Batiken: Die einfachste Batik-Anleitung im Netz

Batiken: Die einfachste Batik-Anleitung im Netz

Ihr möchtet Batiken? Hier kommt die mit Abstand einfachste Batik-Anleitung, mit der ihr tolle Ergebnisse erzielen könnt. ✅

Ein Trend, der immer wiederkehrt: Batiken ist ein absoluter Klassiker unter den DIYs. Wir erklären euch Step-by-Step wie ihr euch spannende Batikmuster auf eure Kleidungsstücke zaubert!

Batik – was ist das?

Batik ist ein aus Indonesien stammendes Textilfärbeverfahren, bei dem Wachs benutzt wird, um Teile des Stoffs beim Färben auszusparen. Mithilfe des Wachs entstehen so wunderschöne, oft farbenfrohe Muster. Ein ähnliches Verfahren ist das Verknoten, Umwickeln oder Abbinden mit einer Schnur. Durch mehrfaches Abbinden und verschiedene Farbbäder lassen sich hübsche Farbübergänge erzielen. Die Färbetechnik wird in Japan Shibori, in Indonesien Plangi, in Indien Bandhani und auf Englisch Tie-Dye, Dip Dye oder Ombré genannt.

Welche Stoffe eignen sich zum Batiken?

Perfekt zum Batiken geeignet sind Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder andere Naturmaterialien. Was ihr batiken wollt, bleibt euch überlassen. Kleider, T-Shirts, aber auch Tücher oder Bettwäsche – erlaubt ist, was gefällt! Bevor es losgeht, sollten die Stoffe einmal gewaschen werden.

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    © GORUNWAY.com
    Batik ist im Trend - wie man auf den Runways sehen kann!

    Welche Farbe benutze ich zum Batiken?

    Zum DIY Batiken eignen sich Textilfarben bzw. Färbesalz am besten. Am einfachsten ist Batiken mit nur einer Farbe. Etwas komplizierter wird es mit verschiedenen Farben, die ineinander übergehen. Wir färben immer mit der Javana Batik-Textilfarbe von Kreul für ca. 6 Euro. Das klassische Blau ist zeitlos und lässt sich super anwenden. Wer es etwas bunter mag, der sollte zum 5er-Set Batik-Textilfarben von Kreul für ca. 20 Euro greifen. Die intensiven Farben aus gelb, blau, pink, rot und grün sind schön leuchtend und machen sofort gute Laune! Außerdem braucht ihr Fixiersalz, damit sich die Farbe nicht auswäscht. Diese gibt es auch schon für um die 1 Euro hier zum Beispiel von Simplicol

    Übrigens: Ihr könnt gelbe Batikfarbe auch ganz einfach auf natürlichem und nachhaltigem Weg selber herstellen – mit Kurkuma. Für die Batikfarbe mischt ihr einfach Kurkuma-Pulver (etwa 15 Gramm) mit Wasser und lasst die Mischung rund 15 Minuten lang köcheln. Danach darf das T-Shirt hinein.

    Batiken: So einfach geht's!

    Was ihr zum Batiken braucht:

    • Ein Kleidungsstück eurer Wahl
    • Klebeband (Kreppband eignet sich gut), Paketschnur oder Gummibänder
    • Textilfarbe bzw. Färbesalz und Farbfixierer
    • Einen großen Eimer mit circa vier Liter Wasser
    • Einweghandschuhe
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    Verschiedene Knottechniken sorgen für das individuelle Ergebnis. Kein Batik-Teil sieht gleich aus!

    Batiken – Step by Step zum farbenfrohen Batikmuster

    1. Verknotet, umwickelt oder umklebt euer Kleidungsstück mit Kreppband, Gummibändern oder Paketschnur. Im Bild seht ihr eine komische Wurst, die dann aber das sogenannte Bulls Eye ergibt. Die Stellen, die abgedeckt sind, bleiben später heller oder ganz weiß. Je straffer das Band, desto größer der Farbunterschied! Wir haben es mit Kreppband probiert - das lief super.

    2. Füllt einen Eimer mit circa vier Liter Wasser - ihr könnt euch am besten an den Mengenangaben eurer Textilfarbe orientieren. Gebt das Farbpulver (beispielsweise von Simplicol) dazu. Gut umrühren! Zur Not müsst ihr eure Kleidungsstücke mit Steinen beschweren, damit sie unten bleiben. Ihr könnt natürlich auch mehrere Textilstücke gleichzeitig mit einer Packung Farbe batiken.

    3. Das Teil eurer Wahl sollte jetzt für circa eine Stunde baden gehen. Je länger es der Farbe ausgesetzt ist, desto intensiver wird natürlich das Farbergebnis. Danach kommt es noch in ein Fixierbad! Um den Aufwand möglichst gering zu halten, haben wir das Fixierbad im selben Eimer wie die Farbe angerührt - davor muss natürlich das Farbbad weggekippt werden.

    4. Befreit danach das Kleidungsstück von Klebeband oder Paketschnur und wascht es gut aus. So lange bis das Wasser klar ist.

    5. Trocknen lassen, fertig ist das neue Lieblingsteil mit Batikmuster!

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    Tadaa! Unsere selbst gebatikten Bulls Eyes (die komische Wurst ergibt die vier Kreise in den Ecken) auf einer alten Tischdecke.

    Am besten ihr versucht euch erstmal an einem Stück Stoff. So wisst ihr, wie ihr die besten Ergebnisse erzielt und falls etwas schief geht, ist nicht gleich das neue T-Shirt im Eimer! 

    Wie kreiert man verschiedene Batikmuster?

    Es gibt unendlich viele Techniken, spezielle Batik Muster zu erstellen. Wollt ihr beispielsweise schräg über das Kleidungsstück verlaufende Farbstreifen, faltet ihr das Kleidungsstück schräg von der rechten oder linken unteren Ecke bis zur oberen Ecke. Bindet das zusammengefaltete Teil nun ab. Wer mit mehreren Farben arbeiten möchte, färbt jede "Abteilung" in einer anderen Farbe ein. Ansonsten färbt man das Kleidungsstück wie oben beschrieben in einem Eimer mit Farbe. Wenn ihr ein sogenanntes "Bulls Eye" batiken wollt, bindet auf dem Kleidungsstück zuerst den Mittelpunkt des "Bulls Eye" ab. Dazu greift ihr ein Stück Stoff, zieht es zusammen (je größer der Radius, desto mehr Stoff sollte dafür abgebunden werden) und bindet es ab. Fahrt im gleichen Prinzip mit dem Rest des Kleidungsstücks fort, bis ihr eine abgebundene Wurst (siehe oben) habt. Mit mehreren Farben ergibt sich ein buntes "Bulls Eye", mit einer Farbe werden später Kreise in Weiß und der Farbe eurer Wahl zu sehen sein.

    Worauf muss man beim Färben mit unterschiedlichen Farbtönen achten?

    Wenn ihr mit verschiedenen Farben eure Textilien einfärben wollt, um besonders bunte Batikmuster zu erzeugen, beachtet die folgende Technik: 

    1. Beginnt mit der hellsten Farbe und arbeitet euch Schritt für Schritt bis zur dunkelsten vor.
    2. Nach jeder Färbung mit einer Farbe muss euer Stoff trocknen. Erst wenn alles komplett trocken ist, könnt ihr mit der nächsten Farbe weitermachen.

    Kann man die Farbe auch in der Waschmaschine verwenden oder ausschließlich im Eimer/Kochtopf?

    Gerade für kreatives Färben, wozu auch Batiken gehört, bietet sich die Färbung in der Schüssel bzw. in einem Eimer an. Hier lässt sich der Vorgang besser überwachen, gegebenenfalls anpassen und zum richtigen Zeitpunkt stoppen. Die Waschmaschinen-Färbung ist vor allem für ein ganz-flächiges, einfarbiges Färben (kein Batik) und für das Auffrischen von verwaschenen Textilien geeignet. Empfindliche Textilien wie Wolle und Seide sollten übrigens am besten im Topf gefärbt werden. 

    Färben gebatikte Textilien bei der Wäsche auf andere Textilien ab?

    Wenn ihr eure Textilien in einem Eimer färbt und sie dann mit klarem Wasser ausspült, kann es sein (sogar ziemlich sicher), dass die helleren Partien durch das Auswaschen ebenfalls verfärben. Natürlich nicht so sehr, doch ein Grauschleier ist euch sicher. Außerdem würde die Farbe, solltet ihr das Kleidungsstück mit anderen Textilien in der Waschmaschine waschen, abfärben. Deshalb greift immer zu einem Farbfixierer. Beim Färben in einer Schüssel wird der Farbfixierer in acht Liter kaltes Wasser gegeben. Die gefärbten Textilien werden anschließend 15 Minuten ins Fixierbad gelegt, dabei muss der Stoff regelmäßig bewegt werden. Wer die Farbe in der Waschmaschine fixieren möchte, kann den Farbfixierer einfach in das Weichspüler-Fach gegeben.

    Shibori – die japanische Batik-Methode

    Aus Japan kommt die beliebte Shibori Technik, die beim Batiken besonders feine Muster kreieren lässt. Bei dieser Technik werden die Stoffe gefaltet und extrem fest abgebunden, damit die Muster später nicht verschwimmen und feine Linien besonders gut zu sehen sind. 

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    Verwendete Quellen: pinterest.de, wikipedia.de, simplicol.de

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