Balayage: Alles, was ihr über die Freihandtechnik wissen müsst

- Der Trend geht immer mehr zur Natürlichkeit! Auch in Sachen Haarfarben. Die beste Methode, um Frische ins Haar zu bringen, aber das Ganze nicht so super unnatürlich aussehen zu lassen: Balayage. Aber was genau macht diese Methode aus? Und was ist der Unterschied zu Ombré?

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Der neue Trend des Haarefärbens: Balayage.

Was genau bedeutet "Balayage" eigentlich? Es basiert auf dem französischen Wort "balayer", was so viel heißt wie "fegen". Und genau das passiert im Grunde auf dem Haar: Die Farbe wird ins Haar gefegt bzw. eher gepinselt. Das Besondere: Das Ganze passiert freihändig. Der Friseur wählt also die Strähnen frei aus, betont sie unterschiedlich stark und einige werden auch komplett ausgelassen. So sieht das Haar besonders natürlich aus und auch die Farbverläufe werden sanft und bringen Schwung ins Haar. Die Ergebnisse sind dabei natürlich völlig individuell. Weiteres Merkmal der Technik: Der Ansatz bleibt unbehandelt, so dass ein richtiger Farbverlauf entsteht und man nicht immer direkt nachfärben muss. Übrigens gibt es mittlerweile auch Produkte, mit denen man sich den sonnengeküssten Look ganz easy selbst machen kann.

Bei welcher Haarlänge funktioniert die Methode am besten?

Grundsätzlich funktioniert die Balayage-Technik bei jeder Haarlänge: egal ob Long Bob, lange Haare oder Kurzhaarfrisur. Denn die Farbe wird nur aufs Haar gepinselt und es müssen keine Strähnen in Alufolie gewickelt werden. Aber je länger das Haar ist, desto lebhaftere Akzente können gesetzt werden und desto kunstvoller kann der Effekt der Balayage-Technik sich entfalten.

Welche Farben eignen sich für Balayage?

Auch hier gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Braucht die Naturhaarfarbe einen kleinen Frischekick? Oder wollt ihr euch mal an einem neuen Color-Mix ausprobieren? Egal! Mit Balayage funktioniert so gut wie alles. Als Tipp: Am besten kommen natürlich Nuancen heraus, die nur etwas heller sind als der ursprüngliche Haarton. Besonders schön sind zum Beispiel goldblonde Highlights in hellbraunem Haar. Oder silberblonde Strähnen im naturblonden Haar.

Balayage: Diese Varianten gibt es

Tigereye-Hair

Eine beliebte Balayage-Variante ist das sogenannte Tigereye-Hair. Woher der Name kommt? Der Farbverlauf orientiert sich an dem Stein "Tigerauge". man kennt ihn auch unter dem Namen Goldquarz. Für den Trend-Look werden warme Braun- und Goldnuancen ins Haar gepinselt.

Tortoiseshell-Hair

Das Vorbild dieses Trends ist eine Farbbezeichnung, die Schildplattzeichnung nämlich. Sie kommt häufig in der Katzenwelt vor. Während die Tortoiseshell-Katze aber ein fleckiges Muster hat, wird das Tortoiseshell-Haar durch feine Strähnchen ausgezeichnet. Sie werden in unterschiedlichen Nuancen im Haar gesetzt. Wichtig ist bei dieser Technik, dass helle Strähnchen (Highlights) und dunkle Strähnchen (Lowlights) ins Haar gesetzt werden. 

Der Unterschied zwischen Balayage und Ombré

Bevor der Trend Balayage aufkam, war es lange Zeit Ombré (bzw. Dip Dye), das die Haarwelt beeinflusst hat. Anders als bei der Freihand-Technik wird hier aber der Ansatz (bzw. auch ein Teil der Längen) dunkel gelassen und die Spitzen werden aufgehellt. Aber das Ganze passiert mit einem starken Kontrast: Während die Balayage-Technik mit Strähnchen funktioniert, wird beim Ombré-Look der ganze untere Teil des Haars gefärbt. Die Farbe wird klassischerweise etwa auf Höhe der Ohren oder tiefer beginnend aufgetragen. Das Ergebnis ist sehr markant und wenig natürlich. Beim Balayage-Haar entsteht dagegen eher ein natürlich wirkendes Gesamtkunstwerk mit vielen Highlights und Bewegung im Haar.