Teenager mit Schuppenflechte – Auslöser erkennen und angehen

Teenager mit Schuppenflechte – Auslöser erkennen und angehen

Psoriasis – die Diagnose ist besonders für junge Menschen erst einmal ein Schock. Doch wenn sie lernen, wie diese Krankheit tickt und welche Trigger bei ihnen den Verlauf verschlimmern, bekommen sie ihre Schuppenflechte in den Griff – und zwar bevor die Krankheit beginnt, ihr Leben zu bestimmen.

Teenager mit Schuppenflechte
© Unsplash
Junge Psoriatiker sollten für ihre Krankheit von Anfang an Verantwortung übernehmen. 

Rote, schuppende und juckende Hautflecken – woher kommen die plötzlich? Der Weg zum Arzt bringt Gewissheit: Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunkrankheit, die oft zum ersten Mal im jugendlichen Alter auftritt und bei der eine überbordende Körperabwehr Entzündungen in der Haut verursacht. 

Warum sie auftritt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Allen Betroffenen gemein ist, dass die chronische Erkrankung in ihren Genen veranlagt ist. Doch nicht bei jedem, der die genetische Disposition hat, bricht die Schuppenflechte auch aus. Dafür sind ganz unterschiedliche Auslöser verantwortlich. Diese äußeren oder inneren Risikofaktoren führen aber nicht nur zum Ausbruch der ersten Schuppenflechte, sondern können im Verlauf auch weitere Schübe hervorrufen oder bestehende verschlimmern. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Triggern.

Auslöser bestimmen den Krankheitsverlauf

Die Trigger sind sehr vielfältig. Bei Jugendlichen sind es oft zwei bestimmte: „Stress spielt eine große Rolle. Aber auch Übergewicht. An Schuppenflechte erkrankte junge Menschen haben damit überdurchschnittlich häufig zu kämpfen“, weiß Rolf Bäumer. Der Kommunikationspsychologe betreut seit zwölf Jahren das „PSO gut Camp“ des Deutschen Psoriasis Bundes, in dem Teenager sich unter Gleichgesinnten mit ihrer Krankheit auseinandersetzen können. Hier helfen seine Kollegen und er bei der Ursachenrecherche. 

„Es ist sehr wichtig, individuell vorzugehen. Wir müssen die Thematik klären und bei jedem Einzelnen herausfinden, welcher Bereich die größten Probleme macht“, erklärt Bäumer. „Das kann die Familie, der Freundeskreis, die Schule oder auch die Ausbildungsstätte sein. Dafür suchen wir dann nach einer Lösung.“ 

Es können aber auch ganz andere Auslöser für den Ausbruch einer Schuppenflechte verantwortlich sein. Dazu zählen etwa Atemwegserkrankungen, Infektionen, Ekzeme, Diabetes mellitus oder Gefäßverkalkungen, aber auch Hormonschwankungen. Bestimmte Medikamente oder mechanische Reize auf der Haut können ebenfalls einen Psoriasis-Schub verursachen.

Die Krankheit konsequent bekämpfen

Ist die Krankheit ausgebrochen, haben Jugendliche verschiedene Möglichkeiten, den Kampf gegen die juckende Haut anzugehen. Den Schlachtplan sollten sie immer gemeinsam mit einem Dermatologen schmieden. Die chronische Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber es gibt mittlerweile sehr wirkungsvolle Therapien gegen die Symptome:

  • Cremes und Salben helfen bereits bei schwachen Verläufen.
  • Als unterstützende Hausmittel eignen sich Öle, Bäder, Umschläge u. Ä. zur Pflege der Haut.
  • Behandlungen mit UV-Licht kommen bei mittelschweren bis schweren Verläufen zum Einsatz.
  • Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte kann eine innerlich wirkende Behandlung, zum Beispiel mit Biologika, sehr erfolgreich sein. 

Doch nur wer seine Therapie konsequent durchzieht, kann eine Psoriasis erfolgreich in Schach halten. Dieser Punkt führt besonders bei Teenagern immer wieder zu Diskussionen mit den Eltern. Wenn zum Beispiel die Jugendlichen nicht einsehen, dass sie die Therapie fortsetzen sollen, obwohl sie gerade keine Symptome haben, greifen die Eltern oft ein. Denn natürlich sehen sie sich in der Pflicht, ihre Kinder zu schützen. Hier warnt Bäumer allerdings vor Überfürsorglichkeit: „Die jungen Menschen müssen für sich selbst einen Weg finden.“

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