12. Januar 2021
Haarausfall durch Corona: Kann das sein?

Haarausfall durch Corona: Kann das sein?

Kann Haarausfall durch Corona ausgelöst werden? Das berichten zumindest zahlreiche genesene Corona-Patienten. Wir haben nachgeforscht.

Mädchen mir langen Haaren blickt in die Sonne
© Pexels
Kann Corona wirklich eine Ursache für Haarausfall sein?

Kann eine Coronavirus-Infektion zu Haarausfall führen? Diese Annahme versetzt immer mehr Menschen in Panik. Volles, glänzendes Haar ist nicht nur ein Schönheitsideal, sondern steht auch für Vitalität und Lebenskraft. Kommt es zum Haarausfall, fehlt dem Körper irgendwas. Denn Haarausfall ist keine Diagnose, sondern ein Symptom. Ab dem Verlust von mehr als 100 Haaren am Tag spricht man von Haarausfall. Doch wie soll der Haarverlust mit dem Coronavirus zusammenhängen?

Coronavirus-bedingter Haarausfall: Kann das sein?

Mittlerweile kennen wir einige Symptome, die das Coronavirus mit sich bringt. Darunter der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, sowie trockener Husten oder Fieber. Doch inwiefern können auch Haut und Haare Schaden nehmen? Tatsächlich berichten einige genese Corona-Patienten von starkem Haarausfall. Was sind die Ursachen? Die genauen Ursachen für den Haarausfall nach einer Coronavirus-Infektion sind bislang unklar. Doch die Wissenschaft konnte bereits einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Haarausfall feststellen. Vor allem bei männlichen Patienten sei dieser Wandel aufgefallen, wie eine Studie zeigt, die im Fachmagazin "Dermatologic Therapy" veröffentlicht wurde. 

Haarausfall durch Stress

Eine Studie der "Indiana School of Medicine" konnte die Coronavirus-Pandemie ebenfalls mit dem Haarausfall in Zusammenhang bringen. Hier geht es aber weniger um die Virus-Infektion, sondern vielmehr um unsere Psyche. So ist sich Dermatologin Annie Chiu, Gründerin des Derm Institut in Los Angeles sicher:

Obwohl es keinen Zweifel gibt, dass das Symptom des Haarausfalls bei vielen der Befragten aufgetreten ist, liefert diese Art von Studie nicht genügend Daten, um den Haarausfall direkt mit der COVID-Infektion in Verbindung zu bringen. [...] Schwerer plötzlicher Stress kann allerdings zu Haarausfall führen.

So erklärt sie weiter:

Normalerweise befinden sich etwa 85% der Haare in einer aktiven Wachstumsphase, die als Anagene Phase bezeichnet wird, und 15% der Haare in der ruhenden, Telogenphase, in der sie abgestoßen werden können. Physiologische oder schwerwiegende psychische Belastungen des Körpers können im Wesentlichen bis zu 70% der wachsenden Haare in die Telogenphase versetzen, in der in kurzer Zeit mehr Haare abgestoßen werden. Diese Art von Haarausfall ist normalerweise diffus und nicht fleckig, und die Patienten werden eine Handvoll Haare bemerken, die beim Duschen, Bürsten oder sogar auf ihren Kissenbezügen zu finden sind.

Diesen Erkenntnissen zufolge, müssen wir uns als nichtmal mit dem Coronavirus infiziert haben, um einen Haarausfall festzustellen. Oft reicht auch schon der durch die Pandemie ausgelöste psychische Stress, wie zum Beispiel die Angst um den Arbeitsplatz, Sorge um die Gesundheit der Liebsten oder die Einsamkeit im Lockdown. 

Was tun bei Haarausfall?

Sollte sich bei euch Haarausfall bemerkbar machen, dann stellt euch zuerst folgende Fragen: Seit wann besteht der Haarausfall? Wurde ich kürzlich operiert? Habe ich meine Ernährung umgestellt? Nehme ich regelmäßig Medikamente, die den Haarausfall auslösen könnten? Zögert nicht, eine/n AllgemeinmedizinerIn oder Dermatologen/in aufzusuchen. So könnt ihr gemeinsam schnell die Ursache für den Haarausfall ermitteln. Weitere Infos zum Thema Haarausfall findet ihr hier.

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