Scheidentrockenheit: Die Ursachen und Symptome

Scheidentrockenheit: Die Ursachen und Symptome

Von Scheidentrockenheit (vaginale Trockenheit) sind oft Frauen in den Wechseljahren betroffen. Aber auch psychische Probleme können die Ursache dafür sein. 

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© iStock Woran erkennen wir Frauen, ob wir wirklich an Scheidentrockenheit leiden und was sind die Ursachen dafür?

Scheidentrockenheit: Was ist das genau?

Bei Scheidentrockenheit, oder vaginaler Trockenheit, ist dann die Rede, wenn die Scheide nicht genügen Feuchtigkeit produziert. Gerade Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, haben häufiger solche Art von Beschwerden. Doch warum ist das so schlimm? Wenn eine Frau unter vaginaler Trockenheit leidet, fängt ihr Intimbereich an zu jucken oder brennen. Beim Geschlechtsverkehr kann es sogar zu unangenehmen Schmerzen führen. Allerdings sind nicht nur Frauen höheren Alters von der Scheidentrockenheit betroffen. Auch junge Frauen können unter der vaginalen Trockenheit leiden. Und das hat dann eher mit psychischen und körperlichen Problemen zu tun haben. 

Was passiert im Körper bei Scheidentrockenheit?

Ab der Pubertät scheiden Frauen täglich eine Flüssigkeit aus, die etwas milchig-weiß aussieht, die sogenannte Scheidenflüssigkeit oder auch Ausfluss genannt. Im normalen, nicht sexuell erigierten Zustand kommt die Flüssigkeit aus dem Gebärmutterhals und den Schleimhautzellen. Der milchig-weiße Ausfluss hat eine Schutzfunktion in der Scheide, um das weibliche Genital vor Krankheiten und Infektionen zu schützen. 

Wie viel Ausfluss eine Frau verliert, ist natürlich von Körper zu Körper unterschiedlich. Schätzungen zu Folge dürften es etwa zwei bis fünf Gramm täglich sein. Wenn dieser Wert unter zwei Gramm liegt, ist von Scheidentrockenheit die Rede. Wen ihr selbst vermutet, oder das Gefühl habt, eure Scheide sei zu trocken und ihr habt einen geringen Ausfluss, solltet ihr zum Gynäkologen gehen. Denn ein Facharzt kann für Klarheit sorgen und euch im besten Fall auch richtig behandeln. 

Welche Gründe gibt es für eine vaginale Trockenheit?

Es kann viele Einflüsse haben, weswegen eine Frau unter Scheidentrockenheit leidet. Die Hormone spielen dabei meist die größte Rolle. Sobald der Hormonhaushalt ins Schwanken kommt, macht sich das direkt bei Frauen bemerkbar. Nicht nur im Intimbereich. Die Laune und auch die Haut verändern sich schlagartig. 

1. Wechseljahre

Sobald eine Frau in ihre Wechseljahre kommt, nimmt der Östrogenspiegel ab. Wenn das eintrifft, wird die Vagina weniger durchblutet. Die Folge daraus: Die Scheide verändert sich, denn die Haut wird viel dünner. Und wenn die Haut zu dünn ist, reisst sie irgendwann. Das kennen wir von unserer Haut an den Händen oder im Gesicht. So ähnlich funktioniert es dann auch in der Vagina und an den Schamlippen, wenn sie weniger durchblutet werden. Der Scheidenausfluss wird weniger, somit ist meist nicht ausreichend Flüssigkeit in der Vagina, die beim Geschlechtsverkehr als natürliches Gleitmitteln fungieren kann. 

Wusstet ihr, dass etwa jede dritte Frau von Scheidentrockenheit während ihrer Wechseljahre betroffen ist?

2. Schwangerschaft 

Bei Schwangerschaft und Stillzeit kann der Östrogenspiegel leicht sinken, was dann ebenfalls zur Scheidentrockenheit führen kann. Bei gewissen Medikamenten kann es ebenfalls dazu kommen, dass die Frau plötzlich unter Scheidentrockenheit leidet.

3. Hormonelle Verhütungsmittel

Junge Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel zu sich nehmen, wie beispielsweise die Antibabypille, könnten davon betroffen sein. Aber nur, wenn es sich um eine Antibabypille handelt, die vermehrt Gestagene, als Östrogene enthält. 

Falls die Frau aber weder schwanger, noch in der Stillzeit oder auch keine hormonellen Verhütungsmittel zu sich nimmt und trotzdem unter Scheidentrockenheit leidet, könnte es daran liegen, dass sie mit seelischen/ psychischen Problemen zu kämpfen hat. Die sexuelle Lust und die damit verbundene Erregung entsteht im Kopf. Wenn eine Frau allerdings gerade unter Ängsten, Sorgen und Stress leidet, kann nicht genügend Ausfluss produziert werden. 

Was kann ich bei einer Scheidentrockenheit unternehmen?

Wenn ihr das Gefühl habt, unter Scheidentrockenheit zu leiden, solltet ihr zu einem Frauenarzt eures Vertrauens gehen. Der Arzt untersucht eure Vagina und kann somit schnell feststellen, ob eure Scheide von vaginalen Infekten betroffen ist oder nicht. Wenn die Scheidenflora unter dem normalen pH-Wert liegt, kann mit Medikamenten dagegen angekämpft werden, um den Hormonhaushalt wieder anzukurbeln. 

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