Morgenübelkeit: 5 Tipps, wie du damit umgehen kannst

Morgenübelkeit: 5 Tipps, wie du damit umgehen kannst

Leidest du an Morgenübelkeit? Dann haben wir 5 Tipps für dich, wie du mit damit umgehen kannst.

Der Geruch deines Lieblingsessens löst in dir Unwohlsein aus und der erste Schluck deines sonst so heiß geliebten Kaffees lässt dir jetzt den Magen flau werden? Dann gehörst du wahrscheinlich zu den 50-70 % der schwangeren Frauen, die am Schwangerschaftssymptom Morgenübelkeit leiden. Da haben wir Abhilfe: Wir erklären dir alles, was du zur Morgenübelkeit und ihrer Ursache wissen solltest und geben dir Tipps, wie du am besten mit ihr umgehen kannst.

Warum leiden viele Schwangere unter Morgenübelkeit?

Vom Symptom Morgenübelkeit in der Schwangerschaft wird gesprochen, weil viele schwangere Frauen ihre Übelkeit dann als am schlimmsten empfinden. Die Schwangerschaftsübelkeit und das Erbrechen können allerdings zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Doch wieso tritt die Morgenübelkeit bei Schwangeren überhaupt auf?

  • Es wird angenommen, dass die Ursache der Übelkeit durch das Schwangerschaftshormon hCG ausgelöst wird. Das Hormon wird von der Plazenta produziert und sorgt für die Erhaltung der Gebärmutterschleimhaut, die die Schwangerschaft aufrecht erhält.
  • Aber auch niedriger Blutzucker, vermehrte Magensäure, ein Mangel an Vitamin B, Stress oder Müdigkeit können die Ursache für deine Übelkeit und das Erbrechen sein.
  • Es wird ebenfalls vermutet, dass die Abneigung gegen leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch oder Fleisch ein Abwehrmechanismus ist, um Mutter und Kind vor Infektionen zu schützen.

Ist die Übelkeit in der Schwangerschaft gefährlich?

Grundsätzlich ist Übelkeit in der Schwangerschaft nicht gefährlich. Allerdings leiden einige Frauen an einer extremen Form der Übelkeit, der Hyperemesis gravidarum. Schwangere Frauen, die unter dieser Form leiden, erbrechen sich überdurchschnittlich oft. Das kann mehr als fünfmal am Tag sein! Dehydrierung, Mangelernährung und Gewichtsverlust können da die Folge sein – was nicht nur für dich, sondern auch dein ungeborenes Kind gefährlich werden kann. Solltest du an extremer Form der Morgenübelkeit mit Erbrechen leiden, ist es wichtig, dass du dich schnellstmöglich an einen Arzt oder eine Ärztin wendest, um die Ursache zu klären. Nur so kann die richtige Hilfe gefunden werden!

Und sollte während deiner Schwangerschaft keine Übelkeit auftreten, mach dir auch keine Sorgen. Damit gehörst du zu den glücklichen Schwangeren, die nicht die typischen Schwangerschaftssymptome haben.

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Morgenübelkeit: 5 Tipps, wie du mit ihr umgehen kannst

Wenn du doch zu den unglücklichen Frauen gehörst, die während ihrer Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen leiden, dann haben wir hier 5 Tipps für dich, wie du mit den Symptomen wie einem flauen Magen umgehen kannst:

1. Schonkost neben dem Bett: Hab immer ein wenig Schonkost wie Zwieback, Cracker oder etwas Schokolade neben deinem Bett. So kannst du direkt nach dem Aufstehen etwas Kleines essen und lässt deinen Blutzucker steigen.

2. Kleine Mahlzeiten: Ist dir oft über den Tag verteilt etwas flau im Magen, kannst du anstelle von drei großen Mahlzeiten auch fünf bis sechs keine Mahlzeiten zu dir nehmen. So vermeidest du nicht nur einen leeren Magen, sondern ebenfalls, dass dein Blutzuckerspiegel sinkt.

3. Ernähre dich ausgewogen: In Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Käse oder anderen Milchprodukten stecken viele Eiweiße. In Gemüse oder Obst sind komplexe Kohlenhydrate. Ernährst du dich während der kleinen Mahlzeiten ausgewogen, stellst du sicher, dass dein Baby genügend Vitamine und Nährstoffe für seine Ernährung bekommt. Sollten einige bestimmte Lebensmittel diese Übelkeit in dir auslösen, solltest du sie weitestgehend vermeiden und stattdessen etwas anderes essen!

4. Vitamin B 6: Dieses Vitamin hat den Ruf, Übelkeit in der Schwangerschaft zu verhindern. Du kannst es einfach als Ergänzungspräparat einnehmen.

5. Auch Akupunktur, Akupressur oder Aromatherapie haben schon einigen schwangeren Frauen gegen ihre Morgenübelkeit geholfen. Vielleicht hilft es auch dir während deiner Schwangerschaft.

Morgenübelkeit: Das hilft sofort!

Du hast versucht, deinen Beschwerden der Morgenübelkeit vorzubeugen, doch die Schwangerschaftsübelkeit hat dich am Morgen ohne Grund doch wieder überrascht? Auch ein Arzt oder eine Ärztin kann dir leider oft nicht bei deinen Beschwerden helfen, da viele Medikamente während der Schwangerschaft Tabu sind. Dann kommen hier Sofortmaßnahmen gegen dein Unwohlsein:

  • Versuch, dich zu entspannen! Dabei können dir und deinem Körper verschiedene Atemtechniken, Selbstfürsorge oder Meditation helfen.
  • Vermeide die Nähe von Lebensmitteln, dessen Geruch oder Geschmack Übelkeit oder ein flaues Gefühl in dir auslösen.
  • Lutsche Eiswürfel oder an einer Zitronenscheibe.
  • Milch oder Kalziumtabletten können die Säure in deinem Magen neutralisieren.
  • Trinke ausreichend Flüssigkeit. Kamillen- oder Ingwertee helfen besonders gut. Ingwer ist ein natürliches Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit – es kann auch helfen, während der Mahlzeiten nicht zu trinken.

Wie lange hält die Schwangerschaftsübelkeit an?

Bereits ab der ersten Schwangerschaftswoche kann dich und deinen Körper die Morgenübelkeit belasten. Oft wird dies auch als ein Schwangerschaftssymptom verstanden, woraufhin die Schwangerschaftstests gemacht werden. Die Beschwerden der Schwangerschaftsübelkeit am Morgen begleiten Frauen meist während des ersten Trimesters ihrer Schwangerschaft, also etwa 12 Wochen lang. Nach dem vierten Schwangerschaftsmonat sinkt dein Hormonspiegel und dein Körper ist besser auf die Schwangerschaft vorbereitet. Bei wenigen Frauen hält die Übelkeit bis zur letzten Schwangerschaftswoche an – sollten die Beschwerden länger als bis zum vierten Schwangerschaftsmonat präsent sein und besonders, wenn noch andere Beschwerden wie Blutungen hinzukommen, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen!

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Verwendete Quellen: pampers.de, gesund.at

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