Haare waschen mit Natron: Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Haare waschen mit Natron: Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Beim Haare waschen sind Shampoos eigentlich unverzichtbar. Trotzdem gibt es auch andere Möglichkeiten bei der Haarwäsche. Auf die Alternative Haare waschen mit Natron gehen wir hier genauer ein. 

Haare waschen mit Natron
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Haare waschen mit Natron? Was auf den ersten Blick verrückt klingt, soll unter anderem eine tolle Wirkung auf eure Kopfhaut haben.

Ihr möchtet eure Haare nicht mehr mit herkömmlichem Shampoo waschen? Eine Alternative, die die Umwelt schützt und kostengünstig zugleich ist, stellt die Haarwäsche mit Natron dar. Wir verraten euch alles zur Anwendung und sprechen über die Vorteile als auch Nachteile die Haare waschen mit Natron mit sich bringt. 

Warum wäscht man sich die Haare mit Natron?

Seit einigen Jahren gibt es in der Beautywelt eine Gegenbewegung, die auch unter der „Not Poo“-Bewegung bekannt ist und sich gegen die Nutzung von Shampoos ausspricht. Der Grund: Das Überangebot an Shampoos, die mittlerweile immer mehr schädliche Stoffe wie Silikone, Tenside und aggressive Duftstoffe aufweisen, ruinieren den natürlichen ph-Wert unserer Kopfhaut. Hautirritationen auf dem Oberkopf, fettige Haare am Haaransatz oder auch Haarausfall können die Folge sein. Als Alternative zu konventionellen Shampoos soll beispielsweise die Haarwäsche mit Roggenmehl, Essig aber auch Natron genutzt werden. 

Haare waschen mit Natron: Rezept

Bei der Zubereitung müsst ihr nicht viel beachten. Da die Alternative zum Shampoo sehr kostengünstig ist, könnt ihr bei eurer Haarpflege auf Dauer viel Geld sparen, denn ihr braucht lediglich nur zwei Zutaten!

  • 2-3 Teelöffel Natron
  • 150 Milliliter lauwarmem Wasser

Haare waschen mit Natron: Schritt für Schritt erklärt

Seine Haare mit Natron zu wachen, klingt erst mal etwas ungewöhnlich. Doch eigentlich ist es viel leichter, als ihr denkt. Wir erklären euch, wie Haare waschen mit Natron funktioniert – und zwar Step by Step:

  1. Bürstet eure Haare vor der Haarwäsche gründlich, um Rückstände von Stylingprodukten loszuwerden
  2. In einem Glas oder einer kleinen Schüssel vermischt ihr zwei bis drei Teelöffel Natron mit 150 Milliter lauwarmem Wasser. Achtung: Das Natronpulver wird sich bis zum Ende nicht ganz im Wasser auflösen – das beeinflusst aber keinesfalls die Haarwäsche!
  3. Duscht ganz normal oder macht eure Haare komplett nass, anschließend gebt ihr das Natron-Wasser auf euren Haaransatz beziehungsweise auf die Kopfhaut und massiert es intensiv ein, damit es gut verteilt werden kann.
  4. Lasst das Gemisch ungefähr zwei bis drei Minuten einwirken und spült eure Haare dann anschließend gründlich mit Wasser ab, da sich am Haaransatz oft noch Rückstände des Natron-Wassers verbergen

Haare wachen mit Natron: Das sind die Vor- und Nachteile 

Seine Haare mit Natron zu waschen, gerade wenn man mit Problemen wie fettigen Haare oder Haarausfall kämpft, kann einige Vorteile mit sich bringen. Doch es gibt auch viele negative Aspekte, die ihr berücksichtigen solltet, wenn ihr auf die Natron-Methode umsteigen wollt.

Vorteile von Haare waschen mit Natron:

  • das Haar ist nach dem Waschen griffiger und lockerer
  • fettige Ansätze werden eliminiert
  • kein unnötiger Plastikmüll von Shampoo Flaschen
  • kostengünstig
  • das Haar und die Kopfhaut wird nicht mehr synthetischen Stoffen, Duftstoffen, Silikonen und Tensiden ausgesetzt
  • Natron hinterlässt keine Gerüche im Haar

Nachteile von Haare waschen mit Natron: 

  • lange Gewöhnungszeit, bis sich erste Effekte einstellen
  • Natron kann, je nach Zustand eurer Haare, austrocknende Effekte haben
  • das Natron muss man oft lange und gründlich ausspülen
  • Kalkablagerungen, Schuppen und Schmutz können nicht immer 100% ausgewaschen werden
  • Natron kann Haarbruch und Fritz begünstigen

Haare waschen mit Natron: Das solltet ihr beachten

Wer sich für die Natron-Methode entscheidet, sollte Geduld mitbringen, denn oft muss sich die Kopfhaut an die Alternative zum konventionellen Shampoo erst einmal gewöhnen. Zu Anfang könnte es also sein, dass ihr noch mit fettigen Haaren oder Schuppen zu kämpfen habt, ehe sich die positive Wandlung eurer Haare einstellt.

Außerdem muss bedacht werden, dass ihr bei häufiger Anwendung von Natron das Austrocknen eurer Kopfhaut oder eurer Haarstruktur – vor allem die Spitzen – begünstigen könnt. Es ist also wichtig, dass ihr eure Haare regelmäßig nachspült, zum Beispiel mit einer Spülung aus Apfelessig. Die Spülung könnt ihr schnell und einfach Zuhause selbst herstellen. Dafür braucht ihr:

  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 1-2 Teelöffel Apfelessig
  • auch ein paar Tropfen ätherischer Öle, wie Teebaumöl, Karottenöl oder Lavendelöl, können von euch nach Bedarf hinzugezogen werden 

Quellen: utopia.de, praxistipps.chip.de

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