Corona: Haben Lehrer nicht das Recht auf Gesundheit?

Corona: Haben Lehrerinnen und Lehrer nicht das Recht auf Gesundheit?

Einige Lehrerinnen und Lehrer müssen aktuell noch vor Ort unterrichten, werden allerdings noch nicht gegen das Coronavirus geimpft.

Lehrer im Klassenzimmer
© Pexels/Max Fischer
Einige Bundesländer haben ihre Schulen bereits geöffnet, doch Lehrerinnen und Lehrer sollen trotzdem noch nicht vorzeitig geimpft werden.

Die aktuelle Lage für Schulen scheint in jedem Bundesland anders auszusehen. Obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel sich dafür eingesetzt hat, Schulen und Kindergärten bis März geschlossen zu halten, konnte sich dieser Wunsch nicht durchsetzen. So sind Sachsen und Niedersachsen bereits Vorreiter in Deutschland, denn dort haben Grundschulen wieder geöffnet. Allerdings herrscht dort noch keine Präsenzpflicht. Eltern können also noch entscheiden, ob ihr Kind in der Schule lernen soll oder doch lieber von zu Hause aus. Das Problem beim Experiment: Der Präsenzunterricht findet zum Teil ohne Masken und ohne Abstandsregeln statt. Warum werden Lehrerinnen und Lehrer dann nicht geimpft?

Lehrer werden trotz Gefahr nicht vorzeitig geimpft

Ministerpräsident Michael Kretschmer ist der Meinung, dass man über die Schulöffnung und diesem „Versuch“ erst im März mehr sagen kann. Doch dann stellt sich die Frage: Warum wird nicht versucht, alle möglichen Risiken zu vermeiden? In erster Linie sollten dann doch Lehrerinnen und Lehrer, vor allem alle über 50, gegen Corona geimpft werden. Zumal sie unfreiwillig an diesem Experiment teilnehmen. Doch das sieht Thomas Mertens, der Chef der Ständigen Impfkominnion (Stiko), anders. Er sieht aktuell keinen Grund, das Personal in Schulen bevorzugt zu impfen. Er sagt:

Die Stiko hat ihre Empfehlung auf die Auswertung internationaler Daten und auch die Meldedaten aus Deutschland gegründet. Daraus ergibt sich keine Notwendigkeit, die Lehrer jetzt abweichend von der Empfehlung vorzuziehen.

Ändert sich also nichts an der aktuellen Impfverordnung, würden Lehrerinnen und Lehrer weiterhin in der dritten Gruppe, die sogenannte „erhöhte Priorität“, fallen.

Wann machen die Schulen in den anderen Bundesländern auf?

Die meisten Bundesländer können sich eine schrittweise Öffnung der Schulen ab dem 22. Februar vorstellen. (Stand 17. Februar)

Brandenburg: 22. Februar

Berlin: 22. Februar

Bayern: 22. Februar

Hessen: 22. Februar

Schleswig Holstein: 22. Februar

Rheinland-Pfalz: 22. Februar

Baden-Württemberg: 22. Februar

Nordrhein-Westfalen: 22 Februar

Thüringen: 22. Februar

Saarland: 22. Februar

Mecklenburg-Vorpommern: 24. Februar

Sachsen-Anhalt: 28. Februar

Hamburg: 1. März

Bremen: Noch keine Lockerungen geplant.
 

Verwendete Quellen: sueddeutsche.de, tagesschau.de, merkur.de

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