euch als Team, das zukünftige Stolpersteine gemeinsam überwinden kann.

Das solltest du in dieser Phase tun:

In dieser Beziehungsphase kannst du deine Energien nach der vorherigen Kampf-Phase wieder auftanken. Versuche, einen angenehmen Alltag mit deinem oder deiner Liebsten zu finden und darauf zu achten, dass die Streits nicht überhand nehmen. Hier hast du außerdem Zeit für deine eigene Persönlichkeitsentwicklung innerhalb und außerhalb der Beziehung.

Beziehungsphase 5: Ankommen

Du hast in deiner Partnerschaft ein Zuhause gefunden? Dann bist du in der fünften und wohl schönsten Beziehungsphase angekommen. Ihr empfindet beide gleichermaßen eine starke Vertrautheit und echte Liebe füreinander und auch die Eigenheiten des anderen habt ihr längst akzeptiert. Hitzige Streits gibt es immer weniger, Meinungsverschiedenheiten werden respektvoll und effektiv gelöst. Du kannst dir nicht mehr vorstellen, ohne den anderen zu sein und bist glücklich mit ihm oder ihr langfristig an deiner Seite. Die Gefühle anzweifeln tust du nun nicht mehr und du hast den Wunsch, deinen Partner oder deine Partnerin dauerhaft glücklich zu machen.

Typische Anzeichen:

  • Höhen und Tiefen meistert ihr gemeinsam, ohne dass ihr eure Beziehung infrage stellt.
  • Ihr spürt eine Vertrautheit zu dem anderen, die sich kaum vergleichen lässt.
  • Ein Leben ohne den Partner oder die Partnerin scheint unmöglich.

Das solltest du in dieser Phase tun:

Wie bei der ersten Beziehungsphase kannst du auch die letzte Phase genießen. Du kannst dir der tiefen Liebe deines Partners oder deiner Partnerin sicher sein und darauf vertrauen, dass ihr zukünftige Hindernisse gemeinsam zusammen überwinden könnt. Versuche trotzdem, die Beziehung nicht als selbstverständlich anzusehen. Auch hier ist Arbeit nötig. Gib dir Mühe, die Partnerschaft in Schwung zu halten und dem anderen immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Es gibt immer noch viel, was ihr zusammen und voneinander entdecken könnt. Eure Geschichte ist noch nicht auserzählt.

Wann trennen sich die meisten Paare?

Viele Studien beschäftigen sich mit der Frage, wann sich denn nun genau die meisten Paare trennen. Die Ergebnisse sind immer etwas unterschiedlich und sind nicht immer ganz eindeutig, denn Trennungsgründe sind sehr individuell.

Fest steht, dass viele Paare erst gar nicht das erste Jahr überstehen. Die erste Beziehungsphase, die Verliebtheitsphase, zählt somit zu den wohl schönsten und gleichzeitig unsichersten Phasen einer Beziehung. Die Partner haben hier noch keine stabile Grundlage. Kommt es zu Komplikationen, kann das Ende der Beziehung schnell entschieden sein.

Ebenfalls problematisch kann die zweite Phase sein. Ist die rosarote Brille erst mal abgesetzt und die Beziehung kommt im Alltag an, kommt das (böse) Erwachen und viele Paare trennen sich, weil sie die Macken des anderen nicht akzeptieren können.

Die wohl größte Herausforderung erlebt ein Paar jedoch in der dritten Beziehungsphase. Hier stehen hitzige Streits, Konflikte und Machtkämpfe auf der Tagesordnung. Hält diese Phase besonders lange an, sehen einige Paare keinen anderen Ausweg, als sich für das Ende der Beziehung, die Trennung, zu entscheiden.

Ist diese Phase jedoch überstanden, stehen die Chancen auch sehr gut, dass die Beziehung weiterhin hält. Nehmt ihr die Partnerschaft nicht als selbstverständlich an und gebt euch auch weiterhin Mühe und steckt Arbeit in die Beziehung, kann diese ewig halten.

Fazit

Hast du den Richtigen oder die Richtige gefunden und bist nun endlich in einer Beziehung, magst du vielleicht denken, dass das dein Happy End ist. Doch leider müssen wir dich enttäuschen. Eine Partnerschaft läuft im wahren Leben meist nicht so perfekt und gradlinig ab, wie es die Rom-Coms aus Hollywood vorspielen. Eine Beziehung hat Höhen und Tiefen und bedarf viel Arbeit. Jede Beziehungsphase hat ihre eigenen schönen Seiten, bringt aber auch einige Tücken mit sich. Welche das sind und was du beachten solltest, haben wir dir hier erklärt.

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Verwendete Quellen: elitepartner.de, paartherapie-braunschweig.de

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