Arzttermin aufschieben: Keine gute Idee!

Arzttermin aufschieben: Keine gute Idee!

In Zeiten der Corona-Pandemie neigen viele Menschen dazu, Arzttermine aufzuschieben, weil sie Angst vor einer Infektion haben. Doch auch vorher gab es schon Personen mit Aufschieberitis, die Arztbesuche vermeiden, solange es geht. Das ist aber keine gute Idee, denn eine frühzeitige Behandlung ist in jedem Fall von Vorteil. Lies hier, warum trotzdem viele Personen einen Arzttermin aufschieben und wie es dir gelingt, deine Aufschieberitis zu überwinden.

Person liegt im Bett
© Pexels

Warum wir dazu neigen, Arzttermine aufzuschieben

Eigentlich ist es ganz einfach: Du fühlst dich nicht gut, bemerkst eine Veränderung an deinem Körper oder hast ganz konkrete Beschwerden, also vereinbarst du einen Termin beim Arzt. Dort können deine Symptome eingeordnet, eine Diagnose gestellt und Medikamente verschrieben werden – oder der Arzt ordnet weitere Untersuchungen an. Trotzdem drücken sich zahlreiche Menschen in allen Altersklassen vor dem Arztbesuch. Warum?

1. Stress und Zeitmangel im Alltag

Wenn du ohnehin schon viele Anzeichen für Stress bei dir feststellst und im Alltag wenig Zeit hast, ist ein zusätzlich anstehender Arztbesuch natürlich nicht gerade das, was du brauchst. Lange Anfahrtswege, ewiges Warten im Wartezimmer, eventuell weitere Termine beim Facharzt… Besuche beim Arzt können dich gut und gerne einige Stunden kosten.

2. Fehlende Mobilität

In ländlichen Gebieten fehlt häufig ein gutes ärztliches Versorgungssystem. Selbst Hausärzte sind dann oft nur mit dem Auto zu erreichen. Von Fachärzten oder Spezialisten brauchen wir gar nicht erst anfangen. Das kann für Patientinnen und Patienten ohne Führerschein ein Grund sein, den Arztbesuch aufzuschieben.

3. Keine Lust auf Ansteckung – nicht nur in Corona-Zeiten ein wichtiges Thema

Nicht nur in Zeiten von Corona gibt es viele Menschen, die keine Lust auf ansteckende Erkrankungen haben und daher nicht gerne zum Arzt gehen. Sie warten erst einmal ab, ob die Symptome von alleine wieder verschwinden. Teilweise passiert das auch, mitunter verschlimmern sich die Beschwerden aber. Dann kann ein schnelles Einleiten der Behandlung wichtig für den Behandlungserfolg sein.

4. Angst vor dem Arztbesuch

Einige Personen haben auch schlichtweg Angst vor dem Gang zum Arzt. Ist die Angst vor dem Arztbesuch so groß, dass wichtige Arzttermine ständig aufgeschoben werden, spricht man von einer Iatrophobie. Laut ÄrzteZeitung.de gehen Menschen vor allem dann nicht zum Arzt, wenn sie Sorge vor einer unangenehmen Diagnose haben. Zu den Krankheiten, die häufig mit großen Ängsten verbunden sind, gehören etwa:

  • Augenerkrankungen
  • Demenz
  • Krebs
  • Diabetes

Sei dir darüber bewusst, dass gerade bei ernstzunehmenden Erkrankungen gilt: Je früher eine Diagnose gestellt und eine Behandlung eingeleitet wird, desto größer und besser die Heilungschancen!

5. Schamgefühle wegen der Beschwerden

Manche Erkrankungen sind mit großen Schamgefühlen verbunden. Bei psychischen Krankheiten wie Essstörungen oder Depressionen wird der Arztbesuch häufig aufgeschoben. Aber auch Geschlechtskrankheiten oder Suchtprobleme sind Beschwerden, über die viele Menschen nicht gerne mit ihrem Arzt reden möchten.

Die Online-Sprechstunde löst viele Probleme

Hast du keine Zeit, keine Lust oder gar Angst vor dem Arztbesuch, könnte die Telemedizin-Plattform fernarzt.com eine erste Anlaufstelle für dich sein. Dort kannst du einen Termin in einer Online-Sprechstunde vereinbaren und bekommst ärztlichen Rat, eine Krankschreibung und/oder ein Rezept ausgestellt, ohne überhaupt eine Praxis betreten zu müssen. Das ist mit vielen Vorteilen verbunden:

  • Zeitersparnis: Du hast keine Anfahrtszeiten und auch die Wartezeit in der Praxis entfällt. Termine sind oft sehr kurzfristig verfügbar – auch bei Fachärzten.
  • Keine Ansteckungsgefahr: Egal, ob Corona oder Magen-Darm-Virus, bei der Online-Sprechstunde hast Du kein Infektionsrisiko. Du musst dich nicht mit anderen, eventuell kranken Menschen in ein kleines Wartezimmer setzen und läufst nicht Gefahr, die Arztpraxis kranker zu verlassen, als du sie betreten hast.
  • Ortsunabhängigkeit: Durch die Online-Sprechstunde bekommst du unkompliziert einen Gesprächstermin bei einem Spezialisten, für den du normalerweise eine lange Fahrtzeit in Kauf nehmen musst.
  • Weniger Schamgefühle: Den Online-Arzt kennst du nicht persönlich, sodass du dich für deine Beschwerden weniger schämen wirst.

Studien zeigen, dass über 50 Prozent der Arztbesuche auch telemedizinisch durchführbar sind. Gerade bei Erkältungssymptomen oder für einfache Arztgespräche bei chronisch kranken Personen ist eine Online-Sprechstunde eine Alternative zum klassischen Arztbesuch.

häufigste Krankheiten
© KBV / Kassenärztliche Bundesvereinigung KdöR

Wie du die Aufschieberitis überwindest

Leider eignet sich die Telemedizin nicht für alle Arten von Beschwerden. Zum Teil muss der Arzt sich vor Ort deine Symptome genauer anschauen oder es sind weitere Untersuchungen erforderlich – etwa bildgebende Verfahren, Blutuntersuchungen oder Stuhlproben. Dann bleibt dir der Arztbesuch nicht erspart. Natürlich musst du nicht immer bei jedem Wehwehchen sofort zum Arzt. Manchmal kannst du auch einfach ein paar Wochen abwarten, ob sich das Problem von selbst löst. Spätestens, wenn Schmerzen schlimmer werden oder weitere Beschwerden hinzukommen, solltest du aber den Arzttermin vereinbaren. Folgende Tipps können dabei helfen:

  1. Greife innerhalb der nächsten 72 Stunden zum Telefonhörer, um einen Termin zu vereinbaren.
  2. Überlege, wann du ein bisschen Luft hast und schreibe dir zu diesem Zeitpunkt in den Kalender einen festen Termin mit dem Namen „Arztbesuch vereinbaren“.
  3. Verdeutliche dir die Konsequenzen: Was kann passieren, wenn du nicht zum Arzt gehst? Im schlimmsten Fall verschlechtern sich die Beschwerden zunehmend, die Behandlung wird aufwendiger und du wirst länger krankgeschrieben. Auch bleibende gesundheitliche Beeinträchtigungen sind möglich.
  4. Setze dir Belohnungen: Was gönnst du dir, wenn du den Termin vereinbarst? Womit belohnst du dich, wenn der Arzttermin überstanden ist?

Tatsächlich empfinden viele Menschen es belastender, einen Arzttermin vor sich herzuschieben, als der Termin selbst dann eigentlich ist. Du wirst also nach dem Arztbesuch wahrscheinlich eine große Erleichterung spüren. Wenn das kein Grund ist, jetzt einen Termin zu vereinbaren, was dann?

Wie der Arztbesuch ein Erfolg wird

Du hast dich überwunden und einen Arzttermin ausgemacht? Super! Dann sollte der Arztbesuch nun auch ein Erfolg werden. Es wäre ärgerlich, wenn du im Arztgespräch wichtige Dinge vergisst und letztlich keine adäquate Behandlung erfährst. Wichtig ist daher, sich gut auf den Arzttermin vorzubereiten. Die Stiftung Gesundheitswissen empfiehlt, eine kleine Liste zu erstellen, die als roter Leitfaden im Arztgespräch dient:

  • Was ist der Grund für den Arztbesuch?
  • Welche Beschwerden hast du? Wann treten sie auf?
  • Seit wann bestehen die Symptome? Sind sie stärker geworden?
  • Hast du Allergien, eine chronische Erkrankung oder eine Stoffwechselstörung?
  • Welche Arzneimittel nimmst du ein?

Manche Leute sind beim Arztgespräch sehr aufgeregt und vergessen dann wichtige Informationen. Mit einer guten Vorbereitung und einer kleinen Liste passiert dir das nicht.

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