Komedogene Kosmetik: Darum tut sie deiner Haut nicht gut

Bye Bye, Pickel! Darum solltest du auf nicht-komedogene Kosmetik setzen

Dir ist auf deiner Gesichtscreme oder deinem Make-up der Begriff "nicht-komedogen" aufgefallen? Wir verraten dir, was es damit auf sich hat.

Wer schon einmal eine neue Gesichtscreme in der Drogerie gesucht hat, der hat die Qual der Wahl: Die Vielfalt scheint unbegrenzt und in den Regalen lassen sich die unterschiedlichsten Produkte finden. Ob Reinigungsprodukte für das Gesicht, Pflege für zu Unreinheiten neigender Haut oder Produkte mit Anti-Aging-Effekt: Für sämtliche Hauttypen und jede Altersklasse ist etwas dabei. Doch häufig verunsichern uns die Beschreibungen auf und die Inhaltsstoffe in der Kosmetik. Dermatolog:innen empfehlen schon länger, zu Kosmetikartikeln zu greifen, die die Bezeichnung "nicht-komedogen" tragen. Doch was bedeutet das eigentlich? Wir verraten dir, was sich hinter dem Begriff versteckt und welche Inhaltsstoffe eine besonders pflegende Wirkung versprechen.

Was bedeutet komedogen?

Die Bezeichnung "komedogen" leitet sich von dem Begriff "Komedo" ab, was Mitesser bedeutet. Bei Komedonen handelt es sich also um verstopfte Poren, welche häufig auch als "Whiteheads" oder "weiße Mitesser" bezeichnet werden. Bestimmte Stoffe und vor allem Öle in Kosmetika wirken komedogen, d.h. sie begünstigen die Bildung von Pickeln. Abhängig von deinem individuellen Hauttyp können sich die Wirkstoffe, die auf deine Haut komedogen wirken, unterscheiden. Auf welche Begriffe du bei der Wahl deines Produktes achten solltest, erfährst du weiter unten im Artikel.

Für wen eignen sich "nicht-komedogene" Produkte?

Prinzipiell gilt, dass sich nicht-komedogene Kosmetik für jeden Hauttyp eignet. Allerdings können all jene Personen, die unter folgenden Symptomen leiden, besonders von den Effekten profitieren:

  • Deine Haut neigt zu Mitessern und Pickeln.
  • Du bist von Akne betroffen.
  • Du hast fettige und ölige Haut.
  • Deine Haut reagiert sensibel auf viele Kosmetika und ist schnell gereizt.
  • Du liedest unter Allergien.

Das zeichnet nicht-komedogene Produkte aus

Doch warum solltest du genau auf nicht-komedogene Kosmetik zurückgreifen? In der Regel weisen die Produkte, die als nicht-komedogen deklariert sind, eine leichtere Textur auf und wirken weniger fettend als herkömmliche Cremes. Das sorgt dafür, dass deine Poren bzw. deine ohnehin schon ölige Haut nicht zusätzlich verstopft wird und die Arbeit der Talgdrüsen reguliert wird. Auf diese Weise kann bei regelmäßiger Anwendung der Produkte verhindert werden, dass sich Mitesser oder Unreinheiten bilden. Allerdings gibt es bei nicht-komedogener Kosmetik keinen alleinigen Inhaltsstoff, der für die Wirkung verantwortlich ist. Vielmehr geht es um eine hochkomplexe Formel aus wertvollen Wirkstoffen, die sich für jeden Hauttyp individuell zusammensetzt.

Welche Stoffe sind komedogen?

Zu bestimmen, welche Inhaltsstoffe komedogen sind, ist leider nicht ganz einfach. Da jede Haut anders ist, kann Komedogenität nicht verallgemeinert werden. Der einen Haut tun jene Wirkstoffe gut, eine andere wiederum kann auf die selbigen allergisch reagieren. Fakt ist jedoch, dass der eigene Hauttalg in der Regel komedogen wirkt. Je ähnlicher ein Wirkstoff dem des eigenen Hauttalgs kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er komedogen ist. Daher kann es sein, dass ein und dasselbe Produkt bei mehreren Personen völlig unterschiedliche Wirkungen erzielt. Daher raten Dermatolog:innen dazu, sich langsam an neue Produkte heranzutasten und die Veränderungen der Haut zu beobachten. Häufig eignet sich übrigens Naturkosmetik für sensible Haut.

Auf diese Inhaltsstoffe solltest du achten

Damit du ungefähr eine Vorstellung davon hast, welche Inhaltsstoffe bei den meisten Menschen nicht-komedogen wirken, haben wir dir eine Liste zusammengestellt. Achte bei der Wahl deiner Gesichtspflege auf folgende Wirkstoffe:

  • Erdnussöl
  • Arganöl
  • Jojobaöl
  • Sheabutter
  • Hanföl
  • Kakaobutter
  • Olivenöl

Wenn du zu Unreinheiten, Mitessern oder sogar Akne im Gesicht neigst, solltest du Kosmetik mit komedogenen Ölen und bestimmten Begriffen auf der Verpackung meiden. Sie würden deine Poren zusätzlich verstopfen und Pickel begünstigen. Folgende Fette verfügen über einen hohen Komedogenitätsgrad und sollten daher eher umgangen werden:

  • Palmöl
  • Kokosöl
  • Leinöl
  • Weizenkeimöl
  • Lanolin (Wollfett der Schafe)
  • Mineralöle (Silikone, Vaselin oder Paraffin)

Hinweis: Wenn du jedoch zu extrem trockener Haut neigst und keine Probleme mit Hautunreinheiten hast, kannst du auch Kosmetika verwenden, die die komedogenen Öle enthalten. Trockene Haut verträgt komedogene Produkte meistens wesentlich besser. Auch auf zu Trockenheit neigenden Hautpartien, wie beispielsweise den Schienbeinen, den Ellenbogen sowie den Händen, kannst du komedogene Mittel bedenkenlos anwenden. Und auch die Jahreszeit spielt eine entscheidende Rolle. Im Winter neigen nämlich viele Menschen zu rauer und schuppiger Haut, welche unter trockener Heizungsluft und den widrigen Bedingungen draußen leidet. Bei niedrigen Temperaturen und kaltem Wetter wird deine Haut besonders beansprucht, weswegen du in den Wintermonaten auch zu fetthaltigen Produkten greifen kannst – vorausgesetzt deine Haut ist nicht ölig und nicht ohnehin schon durch Unreinheiten belastet.

Auch spannend:

Verwendete Quellen: faces-of-fey.de, urbarium.de

Schwangere Frau
Mediziner und Medizinerinnen raten davon ab, Retinol in der Schwangerschaft zu verwenden. Alles, was du wissen musst, liest du hier. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...