Spontaner Sex ist gar nicht am besten?

- Spontaner Sex soll doch eigentlich besonders gut sein. Übereinander herfallen, die Leidenschaft entfachen. Tja. Eine Studie besagt jetzt: Geplanter Sex ist am besten!

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Geplante Sex-Dates: Kann das funktionieren?

Gefühle kann man nicht planen. Und Sex doch eigentlich auch nicht. Manchmal überkommt einen die Lust, dann fällt man spontan übereinander her und lässt die Leidenschaft entfachen. Hach! Tja, diese heiße Vorstellung stimmt gar nicht unbedingt mit der Realität überein. Denn eine Studie fand nun heraus, dass es nicht spontane Leute sind, die den besten Sex haben. Es sind die, die pflichtbewusst sind und gern im Voraus planen. 

Durchgeführt haben die Studie Forscher der Universität Bochum. Knapp 1000 Paare wurden über ihr Sexleben befragt, so etwa: Wie schnell verspürt ihr Erregung? Wie offen seid ihr sexuell? Habt ihr sexuelle Probleme? Zudem spielte das sogenannte "Big Five" eine Rolle. Dies ist ein psychologisches Modell, das zuletzt im Rahmen vieler Studien verwendet wurde. "Big Five" steht für Charakter-Eigenschaften unter den fünf Persönlichkeitstypen Offenheit, Extrovertiertheit, Verträglichkeit, Neurotizismus (emotionale Labilität) und Gewissenhaftigkeit. Genau diese Typen sollten die Partner dem jeweils anderen im Rahmen der Studie zuordnen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten des Typs "Gewissenhaftigkeit" besonders zufrieden mit ihrem Sexleben sind.

Geplante Sex-Dates mit dem Partner?

Was sagt man gewissenhaften Menschen denn alles nach? Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit, gute Organisation. Für die Forscher heißt das in der Schlussfolgerung: Die gewissenhaften Befragten, die zufrieden mit ihrem Sexleben sind, planen auch das hin und wieder ein. Sex-Dates mit dem Partner oder Zeitrahmen für gemeinsame Stunden. Aber ist ja auch logisch: Wenn man sich bewusst Zeit für Sex nimmt, herrscht auch keine Flaute.

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Die Frauen, die einen gewissenhaften Partner haben, sind ebenfalls auffallend zufrieden mit ihrem Sexleben. Die Vermutung hier: Diesen Männern sei sehr daran gelegen, die Partnerin sexuell zufrieden zu stellen und nicht nur sich selbst. Interessanter Randaspekt der Bochumer Studie: Auch die älteren Teilnehmer seien den Angaben zufolge sexuell sehr aktiv und mit ihrem Sexleben zufrieden.

Julia Velten, Psychologin der Studie, gab gegenüber "Quartz" aber noch einen Tipp für guten Sex: Das Wichtigste sei immer die Kommunikation. Sexuelle Vorlieben sollte man immer offen ansprechen und den Partner für Wünsche nicht verurteilen. Und sie sagt auch: Plant man das gemeinsame Sexleben ab und zu durch, sei das ja auch ein Teil der Kommunikation. Also: Warum nicht mal bewusst Zeit für romantische Stunden mit dem Partner nehmen und schauen, was passiert?

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