Einnistung Symptome: Daran erkennst du, ob du schwanger bist

Einnistung Symptome: An diesen Anzeichen erkennst du, ob du schwanger bist

Einnistungsschmerz und Einnistungsblutung sind die wichtigsten Symptome für eine Einnistung der Eizelle. Alles, was du wissen musst, erfährst du hier.

Die Einnistung markiert den offiziellen Beginn der Schwangerschaft. Hat die befruchtete Eizelle es geschafft, sich erfolgreich in der Gebärmutter einzunisten, kann dein Baby hier von nun an wachsen und gedeihen. Wir erklären dir alles, was du über die Einnistung wissen musst und verraten dir, an welchen Symptomen du bemerken kannst, ob es zu Einnistung kam und du von nun an schwanger bist.

Was ist die Einnistung und was passiert im Körper?

Die Einnistung (auch Nidation oder Implantation genannt) ist die Phase nach der Befruchtung, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut festsetzt. Da die befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutter wie in einem Nest niederlässt, nennt man diesen Vorgang auch Einnistung. In der Gebärmutter kann der Embryo im Laufe der Schwangerschaft wachsen und sich entwickeln.

Das Ganze läuft ungefähr so ab: Während des Eisprungs wird die Eizelle befruchtet. War die Befruchtung erfolgreich, macht sich die befruchtete Eizelle (die in diesem Stadium Blastozyste genannt wird) auf den Weg durch die Eileiter hin zur Gebärmutter. Diese hat schon vorsorglich eine gut durchblutete Gebärmutterschleimhaut in den Wochen zuvor aufgebaut, damit sich die Eizelle hier gut einnisten kann. Die Eizelle heftet sich dann an der Gebärmutterwand an, dringt in die Gebärmutterschleimhaut ein und gräbt sich eine kleine Mulde, bis sie vollständig mit der Gebärmutterschleimhaut bedeckt ist.

Dieser Vorgang der Einnistung ist eine wichtige Voraussetzung für eine Schwangerschaft. Denn nicht jede befruchtete Eizelle (Blastozyste) schafft den Weg über die Eileiter bis hin zur Gebärmutter und kann sich hier erfolgreich einnisten. War die Einnistung nicht erfolgreich, wird die Eizelle einfach zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut bei der nächsten Regelblutung ausgeschieden und man bekommt nichts davon mit, dass eine Befruchtung erfolgt ist.

Es kann aber auch passieren, dass sich die Eizelle an der falschen Stelle einnistet. Lässt sie sich in dem Eileiter nieder, spricht man von einer Eileiterschwangerschaft. Der Embryo kann sich hier nicht richtig entwickeln, weshalb die Schwangerschaft in diesem Fall abgebrochen werden muss. Es kann auch passieren, dass die Eizelle sich in die falsche Richtung bewegt und es dann zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft oder einer Eierstockschwangerschaft kommt. Auch diese Schwangerschaften können nicht aufrechterhalten werden.

Wann findet die Einnistung statt und wie lange dauert sie?

Obwohl die Strecke durch die Eileiter hin zur Gebärmutter für unsere Verhältnisse sehr, sehr kurz ist, ist dieser Weg für die kleine Eizelle ziemlich lang. Etwa fünf bis zehn Tage dauert es, bis sie endlich in der Gebärmutter angekommen ist. In der Regel beginnt die Einnistung also frühestens am fünften Tag nach der Befruchtung der Eizelle während des Eisprungs. Das ist grob gerechnet etwa eine Woche vor Beginn der nächsten errechneten Periode. Weiß man, wann genau der Eisprung stattfand, kann man auch ausrechnen, wann es eventuell zur Einnistung kommen könnte. Ist die Einnistung erfolgt, beginnt die Schwangerschaft ganz offiziell.

Wie lange nach der Einnistung kann man einen Schwangerschaftstest machen?

Schwangerschaftstests messen die Konzentration des Hormons hCG im Urin. Ist diese erhöht, ist das ein verlässliches Anzeichen dafür, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Die erfolgreiche Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ist Voraussetzung für die Erhöhung des hCG-Levels im Körper. Somit lässt sich erst nach der Einnistung eine Schwangerschaft mithilfe eines Schwangerschaftstests nachweisen. Da die befruchtete Eizelle mindestens fünf Tage braucht, um sich einzunisten, kann ein Schwangerschaftstest auch erst ab etwa fünf bis sieben Tagen nach dem Eisprung eine Schwangerschaft anzeigen. Das ist etwa eine Woche vor dem errechneten Beginn der nächsten Periode. So lange musst du dich noch gedulden.

Kann man die Einnistung spüren?

Die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ist manchmal spürbar, jedoch nicht immer. In etwa 65 Prozent der Fälle verläuft die Einnistung ohne Symptome, sodass die Frau zunächst gar nichts von der erfolgten Schwangerschaft mitbekommt. Mach dir also keine Sorgen, wenn du noch nichts spürst. Es gibt noch weitere erste Frühanzeichen einer Schwangerschaft, auf die du im Laufe der nächsten Tage und Wochen achten kannst. Mehr dazu weiter unten.

Die Gründe, warum du die Einnistung nicht spürst, können sehr verschieden sein. Während einige Frauen jede kleinste Veränderung in ihrem Körper spüren können, haben andere Frauen eine größere Schmerztoleranz und bemerken die Einnistungsschmerzen nicht. Versuchst du aktiv schwanger zu werden, achtest du womöglich auf jedes noch so kleine Anzeichen. Rechnest du hingegen nicht mit einer Schwangerschaft, bleibt die Einnistung der Eizelle wahrscheinlich erst einmal unbemerkt oder du verwechselst sie mit Unterleibsschmerzen und Schmierblutungen vor der Periode.

Einnistung Symptome: Anzeichen für eine Einnistung der Eizelle

Statistisch gesehen sind bei etwa 35 Prozent der Fälle Symptome der Einnistung spürbar. Diese können von Frau zu Frau etwas verschieden sein. Zu den häufigsten Anzeichen zählen die Einnistungsblutung und die Einnistungsschmerzen. Sie gelten als erste Frühanzeichen für eine Schwangerschaft. Bemerkst du die Symptome etwa eine Woche vor errechnetem Beginn deiner nächsten Menstruation, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass du schwanger sein könntest.

Einnistungsblutung (Nidationsblutung)

Wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterwand festsetzt und sich in die Gebärmutterschleimhaut eingräbt, verletzt sie kleine Blutgefäße, was wiederum eine leichte und ungefährliche Blutung als Folge haben kann. Somit kann sich die Einnistung durch eine leichte Schmierblutung bemerkbar machen. Viele Frauen deuten die Blutung als Anzeichen für eine fehlgeschlagene Befruchtung und denken, dass es sich bei der Einnistungsblutung um die Periode handelt. Doch die Einnistungsblutung ist deutlich schwächer als die Regelblutung und zeigt sich nur durch eine leichte Schmierblutung, die nur sehr kurz anhält. 

Einnistungsschmerz (Nidationsschmerz)

Ein leichtes Ziehen im Unterleib, mehr ist der Einnistungsschmerz nicht. Wirklich schmerzhaft ist das Ganze in den meisten Fällen nämlich nicht. Deshalb bleibt der Einnistungsschmerz auch bei vielen Frauen unbemerkt oder sie verwechseln ihn mit den Unterleibsschmerzen der Menstruation.

Weitere Schwangerschaftsanzeichen

Mit der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter beginnt die Schwangerschaft offiziell. Der Körper reagiert auf die Einnistung mit einer Veränderung der Hormone. Die Schwangerschaft ist nun durch einen Schwangerschaftstest nachweisbar, du kannst sie aber auch noch an anderen Symptomen bemerken. Diese können jedoch von Frau zu Frau verschieden sein. Zu häufigen Schwangerschaftsanzeichen zählen diese hier:

  • Spannungsgefühle in den Brüsten
  • Müdigkeit
  • Übelkeit
  • Heißhunger
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Veränderung der Körpertemperatur (Basaltemperatur)

Kann man die Einnistung fördern?

Leider lässt sich der Prozess der Einnistung nicht aktiv fördern. Du kannst im Grunde also nur hoffen, dass es zu einer Befruchtung während des Eisprungs kam und dass die befruchtete Eizelle nun alleine den Weg zur Gebärmutter meistert und sich hier erfolgreich einnisten kann. Was du aber tun kannst, ist, gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft zu schaffen. Das kannst du tun:

  • Bewege dich ausreichend und treibe regelmäßig Sport
  • Ernähre dich gesund und ausgewogen
  • Nimm Vitamine, Folsäure und Mineralstoffe zu dir
  • Trink viel Wasser und Tee
  • Verzichte auf Alkohol, Drogen und Nikotin
  • Vermeide Stress
  • Achte auf ausreichend Schlaf

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Verwendete Quellen: orthomol.com, familie.de

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